Huhu und herzlich Willkommen!
Ich finde es ganz toll von Euch, dass ihr Euch vorher informieren möchtet. Denn die meisten sehen das leider viel einfacher und melden sich hier mit später entstandenen Problemen.
Hier zu deinen Fragen:
1) Wie schon gesagt wurde, sollte die Wohnung sicher eingerichtet werden. Dazu gehören vernetzte Fenster, falls vorhanden einen veretzten Balkon oder vielleicht sogar eine Terasse wenn es reine Wohnungskatzen sein sollten. Bitte auch an einen Kippfensterschutz denken, ansonsten die Fenster in Anwesenheit der Katzen nicht kippen. Sie klettern zu schnell in die Spalten und es droht erstickungsgefahr. Zudem sollten die Kabel außer Reichweite (heißt: unter Teppiche o.ä) gelegt werden oder mit einem Kabelschutz (aus Gummi o.ä) versehen werden. Alles, was einfach umfallen kann sollte man Anfangs wegstellen (Lampen, Dekoration, etc.) denn es geht zu häufig etwas zu Bruch. Asonsten gilt grundsätzlich: Katzengerecht gestalten. Mit vielen (hochwertigen, stabilen) Kratzbäumen, Catwalks, und und und. Dazu gibt es hier sehr viele Anregungen. Auf Giftige Pflanzen achten!!!
2) Die Kratzbaumfrage musst Du dir von deinen Miezen beantworten lassen. Mit der Zeit bekommst Du sehr schnell heraus, welche vorlieben sie haben. Da sich aber Otto-Normalverbraucher nicht erst teure Kratzbäume kaufen kann und nach einem halben Jahr schon wieder stelle ihnen so viele unterschiedliche Möglichkeiten wie möglich zur Verfügung. Kratzbäume mit großen Liegeflächen, mit Höhlen, ein Deckenhoher sollte auch dabei sein usw.
Ansonsten das "Übliche" wie Katzenklos, Futternäpfe aus Keramik, Wassernäpfe aus Glas o.ä (kein Plastik), ein Futterschrank sollte freigeräumt werden, Platz für Katzenstreusäcke, Spielzeug, Transportboxen, Katzegras, vielleicht ein Bettchen.... am wichtigsten sind jedoch Dinge wie Kippfensterschutz, Vernetzte Fenster, Türstopper, Kabelschutz usw.
3) Das lässt sich schwer sagen und ist ganz individuell. Ich plante täglich für 4 Katzen mind zwei volle Spielstunden ein. Zwischendurch wird natürlich auch immer gespielt, geschmust und bespaßt. Es kann sein, dass Du morgends früher aufstehen musst, da Du Tiere zu versorgen hast (Kaklo sauber machen, schmusen, füttern,..). Zudem wird die Wohnung natürlich immer belebt sein, wenn Du nach Hause kommst. Gerade in der Anfangszeit kann man das merken (erstmal Erbrochenes oder Durchfall wegwischen, umgefallene Blumen beseitigen usw.). Man muss natürlich auch an Weihnachten o.ä denken (Tannenbaum fällt manchmal weniger Dekoriert aus usw

) Wie gesagt: Bei mir hat sich einiges getan, aber ich war es bereits gewohnt Katzen (und viel Arbeit

) zu haben.
4) Das musst Du selbst ausrechnen. Ich habe hier kranke Miezen (chronisch kranke) und das ist in der Tat leider kein Spaß für den Geldbeutel.Dinge wie Urlaub sind für mich schon lange nichtmehr drin. Macht mir aber auch nichts aus. Der Preis hängt davon ab, was Du fütterst, welches Streu Du verwendest, wie oft Du neues Zubehör kaufst und im wesentlichen wie sehr deine Katzen den Tierarzt lieben

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5)Ja, es sollten immer zwei Katzen sein. Es mag diese seltenen Fälle geben, dass man eine Einzelkatze erwischt, die "falsch" aufgezogen wurde. Die möchte aber dann auch ihr Leben lange Einzelprinzessin sein. Grundsätzlich gilt allerdings, dass man junge Katzen gut vergesellschaften kann. Kitten dürfen nur zu zweit aber der 12ten Woche einziehen! Bitte mach nicht den Fehler und holt Euch nur ein Kitten und dann auch noch zu früh (beliebte Abgabetermine sind die 6te und 8te Woche. Das führt oftmals zu späteren Problemen. Man kann einem Kitten als Mensch nicht gerecht werden)...Ich an Eurer Stelle würde mir ein älteres Katzenpäärchen aus dem Tierschutz holen. Diese Tiere werden oft leider schlecht vermittelt, was ich nicht verstehen kann.
6) Wo ist in Eurer Wohnung platz? Auf jedenfall sollten Futter und Klostellen klar getrennt werden und ruhig stehen. Das Kaklo muss ausreichend groß sein, bei geschlossenen sollte sich die Miez aufrichten können.
Ich denke, dass man 55qm gut für zwei ältere Katzen einrichten kann. Liebe Grüße