Verfolge hier schon länger das Thema Freigang versus Wohnungshaltung. Habe selbst 2, demnächst 3 Katzen.Haben großes Haus, Innenhof und Garten. alle Nachtbarn haben auch Katzen. Hinter den Häusern ist ein großes Gartenareal mit alten Bäumen, Schuppen etc ,schätze mehrer tausend Quadratmeter. Die Strasse ist verkehrsberuhigt.Vor einem Jahr habe ich meine ertse Katze bekommen, war vom Bauernhof, angeblich 10 Wochen, es wurde behauptet, die Mutter habe ihn nicht gewollt. D a er rot ist, wollte ihn unsere Tierärztin erst spät( mit 8 Monaten ) kastrieren, sie meinte, er bekäme sonst schneller Harnsteine.Für den armen Kater, der solange nicht rausdurfte, war das schlimm. Er ist sehr lebhaft, hat deswegen rasch einen zweiten kleinen Kater dazubekommen, sie verstehen sich bestens. Wir haben unsere ganze Freizeit mit ihm spielend verbracht, sind im Urlaub zu Hause geblieben, Mittags bin ich immer in der Pause kurz nach Hause gefahren. Er liebt uns sehr, hat aber ständig versucht, aus dem Haus zu kommen-jede kleinste Gelegenheit(klingeln an der Tür, Postbote, reinkommen etc ) hat er zur "Flucht" versucht. Im gesicherten Innenhof hat er es an herabhängendem Wein etwa 4 m hoch in Sekunden aufs Dach geschafft. Sehr oft hat er in unsere Schuhe oder vor Fenster und Türen uriniert, mehrfach ist er in das Fensterglas gesprungen. Innerhalb von Sekunden war er aus der entferntesten Ecke im Haus da, wenn irgendwo ein Fenster aufging.Sehr oft hat er maunzend vorm Fenster gestanden. Meine Kater sind inzwischen glückliche Freigänger-unser Bauernhofkater ist meist den ganzen Tag draußen, jetzt im Sommer auch Nachts. Von uns hat er sich ein Stück entfernt, kommt seltener auf den Schoß, nicht mehr ins Bett-die Fliegen am Teich interesieren ihn viel mehr.Ich hätte gerne reine, sichere Wohnungskatzen gehabt, das viele kuscheln und lustige spielen fehlt mir sehr.Oft suche ich Nachts mitder Taschenlampe nach meinen Katzen oder lausche in die Nacht,ob ich sie höre.Ich bin sicher, das man-ähnlich wie in einer Partnerschaft-einem Tier die größte Liebe entgegenbringt, wenn man sein ihm angeborenes Wesen akzeptiert. So einen wilden Bauernhoffeger kann man offenbar nicht immer domestizieren-und muß ihn dann seinen Weg gehen lassen. Mir war das, als ich die Katze geholt hatte, nicht klar, würde heute mehr nach angeborenen Charaktereigenschaften schauen. Trotzdem liebe ich ihn in seiner ganzen Wildheit und Spröde. Manchmal sehe ich ihn Nachts im Mondschein hochgereckt auf den Dächern, mit der Nase schnüffelnd im Wind-er sieht aus wie ein König..Einen lieben Gruß, Annette