Hallo zusammen...
vor 3 Wochen bin ich mit meinem Freund zusammen gezogen. Er hat 1 Katze (Narnia (3)) und 3 Kater (Grisou (2), Attila (3) und Nero (2)) mit ins neue 120qm-Häuschen mitgebracht, ich meine beiden Kater "kleiner Mann" (2) und "schwarzer Mann" (3).
Wir haben alle 6 zusammen geholt und gleichzeitig aus ihren Körben gelassen. Die Fahrt von ca. 30 Minuten haben sie gemeinsam im Auto verbracht - so konnten sie schonmal "riechen" was auf sie zukommt. Wir haben sie also im oberen Flur rausgelassen, wo in alle Richtungen Räume sind und sich jeder wie er mag zurückziehen kann.
Es gab keine Prügelei und kein großes Geschrei. Zaghaft wurde sich beschnüffelt, mal hier und da etwas Fauchen. Aber wirklich nichts, was mir Sorgen gemacht hätte. Die erste Nacht war auch noch relativ ruhig, jeder verzog sich in eine stille Ecke und der ein oder andere verbrachte auch einige Zeit bei uns im Bett. Es waren immer alle Räume frei zugänglich und wir sorgen für genügend Hölen, die Kratzbäume waren auch schon aufgestellt. Es ist auch heute noch so, dass alle Räume für die Katzen offen stehen.
Erst fing mein "kleiner Mann" an, meinen "schwarzen Mann" anzugehen. Er knurrte und fauchte ihn an, wenn er an ihm vorbei ging oder gar seine Nähe suchte, dann haute er auch zu. Ich schob es auf den Stress und dass der kleine Mann einfach überfordert war von den ganzen neuen Eindrücken und den neuen Katzen. Nach zwei Tagen hatte sich das zum glück erledigt und heute spielen und kuscheln sie wieder wie gewohnt miteinander.
Die beiden Kater Grisou und Nero von meinem Freund waren in ihrem alten Haus immer sehr schreckhaft und ließen sich kaum anfassen. Im neuen Heim sind sie sehr zutraulich geworden und lassen sich auch gerne kraulen.
Mein "kleiner Mann" hat eigentlich mit keiner der Katzen meines Freundes Probleme. Er ist zwar sehr draufgängerisch, aber nicht böswillig ihnen gegenüber. Er möchte spielen, und klar, auch irgendwo seine Grenzen abstecken. Mit Attila hat er sich sehr gut angefreundet, die beiden kuscheln schon miteinander auf dem Kratzbaum. Auch Narnia spielt gerne mit dem "kleinen Mann" und sie jagen sich spielerisch durchs Haus. Auch der "schwarze Mann" hat mit den beiden keine Probleme. Nero hält sich mehr oder weniger aus allem raus.
Jetzt aber zu der Kombination Grisou und schwarzer Mann/kleiner Mann.
"Schwarzer Mann" und Grisou werden sich bisher so gar nicht grün. Klar, nach 3 Wochen kann man keine Wunder erwarten und ich denke mir, dass diese Zusammenführung noch ein paar Monate dauern wird, bis sie erfolgreich abgeschlossen ist. Jedenfalls streiten die beiden sich sehr oft, und das auch mit Gehaue, Gejaule und Gefauche. Nichts mit blutigem Ende, aber dennoch mit einer ungemeinen Vehemenz.
Es gibt Momente, da können die beiden problemlos aneinander vorbei gehen. Beim Fressen ist es relativ ruhig, bis auf ein gelegentliches Geknurre von Grisou, der klar machen will welcher sein Napf ist. Man kann auch mit beiden gemeinsam spielen, da gehen sie sich auch nicht an.
Aber dann gibt es Momente, da hockt Grisou zum Beispiel mitten im Flur/Zimmer und der schwarze Mann steht in unmittelbarer Entfernung und guckt ihn an. Grisou fängt heftig an zu knurren und fauchen, teilweise jault er auch dabei. Der schwarze Mann bekommt dann einen buschigen schwanz und pirscht sich an, bis er vor ihm sitzt/hockt und hebt nach einer Zeit auch die Pfote, schlägt aber nicht direkt zu. Irgendwann will Grisou dann nur noch weg und sobald er losläuft, greit der schwarze Mann an.
Und manchmal ist es so, dass sich dann der kleine Mann auch noch einmischt und die beiden Grisou einkesseln.
So, meine Frage nun: wie verhalten wir uns am besten?
Wie kann man das Verhalten vom schwarzen Mann deuten? Für mich sieht es so aus, als ob ihn das geknurre provoziert.
Meinem Freund, dem das tierisch auf die Nerven geht und der sich natürlich Sorgen um seine Katze macht, versuche ich zu erklären, dass die beiden/drei das unter sich ausmachen müssen. Und dass wir ihnen einfahc Zeit geben müssen. Aber er vergleicht immer damit, wie es bei den anderen geklappt hat und manchmal hört es sich so an, als würde er am liebsten einen von beiden abgeben und aufgeben.