H
Kann eine Katze, die immer frei war (10 Jahre), es aushalten mindestens zwei Wochen in ein Zimmer eingesperrt zu sein ?
Auch wenn es hart klingt: Ich glaube nicht. Meine Vermutung ist, dass sie entweder total durchdreht oder sich irgendwann selbst aufgibt. Aber einen Versuch ist es deiner Oma zuliebe sicher wert.
Soll sie danach als reine Wohnungskatze gehalten werden? Oder hat sie bei euch nach der Eingewöhnung Möglichkeiten, einen vergleichbaren Freigang zu haben?
Ich halte es nämlich für nahezu unmöglich, eine Katze, die so lange frei war, jetzt als Wohnungskatze zu halten. Nicht nur, weil es für sie schwer wird, sondern viel mehr, weil es dann irgendwie nicht mehr artgerecht wäre, wenn sie sich dagegen wehrt.
Es ist ja schon fast vergleichbar mit Wildtieren. Man sagt ja nicht ohne Grund, dass man einem Wildpferd die Seele breche, wenn man es einsperrt...
Aber ich hoffe natürlich für dich, dass die Katze sich außerordentlich anpassungsfähig zeigt und alles so klappt, wie deine Oma und du es euch vorstellt.
Allerdings würde ich meine vorgeschlagene "Notlösung" mit dem Nachbarn ernsthaft in Betracht ziehen, auch wenn es für euch bzw. deine Oma schwer wäre, die Katze zurücklassen zu müssen.
Ich kann nicht beurteilen, wie eng die Bindung deiner Oma zu der Katze ist, aber ich vermute nach deiner Schilderung, dass dieser doch sehr wilden Katze ihre Freiheit und ihr Revier wichtiger sein könnte.