Ich hatte während meines Studiums 5 Katzen und 2 Hunde in einem Haus, danach EG Wohnung, mit Garten. Immer zur Miete, immer offiziell "eine alte Katze und ein Hund, der einen Tumor auf den Stimmbändern hatte und diese amputiert kriegen musste". War kein Problem. Im ersten Fall musste ich leider wegen dem Kostenfaktor außerhalb wohnen, was grausam war (1 Bus die Stunde, nix an Sonntagen), aber im zweiten Fall wohnte ich im Zentrum und musste mir halt angewöhnen, an anderem zu sparen (Miete war sehr hoch). Wenn du in eine sehr ruhige Gegend ziehen kannst, brauchst du ja auch nicht unbedingt einen Garten. Ich hab auch keinen (eigenen), aber hier fährt ja kaum ein Auto, und wenn, dann sehr langsam.
Kompromisse wirst du machen müssen, aber arg drastisch müssen die nicht sein. Ich bin von 500 auf 60 Quadratmeter umgestiegen, dafür gabs andere Vorteile.
WG kann ich nicht empfehlen.
1. Leute mit Tieren sind insachen Rücksicht ganz unten in der Nahrungskette.
2. Den Ort, an dem man geborgen und intim sein möchte, permanent teilen zu müssen, kann belastend sein.
Kann dir zu WG gerne mehr erzählen.
Ich empfehle, Vermietern nichts von 3 Katzen zu sagen (eine Katze, 3 Katzen, who cares!), aber gleichzeitig Angebote, wo Tiere ausdrücklich verboten sind, zu meiden. Und wenn sie dahinter kommen, kannst du immer noch eine Sob Story erfinden, warum die Katzen dich brauchen oder du sie. "Seitdem ich (wichtiger Mensch) verloren habe..." - und hier: Pause, Blick zu Boden, Augenbrauen zusammenziehen, Hand vor den Mund, Knie leicht beugen - und Problem gelöst. Es sei denn, dein Vermieter heißt Adolf Voldemort.
Ich hab sogar mal gelesen, in Deutschland kann kein Vermieter eine Katze verbieten, wegen Persönlichkeitsentfaltung oder so. Aber genau weiß ich das nicht. Ich geh auf Nummer Sicher und erzähle einfach keine Dinge, die eh niemanden umbringen.
Wenn du was findest, bevorzuge Wohnungen mit Steinboden und untapezierten Wänden. Da kann nichts zerkratzt oder durch eingesickerte Ausscheidungen ruiniert werden und Vermieter sind weniger zimperlich.
Auch zu vermeiden sind angebote, wo steht:
-KLEINE Tiere erlaubt (damit sind Käfigtiere und Fische gemeint, meistens)
-Ideal für "ruhige Person" (nicht: MIAU MIAU MIAU SCHEPPER)
"Kinderfreundlich" ist auch immer gut. Kinder machen Lärm. Mehr als Katzen.
Auch wichtig, ist die Körpersprache. Vermietern gefallen ist keine reine Geld- oder Tiersache. Wenn du von Katze

erzählst, tu nicht verlegen oder als ob es ein Problem geben könnte (Hände hinterm Rücken, im Nacken, den Hosentaschen, oder sonstwo oberhalb der Gürtellinie, Blick abwenden, zögernder Ton =
Problem). Sei heiter und selbstbewusst und erzähl stolz und fröhlich davon, als gäbe es keinen Grund, was dagegen zu haben und als wäre eine Katze das Normalste auf der Welt - rede, als ob Katzen nicht mal pinkeln könnten und erwähne beiläufig, dass die Beschaffenheit des Bodens oder so, deinem Putzfimmel gerecht wird - "Aha," denkt der Vermieter, "Die lässt trotz Katze kein Stäubchen liegen!". Gerade, Blick nach vorn, Hände offen oder auf der Hüfte, Lächeln mit Zähnen.
Du glaubst gar nicht, wie weit du kommen kannst, wenn du Körpersprache gezielt einsetzt.