Tommy,der "Rettungskater"

Diskutiere Tommy,der "Rettungskater" im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Im Moment haben wir eine Miez auf Intensiv,der es gar nicht gut geht und die schon mehrfach Bluttransfusionen benötigt hat. Unsere eigenen...
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #1
Teufelchensmama

Teufelchensmama

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Im Moment haben wir eine Miez auf Intensiv,der es gar nicht gut geht und die schon mehrfach Bluttransfusionen benötigt hat.
Unsere eigenen Blutspendekatzen haben alle schon gespendet und sind vorerst gesperrt(nach einer Blutspende können unsere Katers nicht gleich wieder spenden und haben erstmal eine Sperrzeit von 2-3 Monaten).
Da aber abzusehen war,dass die Miez vorraussichtlich nochmal Blut braucht,hab ich angeboten,meine Jungs zum spenden vorbei zu bringen,wenn nötig.
Tommy wurde bereits vor 2 Jahren Blutgruppengetestet,für eine andere Miez,die aber die Blutgruppe B hatte.
Tommy hat A.
Gestern Abend ,um kurz vor halb 10,rief nun meine Arbeit an,die Miez braucht noch Blut,ob ich Tommy vorbeibringen könnte.
Natürlich war der Herr gerade draussen.
Aber,als hätte er geahnt,dass seine Hilfe nötig sei,kam er doch noch während des Telefonats rein.
Also den Dicken in den Korb gesetzt und mit Blaulichtgeschwindigkeit (zum Glück wird am Wochenende so spät Abends bei uns nicht mehr geblitzt) die 30km zur Arbeit gedüst.
Mit dem Dicken Kater im Korb im Laufschritt in die Intensiv.
Als wir ihn dann angezapft haben,hat er gaaanz toll und mit nur wenig gemecker gemacht(nomalerweise werden bei uns die meisten Blutspendekatzen sediert,brauchten wir bei ihm aber nicht),wurde ihm der ganze Rummel dann doch etwas zu viel,und er fing an zu hecheln wie ein Hund.
20 Minuten später hatte er sich immer noch nicht wirklich beruhigt,so dass ich ihn vorsichtshalber über Nacht zur Beobachtung da gelassen habe.
Als auch noch unser Chefkardiologe (der hat die Blutentnahme persönlich durchgeführt) meinte,ob er schon Herzabgeklärt wäre,hat mich das irgendwie auch beunruhigt.
Aber Heute morgen lag mein Dickerchen ganz gechillt in seiner Box auf Intensiv.
Da gings mir dann auch wieder besser.
Das mit der Herzabklärung muß ich noch mal mit unserem "Meister" besprechen,ob das gehechel wirklich von einem Herzfehler kommt,oder ob es doch nur der ganze Stress war.(hoffentlich nur der Stress)
Aber ich bin mächtig stolz auf meinen dicken Tommy!
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #2
Du kannst auch stolz sein, auf deinen Rettungskater. Das Hecheln kann vom Stress kommen, aber ich würde das Herz zumindest mal abklären.

Liebe Grüße
Eva
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #3
Ich finde es klasse, dass du deine eigenen Katerchen
als Nothelfer für Bluttransfusionen gemeldet hast! :-D

Für Tommy war das sicherlich aufregend, aber der
anderen Katze hat es das Leben gerettet. Da kann er
stolz auf sich sein und hat sich viele Leckerlis verdient!

Sein Herz wurde ja auch direkt untersucht, das Hecheln
wird wohl wirklich von der Aufregung gekommen sein.

Knuddeln deinen Süßen bitte, das hat er gut gemacht! :-D
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #4
Danke ihr Lieben,er wird gleich geknuddelt.(hab ihn ja noch hier).

Meine eigenen als Blutspender zur Verfügung gestellt hab ich aus einem einfachen Grund.
Weil ich weiß,wie es ist, wenn das eigene Tier unbedingt eine Blutspende braucht,aber kein Spender da ist.

Mein alter Kater Mikesch brauchte vor über 5 Jahren auch ganz dringend Blut.
Unsere damaligen Klinikskater waren zu dem Zeitpunkt auch alle gesperrt und mir gingen langsam die Katzen von Bekannten und Familie aus.Eine der Nichten von unserem Kater hat Blut für ihn gespendet,die andere hatte die falsche Blutgruppe.
Die Katze einer Kollegin war im Schnelltest auf eine der Infektionskrankheiten positiv (falsch positiv,wie wir heute wissen,die Dame ist fast 17 und erfreut sich bester Gesundheit).
Der Kater meines Bruders hatte ebenfalls die verkehrte Blutgruppe.
Ich war damals so verzweifelt,dass ich sogar in Erwägung zog,Katzen von der Strasse weg einfach einzusammeln,spenden zu lassen und am Einfangort wieder auszusetzen.
Dann hat von einer anderen Kollegin der Kater noch Blut gespendet,aber das hat meinem leider auch nicht mehr geholfen.In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages ist er gestorben,ohne dass wir uns noch von ihm verabschieden konnten.

