Guten Morgen erstmal!
Hiho,
a) Alleine vom Rassetypus her erwarte ich intelligente, verspielte, kaum aggressive Katzen. Hat jemand Erfahrungen mit der Mischung?
Wie kommst du darauf?
Ich kenn mich mit Verpaarungen nicht aus, aber du hast ja in dem Sinne kein
Zuchtziel, also kannst über die zu erwartenden Eigenschaften - wobei ja eh jede Katz unterschiedlich ist - doch gar keine Aussage treffen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, solltest du eher vielleicht kranke Kitten erwarten, da du über die Vorgeschichte des Katers doch gar nichts weißt.
b) Unser derzeit einziges Haustier ist eine Goldenretriever Hündin, die unfassbar anhänglich und treudoof ist. Wenn ich der son kleines Kitten vor die Nase setze, müsste das doch eigentlich passen oder?
Auch hier: Wie kommst du darauf?
Nur weil der Hund am Menschen hängt, heißt das doch nicht, dass er sich liebevoll um ein Kitten kümmern muss.
Das Kleine braucht vorallem erstmal mindestens 12 Wochen seine Mama und danach Katzengesellschaft. Egal wie liebevoll sich ein artfremdes Wesen (Mensch, Hund oder Karnickel) um ein Kitten kümmert - ohne einen Katzenkumpel verkümmert es.
c) Wir haben ein sehr offen geschnittenes Haus mit riesigen Glasflächen, sprich es ist eigentlich unmöglich das Tier im Haus festzuhalten. Meine Hündin rennt auch den ganzen Tag auf dem Grundstück rum, aber die neigt halt auch nicht dazu Zäune hochzuspringen. Schafft man es irgendwie, dass die Katze nur im Haus und im Garten rumläuft, sich quasi son bisschen an meiner Hündin orientiert und nicht wegrennt?
Nein.
Es gibt Katzen, die nur im Garten bleiben. Aber das ist Entscheidung der Katze und nichts, was sich durch ein artfremdes Tier steuern lässt.
DU musst für die Sicherheit deines Tieres sorgen, also den Garten ausbruchssicher machen.
Und dann noch was Grundsätzliches:
Deine Ex und Du habt bereits bei der ersten Katze den Fehler gemacht sie allein zu halten. Macht das bitte bei der zweiten Katze nicht wieder.
Wenn deine Schwester allergisch ist - lasst es. Natürlich kann es Menschen geben, die Tier und Allergie vereinbaren können, aber wenn es jetzt schon nicht möglich ist, dass die Katze im Haus ist, also ihre Allergie dermaßen heftig ist, wie willst du dann garantieren, dass das bei dem Kitten nicht wieder so ist?
Das Tier ist doch kein Versuchskarnickel, bei dem man mal guckt, obs klappt. Entweder ich lass mich desensibilisieren oder lebe damit, dass ich meine Krankheit nicht mit dem Tier vereinbaren kann. Aber das Tier nach kurzer Zeit abzugeben weil es halt nicht klappt, halte ich für sehr verantwortungslos.
Da du ja gern große Wörter wie "Moral" in den Mund nimmst, wäre ich froh, wenn du dir diese auch zu Herzen nehmen würdest und deiner Verantwortung - denn Moral und Verantwortung sind nicht trennbar - gegenüber der Katze wirklich gerecht werden würdest. Dazu gehört vorausschauendes Denken, eine Planung im Sinne der Katze und vorallem das Zurückstecken des eigenen Egoismuses.