Sicherlich kann man über die richtige Art der Katzenhaltung endlos diskutieren. Wir haben uns für die Wohnungshaltung entschieden, nachdem in den zurückliegenden Jahren vier unserer Katzen dem Strassenverkehr zum Opfer fielen.
Nur der Zwergpanther hat seine "alten Tage" als Freigänger erleben dürfen.
Eine Katze lebt möglicherweise so glücklicher, aber drinnen auf jeden Fall sicherer. Bei uns geht es nun mal nicht anders.
Es kann immer passieren, dass aufgrund einer Ablenkung, z.B. im Katzenduell, das es draussen immer wieder geben wird, oder im Jagdfieber die Aufmerksamkeit selbst der vorsichtigsten Katze nachlässt.
Joker, Paula und Tinka waren jeweils sehr lange im Tierheim, weil sich für sie keine Menschen fanden. Hier haben sie auf jeden Fall ein besseres Leben und noch nie gezeigt, dass ihnen die "große Freiheit" fehlt. Lilly würde aufgrund fehlender Erfahrung sicher nicht lange überleben können, sie ist zu vertrauensselig und unvorsichtig.
Einzig die Donna kennt als ehemalige Streunerin das Dasein draussen, und gerade sie hat nie wieder gezeigt, dass sie das Verlangen danach hat. Offensichtlich weiss sie Sicherheit und versorgt zu sein zu schätzen. Auch Paula hatte früher Freigang und nach dem ersten Wohnungswechsel nie mehr Interesse am "Draussen" gezeigt.
Natürlich ist es erforderlich, das Haus oder die Wohnung so zu gestalten, dass es eine Katzenwohlfühlwelt sein kann. Das erfordert auch Abstriche bei den menschlichen Vorstellungen von Wohnkultur. Die Zufriedenheit unserer Katzen geht uns aber über ein makeloses Interieur.
Den Egoismus, keine Katze mehr auf dem Verkehrsaltar der Zivilisation zu opfern gestehe ich mir zu.