Ich bin ganz traurig, obwohl ich sie kaum kannte.
Oopsie, die Katze meines Vaters, tauchte vor Kurzem von einem 10tägigen Verschwinden wieder auf, in ganz miesem Zustand. Mein Vater und ich haben ein paar Trips zum Tierarzt gemacht, und bei einem davon stellte der
Tierarzt einen Tumor am Bein fest. Heute brachte ich Oopsie, 11 Jahre alt, zum Röntgen bei einem anderen
Tierarzt, der überhaupt solches Gerät
hat, und erst habe ich den Tumor gar nicht gesehen, weil er praktisch den ganzen rechten Oberschenkel bedeckt und aussieht wie ein Teil vom Bein.
Leider ist das Osteosarkom so fest mit Muskel und Knochen verbunden, dass man es nur durch Amputation hätte entfernen können. Es gibt noch keine Metastasen. Aber Oopsies schlechter Allgemeinzustand lässt keine OP zu, und wenn sie die Narkose überstehen würde, hätte sie wohl auch nur etwa 2 Monate zu leben. Bis sie sich von der Amputation erholt hätte, wäre diese Zeit wohl vorbei.
Sie ist blutarm, was rosa sein sollte, ist weiß und sie hat Schmerzen.
Die Tierärztin hat ihr ein Schmerzmittel gegeben, das bis morgen hält, ich hab ihr ein paar Döschen besonders feines Fancy Feast gekauft, und mein Vater und seine Bekannte, die ihm, zusammen mit meinem Bruder, Oopsie vor 11 Jahren, im Alter von knapp 4 Wochen, aufgeschwatzt hatte, und mein Bruder, nehmen jetzt Abschied von ihr. Morgen Nachmittag wird sie erlöst werden.
Ich hab Oopsie kaum gekannt, sie saß immer schüchtern in ihrer Ecke in der Wohnung meines Vaters, und trat das Rampenlicht der anderen Katze, "Fuya die ambulante Neurose", ab. Als mein Vater sein Bein in Gips hatte, hopste Fuya lustisch auf dem Bruch rum, Oopsie trost-schmuste mit ihm. Oopsie ist seine Lieblingskatze, und auch seine Freundin und mein Bruder hängen sehr an ihr. Klein-Oopsie und ihr Brüderchen waren Findelkätzchen, ihr Bruder hatte die Nacht nicht überlebt, aber mein Vater hat Oopsie päppeln können und sie war ihm dafür immer dankbar und bescheiden, und hatte immer gute Manieren. All das fehlt Fuya :lol:
Es ist wirklich traurig, mein Sozo und seine Schwester Minikui sind auch 11 und wirken viel, viel jünger als die arme Oopsie nach ihrer Rückkehr.
Im Gedenken an Oopsie, wird das Ladenschild des Buchhandels meines Vaters, wenn er den Laden endlich offline eröffnet (Website läuft längst), Oopsie zeigen, und zwar ausgeschnitten auf Holz, 100x100 cm, eine dicke, faule Oopsie, wie sie zu besseren Zeiten war, unter einem Buch.
Sie heißt übrigens so, weil sie hinten schon immer irgendwie schief gelötet war und etwas seltsam lief. Das war ihr großes "Ups".
Oopsie wird uns allen fehlen.
Ein paar Oopsies...