Oha, das hört sich aber gar nicht gut an. Ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe einfacher ist als getan, aber wenn Du zeigst, dass Du Angst vor ihr hast, dann wird sie es immer wieder tun bzw. irgendwann ganz austicken.
Manchmal streichel ich Samiras Bauch. Mal findet sie es toll, ein anderes Mal dagegen überhaupt nicht, egal ob ich mit ihr schmuse oder nicht. Einmal beim Schmusen und streicheln verkrallte sie sich richtig schmerzhaft in meine Hand und in meinem Arm, einfach so. Da habe ich ihre Pfoten festgehalten trotz der Schmerzen. Da kenne ich nichts. Sie guckte mich nur noch mit großen Augen an nach dem Motto:"Hm, scheiße, die lässt sich das nicht gefallen." Ein anderer Fall letztes Jahr war jener, dass Akira sich in der Jalousieschnur in meinem Badezimmer mit ihrem linken Hinterbein völlig verheddert hatte. Ich hörte nur noch ein Fauchen, Knurren und Schreien. Ich lief zu ihr hin, um ihr da heraus zu helfen. Die Folge daraus war, dass Madame mir volle Kanne richtig tief in meine linke Hand biss, dass das Blut richtig schön floss. Aber ich zog meine Hand nicht weg und ließ mich auch nicht davon beeindrucken. Im Gegenteil! Ich befreite sie aus dieser Schnur trotz der sagenhaft schmerzhaften Bisse. Im Anschluss musste ich mir erstmal die Hand richtig waschen, desinfizieren und verbinden lassen, damit sich keine schlimmeren Entzündungen oder Blutvergiftungen entwickeln konnten. Es lief aber alles gut und glatt ab.
Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass Du ihr nicht zeigen darfst, dass Du Angst vor ihr hast. Tiere merken so 'was ganz schnell und wissen dann Deinen Schwachpunkt. Katzen können dann auch richtig die Wohnung bzw. deren Besitzer tyrannisieren. Ich kannte mal so ein Exemplar von Kater, dessen Besitzerin ihn durch Tobe- und Kampfspiele in die Richtung gelenkt hatte. Das Resultat war nachher, dass kein Besucher mehr vor diesem Kater sicher war. Das war richtig schlimm. Als Kinder und natürlich auch die erwachsenen Besucher hatten richtig Angst vor diesem Biest. Diesen Kater habe ich immer noch vor Augen, auch wenn er schon lange tot ist. Trotzdem hatte ich mir geschworen, dass meine Katzen nicht so werden. Sie sind es glücklicherweise auch nicht. Sie sind Gott sei Dank menschenbezogen oder eher scheu, aber in keinsterweise agressiv.
Das ist mit Hunden genauso. Man soll auch einem Hund nicht zeigen, dass man Angst vor ihm hat bzw. ihm zeigen, wer hier wirklich Herr im Hause ist. Meine Katzen wissen jedenfalls, dass sie mir mit Kratzen und Beißen nicht kommen können, wenn sie mal schlechte Laune haben sollten, was äußerst selten passiert. Oder wenn sie Blödsinn anstellen, fauche ich sie in ihrer Sprache auch mal richtig an. Damit wissen sie letztendlich, dass sie gewisse Dinge nun mal nicht dürfen.