Durch sehr, sehr viel Aufmerksamkeit in den ersten Tagen.
Eine Katze, die in einer neuen Umgebung lebt, weiß nicht was sie darf und was sie nicht darf.
... sie will auf jeden Fall ihr Kratzbedürfnis befriedigen und dafür probiert sie einfach mal aus, was ihr am besten gefällt.
In dieser Phase musst Du unbedingt eine Kratzalternative bieten können. Einen Kratzbaum, der nur für die Katze da ist.
Sobald sich das Tierchen irgendwo auf die Hinterpfoten stellt und an den Vorderpfoten die Krallen ausfährt packst Du sie mit einem "nein" oder "heee" oder anderen Reflexlauten des Menschen (nicht gefolgt von ihrem Namen!) und setztsie an den Kratzbaum und streichst mit ihren Vorderpfoten über das Sisalzeuch.
Nun musst Du hoffen, dass sie es annimmt oder ob sie erstmal beleidigt abzieht und es woanders probiert. Das Bedürfnis zu Kratzenis ja noch nicht befriedigt.
Lass sie nicht unbeobachtet, sondern beobachte sie aus den Augenwinkeln heraus.
Sie wird es woanders nochmal probere und wieder dasselbe Spiel, derselbe Laut die selbe Handlungsweise von Dir - immer exakt gleich, das ist wichtig um das Tier nicht zu verwirren.
Wenn sie den Kratzbaum annimmt, dann fass sie auf gar keinen Fall an und benutze eine andere Stimmlage für Lob ... nun kannste auch ihren Namen benutzen, da Du den Namen in Verbindung mit etwas Gutem benutzt.
Dass Katzen niemals an Möbeln kratzen ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Manchmal machen sie das auch ganz unabsichtlich, wel sie auf's Sofa raufspringen und ihre Hinterkrallen aus Versehen ausfahren.
Oder sie fangen das Milchtreten auf Deiner Couch an, weil's gerade so angenehm kuschlig ist. Da kannst Du sie nur schwer an den Kratzbaum setzen.
Das Milchtreten kannst Du etwas in den Griff bekommen, wenn Du ihr ein Kissen unter die Pfoten legst, rgendwann nutzen die nur noch das Kissen dafür ... bei uns ging das - aber ich denke nicht, dass das oft so geht.
An Möbel gehen unsere nicht ran
Gruß, Frank