Sie hat die Katzen erst 10 Tage, ist mit der neuen Situation wohl noch ein wenig überfordert, und hier wird schon von ABGEBEN gesprochen? Ich glaubs ja nicht :/
@Antz:
TIEF durchatmen, das wird noch. ;-)
Wohnt dein Freund bei dir oder lebst du mit den Miezen allein?
Du schreibst, du weißt keinen Auslöser für deine Angst. Hast du denn schon "Erfahrung" mit Tieren, insbesondere mit Katzen? Also zB schonmal bei Freunden Katzen gestreichelt, bespielt usw? Wenn ja, wie war das da für dich?
Du hast Angst, dass die Katzen dich beißen wollen. Ist das die einzige konkrete Sorge oder hast du da noch andre? Überleg mal ganz rational. WAS passiert, wenn dich tatsächlich eine der Miezen beißt? Ja, jenachdem, wie fest, kann das durchaus ein bisschen weh tun. Aber ein bisschen weh tun auch Dinge wie Augenbrauenzupfen, sich beim Kochen in den Finger schneiden, Blasen an den Füßen von neuen Schuhen.. Ich nehm mal an, solche Dinge wirst du trotzdem machen, oder? ;-)
Oder kommt die Angst vielleicht eher daher, dass du die "Katzensprache" noch sehr schlecht deuten kannst und einfach nicht weißt, woran du bei den Miezen bist? Wollen sie kuscheln, wollen sie spielen, wollen sie raufen oder sind sie (unwahrscheinlich) wirklich aggressiv? Zum Thema Katzensprache gibts viel Literatur, online wie offline. Vielleicht fühlst du dich ein wenig sicherer, wenn du weißt, was die Kleinen dir sagen wollen.
Oder machst du dir vielleicht Sorgen, dass aus einem kuschligen Zehen-Anknabbern ein ernsthafter "Angriff" wird und du dich dann nicht richtig wehren kannst?
"Wie gestört bin ich denn?!" zeigt mir, dass dir durchaus bewusst ist, dass deine Ängste unangemessen sind. Das ist sehr wichtig und gut. Du weißt, die Katzen wollen dir nichts böses. Aber Ängste - so "unnötig" sie auch sein mögen, lassen sich nicht mit einem Fingerschnippen beseitigen, sowas braucht Zeit. Hast du solche Angstprobleme auch in anderen Bereichen deines Lebens oder ausschließlich bei deinen Katzen?
Katzen beißen manchmal. Wenn Katzen Schmerzen oder sehr großen Stress haben, beißen sie auch mal richtig aggressiv. (Das hab ich selbst aber in 6 Jahren Katzenhaltung nie erlebt.) Es ist toll, dass du dir gleich zwei Kätzchen geholt hast! Miezen untereinander spielen viiiel grober, als sie es mit ihren Menschen tun können. Uns fehlt halt einfach das Fell

Grade so junge Katzen, wie du sie hast, sind oft WIRKLICH wild. Denk mal an Menschenkinder - die raufen, balgen, schreien, rennen.. in der Phase sind auch deine Kleinen grade. Im Spiel kann es schonmal vorkommen, dass (meistens recht sanft) zugebissen wird, oder darauf vergessen, die Krallen einzuziehen.. Die Beiden müssen erst lernen, dass nicht alles, was untereinander geht, auch bei Menschenmama möglich ist.
Was bei mir toll geholfen hat: Wenn eine Katze zu wild mit mir spielt, nicht laut "Nein" usw sagen, sondern einfach mal übertrieben "vor Schmerz" quietschen. Hast du schonmal eine Rauferei deiner Miezen beobachtet? Bei meinen wird auch immer gequietscht wie sonstwas. Wenn ich dann mal quietsche, lässt man sofort von mir ab. Mitleid und so ;-)
Wie gehst du denn mit den Katzen um?
Werden sie von dir gefüttert, machst du das Katzenklo? Spielst du mit ihnen? (Kann man ja auch mit Spielangeln usw, da ist die "Gefahr", selbst beknabbert usw zu werden, ja auch etwas geringer als bei intensivem Körperkontakt.)
Streichelst du sie, wenn sie zB auf dem Kratzbaum liegen und dösen?
Ich weiß, das ist jetzt ein entsetzlich langer Text mit furchtbar vielen Fragen

Aber natürlich "musst" du sie hier nicht beantworten, vielleicht liefern sie dir ja gute Denkanstöße, um deiner Angst auf den Grund zu gehen, wenn du in Ruhe drüber nachdenkst.
Ein paar Tipps fürs erste, vielleicht magst du sie ja ausprobieren:
Mal dickere Kleidung (Jeans, dicke Socken usw) anziehen, da spürt man die kleinen Zähnchen und Krallen deutlich weniger, das tut dann noch weniger weh. Oder, wenn du auf der Couch liegst, einfach in eine Decke einkuscheln.
Lass deinen Freund mal die Katzen auf den Schoß nehmen und du streichelst sie nur. Anfangs mit so viel "Sicherheitsabstand" wie du brauchst. Da kann dir dann GAR nix passieren, dein Freund hat die Kleinen ja im Griff. Du könntest ihnen in so einer Situation auch Leckerlis aus deiner Hand füttern. Das Geschlabbere in der Hand fühlt sich erstmal seltsam an, aber deine Katzen freuts bestimmt.
Oder dein Freund bekuschelt die Katzen, bis sie einschlafen, und dann nimmst du mal die schlafenden Fellchen auf den Schoß.
Ich weiß, du würdest lieber heute als morgen total für deine Katzen da sein können, ohne Angst, Sorgen oder sonstwas. Aber BITTE, überfordere dich nicht. Katzen sind sehr sensibel, die merken dir deinen Stress an und sind dann vielleicht selber nicht so entspannt wie sonst.
Dass du (noch) ängstlich im Umgang mit deinen Katzen bist, bedeutet NICHT, dass du eine schlechte Katzenmami bist oder deine Kleinen nicht über alles liebst - lass dir das JA nicht einreden ;-)
Ich wünsch euch alles gute!