Zuerst musst Du aufhören nachts unbeaufsichtigt Futter aufzustellen.
Du ziehst damit nicht nur Deinen eigenen Kater an, sondern auch fremde Kater, de dann Deinen Futternapf als ihr eigenes Revier festlegen. Das kann nicht in Deinem Sinne sein, oder?
Ebenso ziehst Du nachts sehr viel anderes Viehzeug an, was Du auch nicht haben willst.
Immerhin ist Dein Kater bei Dir in der Nähe und hat dort sein Revier ... hoffentlich noch alleine.
Eine Lebendfalle würde das Vertrauen ziemlich effektiv zerstören, denn wieso sollte er jemals wieder in die Nähe des Hauses kommen, wenn er dort gefangen wird?
... und ich finde die Idee mit dem Geschirr auch äußerst merkwürdig.
Ich hab damals einen Teil der Veranda mit einem Katzennetz zugehangen. So wussten die beiden Katzen, wie sich das da draußen anfühlt, wie es riecht und vor allem wie sich ihr Zuhause "anhört", die Ohren sind der wichtigse Orientierungssinn nach Hause zu finden.
Und nebenbei haben sie das Haus von außen gesehen.
Nachdem der Bereich innerhalb des Netzes erkundet und somit vertraut war, haben wir sie an Zeiten gewöhnt. Abends rein und dann gibt's auch Nassfutter (sonst nur Trockenfutter). Nach dem Esen geht's nicht mehr heraus. "Abends" war immer bei Dämmerung. Das können sich Katzen merken. Wenn sie denn wollen ...
Und heute, ca. 9 Monate Freigängerdasein (die beiden sind nun 16 Monate alt) kommen sie abends heim und wollen morgens raus. Sie kommen aber nur raus, wenn wir zu Hause sind. Ansonsten müssen sie drin bleiben.
Es gibt keine Katzenklappe ins Haus, sondern nur in die Garage.
In den 9 Monaten war Börni 2 Nächte draußen und die kleine Blabla ht eine Nacht draußen verbracht, weil sie abends nicht heimgekommen sind.
Aber Futter haben sie nicht rausgestellt bekommen ... wir wollen hier nur unsere eigenen Katzen füttern.
So, und nu?
Schau, dass Du Deinen Kater anlockst, wenn Du ihn siehst. Das dauert ziemlich lange. Wenn Du die Möglichkeit hast, dann mach die Tür auf, Licht an und stell das Futter raus und lasse es beaufsichtigt. Wenn er sich anschleicht und futtert: Lass ihn und gewöhne ihn an diese Vorgehensweise. Komme ihm nicht zu schnell zu nah.
Die Impfungen in allen Ehren ... aber das ist erstmal zweitrangig, erstmal musst Du ihm beibringen, dass er ein Familienmitglied von Euch ist und er bei Euch Ruhe und Entspannung finden kann, wenn er will - und erstmal eben auch Futter.
Gruß, Frank