Videos wie dieses schockieren immer wieder, besonders, wenn sie in sonst so hoch angepriesenen Bio-Vorzeigehöfen bzw. -schlachthäusern gefilmt werden.
Ashlee und ich haben uns über das Thema bereits der Öfteren unterhalten und da Heike gerade das Thema Katzenfutter anspricht, möchte ich einfach kurze Aussagen von vorhin hier wiedergeben.
Vorab in einem kurzen Absatz zum Verständnis - ich war selbst knapp 8 Jahre Vegetarierin, weder Fleisch- noch Fischkonsum (Letzteres u.a. aufgrund von Fisch-/ Meeresfrüchteunverträglichkeit), und fühlte mich aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme (v.a. Eisenmangel neben erblich bedingten schlechten Kreislaufes) dazu "gezwungen", wieder mit dem Fleischkonsum beginnen. Inzwischen kann ich (relativ) guten Gewissens in moderaten Abständen ab und an Fleisch essen.
Ich hatte für mich inzwischen entschieden, dass es keinen Unterschied (mehr) macht, ob ich nun Fisch oder Fleisch konsumiere (zumal inzwischen auch Studien belegen sollen, dass auch Fische, Krebse, Krabben, Hummer etc. ein Schmerzempfinden haben) - aber um des menschlichen gesundheitlichen Aspekts Willen kann man (bzw. will ich) nicht auf alles verzichten und vegan werden (nun gut, dabei gibt es selbst von den Veganern noch Steigerungen wie die Fruttarier :lol

, wie "Extremisten" oft fordern - aber zu viel ist insbesondere aus gesundheitlichen Aspekten ohne Frage auch nicht gut.
Geringe Mengen Fleisch oder Fisch, aus naturnaher Haltung, Behandlung und Fütterung und "humaner Schlachtung", sollte es denn so etwas geben - zumindest darauf sollte man achten, wenn man ein gesundes Bewusstsein für das Leben hat.
Wir beziehen unser Fleisch ausschließlich vom örtlichen Metzger aus Höfen des Neuland e.V., teilweise von Bauern aus dem Ort. Mit Tieren, die erleben dürfen, was Leben bedeutet.
Vor allem von Menschen, die sich als "Tierliebhaber" und "Tierfreund" betiteln, kann ich doch erwarten, dass sie mit Verstand einkaufen und nicht nur an "Billigware" denken oder?
Generell stimme ich dir da natürlich vollkommen zu.
In meinen Augen bestätigen aber auch hier (wenige) Ausnahmen die Regel. Beispiel: Familie, zwei Kinder. Monatliches Einkommen gering oder Empfang von Hartz-IV. Da kann man (allein der Gesundheit der Kinder wegen) von den Leuten schwerlich verlangen, dass sie reine Biofleisch/-fischprodukte etc. kaufen und es dafür bspw. nur alle zwei oder drei Monate konsumieren, da es finanziell anders einfach nicht möglich wäre. Natürlich könnte man hier darüber diskutieren, ob Fleischkonsum für die Kinder vonnöten ist, aber das ist wiederum auch eine ethische Frage, bei der ich den Kindern ab einem gewissen Alter selbst die Wahl lassen würde, sie aber nicht von vornherein bewusst einer eventuellen Mangelernährung aussetzen wollen würde.
Im Laufe des Gespräches kam die Thematik auch auf das Futter:
Insbesondere das Thema barf-Fleisch würde mich dahingehend doch mal näher interessieren (bzw. in dem Zusammenhang auch generell die Dosenfutterfleischanteile). Ich glaube, viele sind sich garnicht bewusst, dass man bei der eigenen Ernährung darauf achtend, beim Füttern von carnivoren Haustieren wie Katzen eigentlich genauso auf diese Bedingungen der Futtertiere achten müsste (die "Schlachtabfälle" nehm ich da aus), um Massentierhaltung nicht dann auf diesem Wege doch zu unterstützen. :shock:
Ich gehe nicht davon aus, dass bei den Kilogrammpreisen sämtliches gefrorene Fleisch in den jew. Onlineshops aus nachgewiesener Biohaltung stammt, oder doch?
Vielleicht kann mich diesbezüglich ja jemand aufklären. Da ich selbst nur teilbarfe und das Fleisch dementsprechend ebenfalls vom Metzger beziehe, kenne ich mich mit den ganzen Bezugsquellen der Großteil- und Vollbarfer nicht aus.
Grüße,
Armitage