Und sollte es nötig sein,muß Mützchen auch noch "dran glauben".
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #5
tommy das hast du gut gemacht.

ja, du kannst wirklich stolz auf ihn sein :smile:
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #6
Also ich finde Tommy hat wirklich Mut bewiesen... aber du ebenso Claudia!
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #7
Tommy war schon sehr mutig.(Er fand das alles aber ziemlich blöd.)
Ich wohl weniger.Ich kenn das ganze ja.
Mit unserer Dogge war ich auch über einige Jahre (etwa 4x/Jahr) zum Blutspenden.Bis er vor drei Jahren die Milz entfernt bekam und seit dem in Rente ist.
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #8
Gib Tommytiger mal einen soooo dicken Schmatzer von mir.
Find ich super, wie schnell Du gehandelt hast, und das Tommy so mitgemacht hat.Ein richtiger Tiger halt!!!
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #9
Er wird geschmatzt,sobald er sich wieder blicken läßt.
Im Moment ist er nämlich grad auf Patrouillie(Schreibt man das so?Sieht irgendwie komisch aus?).
Er muß ja schließlich nachsehen,dass sich hier in seiner Abwesenheit nichts verändert hat.
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #10
toll gemacht, ihr zwei. sowas liest man immer gerne, vor allem an einem sonntagnachmittag. genießt den sonnen-sonntag.
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #11
Ihr seid Beide super!
Knuddel den tapferen Burschen mal von uns!
Ehrlich gesagt, habe ich über Blutspenden bei Katzen noch nie nachgedacht.:oops: Das wird sich ab sofort ändern. Ich spende ja schließlich auch Blut, warum also nicht auch meine Katzen!?!
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #12
Wer denkt da schon dran,wenn die eigenen Tiere gesund sind?
Das ist,glaub ich,auch noch nicht so verbreitet,wie die Blutspenden bei Hunden.Zumal es für die meisten Katzen auch ungleich viel mehr Stress ist.
Für Hunde haben wir ,neben unseren eigenen Blutspendebeagles,eine ganze Liste von Leuten,die bereit sind,mit ihren Hunden,für eine kostenlose Blutuntersuchung und einem Obulus in Form von Futter,Impfung oder Wurmkur,regelmäßig zum Spenden zu kommen.Manche sogar am Wochenende oder Spätabends,so dass unsere Hunde nur dann Spenden,wenn ganz schnell Blut gebraucht wird.
Bei den Katzen ist es so,dass wir in der Regel unsere Spenderkater anzapfen.
Manchmal haben die Besitzer der Katze,die das Blut braucht,noch eine zweite Katze,die als Spender in Frage kommt.Oder im Familien- und Bekanntenkreis sind noch Katzen,die zum spenden gebracht werden.
Und wenn das alles nicht geht,gibt es ein paar von uns Mitarbeitern,die ihre Katzen zum spenden zur Verfügung stellen.
Da meine Freigänger sind,kommen die wirklich nur dann in Frage,wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt,weil die ja doch mit manchem in Kontakt kommen,was man auf die Schnelle gar nicht untersuchen kann.Besser Blut von einem Freigänger,als gar keines.

Aber bei Tommy weiß ich jetzt immerhin,das er im Schnelltest auf die Infektionskrankheiten negativ und sein Blut,bis auf etwas erhöhten Harnstoff(kann vorkommen,wenn sie kurz vorher gefresssen haben oder mal bei DF,was ich bei Tommy nie weiß,da er nur draussen geht),auch völlig in Ordnung war.
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #13
Hallo Claudia.
Du hast einen kleinen Held .Hast du ihn auch tüchtig belohnt. Knuddel ihn mal von mir. Auf Tommy kannst du ganz stolz sein.
L.G. Kathi.
 
  • Tommy,der "Rettungskater" Beitrag #14
Bin ich auch Kathi,vor allem,weil er das alles super lieb mitgemacht hat.
Von den ganzen Lobesknuddlern ist Tommy schon ganz rot:oops: geworden.Aber er freut sich und schnurrt danke.
 
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