Hallo liebe Katzenfreunde,
ich habe seit 4 Tagen zwei Stubentiger bei mir - eine Freundin ist für 6-8 Wochen in Kur und ich hab mich bereiterklärt, ihre zwei so lange zu betreuen. Nun sind wir allesamt momentan ziemlich entnervt - ich hoffe ihr könnt mir mit einigen Tipps weiterhelfen.
Zu mir: ich bin 34 Jahre alt, lebe in Köln und hatte noch nie eigene Katzen. Bin aber schon immer ziemlich tierlieb, hatte jahrelang Hunde, Meerschweinchen und sonstiges Getier und würde mich als halbwegs betreuungskompetent einschätzen.
Zu den Mietzen: sie sind beide um die 12 Jahre alt, eine Katze und ein Kater, beide schon immer in reiner Wohnungshaltung (meine Freundin wohnt mitten in der Stadt, ich auch...). Ich habe sie als "unkompliziert, gelegentlich mit Neigung zum Kotzen, leider ziemlich unerzogen" beschrieben bekommen und somit nicht mit größeren Problemen gerechnet. Nun haben sich aber mit dem Kater zwei Schwierigkeiten ergeben:
Seit gestern hat der Kater nun schon 2mal gekotzt - einmal das Futter vom Abend (aufs Sofa, na klar...), heute Nachmittag eine klare Lache aus Schleim (ohne Haare, ohne Futter). Als ich vorhin einen Blumenstrauß aus dem Schlafzimmer in die Küche getragen habe um die Vase neu zu füllen ist er an mir (!) hochgeklettert um das Grünzeug zu erreichen. Er wird auch zunehmend frecher - Küchenanrichte und Esstisch hatte er nach zweimal runtersetzen und "Nein" als Sperrzone akzeptiert, vorhin ist er mir vier oder fünfmal nacheinander wieder hoch obwohl ich ihn echt schon böse angegiftet habe. Er frisst relativ schlecht (ist wohl nicht ganz ungewöhnlich), lässt sich nur sehr begrenzt anfassen, ist aber hyperneugierig und klebt dauernd an meinen Hacken. Ich hab das Gefühl er ist ziemlich unausgelastet, spielen will er aber nicht so wirklich.
Sorry für die langen Ausführungen - ich versuch nur irgendwie zu beschreiben was hier momentan los ist. Meine Fragen nun in möglichst konkreter Form :
Hat die Kotzerei in dieser Häufigkeit und kombiniert mit dem riesigen Interesse an Grünzeug etwas zu bedeuten? Habt ihr Tipps, das zu bekämpfen? Ich hab eigentlich wenig Lust, über einen so langen Zeitraum permanent mit Schrubber und Kleenex unterwegs zu sein (zumindest nicht in dieser Häufigkeit!). Ich dachte, Katzen fressen Gras wegen der Fellknäule - aber dann müsste mit erfolgter Magenentleerung der Drang doch nachlassen? Ach so, Futter bekommen die beiden ca 1 Handvoll Trockenfutter pro Tag und morgens und abends je ein Alu-Schälchen Nassfutter (Billigmarke).
Liegt das "Frech sein" daran, dass er langsam ankommt und die Unsicherheit nachlässt? Sprich, muss ich einfach hartnäckiger sein als er und weiter "erziehen"? Mir ist klar dass 10 oder mehr Jahre "alles dürfen" nicht nach drei Tagen weg sind, aber irgendwie müssen wir ja einen Modus finden, mit dem nicht nur die Mietzen, sondern auch ich leben kann...
Etwas hilflose (und leider auch leicht katzen-genervte) Grüße
Tine