Hallo,
mein Kater (9) zieht sich nach dem Tod meiner Katze (15) zurück. Er ist als Welpe zu ihr gekommen und ist lieb und verschmust und tobt beim Spielen auch richtig schön. Die Katze musste ich beim Tierarzt einschläfern lassen. Die ersten Tage hat er sich immer umgesehen, wo sie bleibt und ist zu ihren Plätzen gegangen und hat nachgesehen. Nach 6 Tagen jetzt liegt er den ganzen Tag nur irgendwo rum und schläft. Früher ist er immer zu mir gekommen und hat sich auf meinem Schoß zusammengerollt, jetzt will er alleine sein. Er lässt sich streicheln und schnurrt auch, sieht aber ziemlich müde und traurig aus, geht mir aber ehe aus dem Weg.
Er frisst und trinkt weniger als früher, aber nicht zu wenig, soweit ich das einschätzen kann. Da er aber immer nur mit der Katze zusammen gefressen hat, muss ich ihn jetzt zum Fressen animieren, indem ich ihm die Kugeln des Trockenfutters (Royal Canin) hinwerfe. Dann frisst er auch ein wenig.
Ist das noch Trauer oder beginnt er, depressiv zu werden, falls es das gibt?
Ich sehe mich im Tierheim schon nach anderen Katzen/Katern um, die aber natürlich vom Wesen her passen müssen (lieb, verschmust, nicht dominant) und so 7 bis 9 Jahre alt sind. Bisher nichts gefunden, obwohl ich schon zwei Tierheime abgeklappert habe, aber das darf man ja auch nicht übers Knie brechen.
Was kann ich machen? Soll ich ihn erst einmal in Ruhe lassen? Soll ich Bachblüten aus der Apotheke holen? Oder so schnell wie möglich eine andere Katze/einen anderen Kater holen?
Vielen Dank für die Hilfe.
Es ist so frustierend. Erst stirbt meine liebe Kleine nach 15 Jahren, und nun habe ich Angst um den Kater.