Was die 6-8 Wochen Eingewöhnugsphase angeht, weis ich, dass einige hier ÜBERVORSICHTIG sind.
Ich glaube ihr unterschätzt eure Kätzchen gewaltig.
Was soll die in 6-8 Wochen lernen?Die Betty war am zweiten Tag bei mir zu Haus. Ihr Katzenklo hat so sofort wieder erkannt und ihren neuen Futterplatz ebenso.
Dann noch ne Woche Routine einkehren lassen und gut is.
Zwei Bekannt haben ihre Katze nach 3 und 4 Tagen raus gelasen und die gibts jetzt auch schon ein paar Jahre lang, die wissen schon sehr schnell wo es was zu essen gibt glaubt mir.
Schön, dass es mit Betty so gut geklappt hat. Das liegt sicherlich daran, dass sie eine enge Beziehung zu ihrem Frauchen und vorher keinen Freilauf, d. h. kein Außenrevier hatte. Außerdem hat sie die ersten 4 Monate ihres Lebens auch als Freigänger verbracht. Erstaunlich, dass deine Freundin sind dann problemlos als Wohnungskatze halten konnte.
Bei Freigängern ist ein Umzug oft problematischer, da sie neben der Wohnung vor allem das Gebiet um das Haus herum als ihr Revier betrachten, das sie natürlich nicht einfach aufgeben wollen. Außerdem sind Freigänger revierbezogener als Wohnungskatzen, die sich mehr an Personen orientieren.
Unseren Nachbarn ist es nicht gelungen, mit der Freigänger-Katze umzuziehen (2 km Entfernung), die auch sehr anhänglich ist. Sie kam immer wieder zurück und ist bei uns untergeschlüpft, obwohl die Nachbarn sie immer wieder abholten und auch mal mehrere Monate am Stück einsperrten. Bei der ersten Gelegenheit ist sie entwischt. Dieses Hin und Her ging fast ein Jahr, bis die ehemaligen Nachbarn uns gebeten haben, die Katze fest aufzunehmen, was wir auch getan haben.
Noch heute kontrolliert die Katze ihr Revier auf dem Nachbargrundstück, lebt aber bei uns.
Aber ich muss meinem Vorredner darin zustimmen, dass man Katzen nicht unterschätzen sollte. Sie lernen meist schnell, dass eine Straße gefährlich ist usw.. Natürlich kann es zu Unfällen bei Freigängern kommen. Dessen ist man sich als Katzenhalter bewusst. Aber Katzen sind nun einmal Tiere. Das ist nicht abfällig gemeint, sondern so, dass sie durchaus von Natur aus in der Lage sind, in freier Wildbahn aufgrund ihrer Instinkte usw. zu überleben.
Logischerweise werden die natürlichen Instinkte bei Wohnungskatzen weniger ausgebildet bzw. stärker unterdrückt, da sie nicht gebraucht werden. Daher sind solche Katzen in der freien Wildbahn eher hilflos und damit auch gefährdeter.