Futtermittelallergie
Sehr geehrte Frau Schroll,
auf Umwegen bin ich zu dieser Website gelangt, und hoffe, dass Sie mir eine Antwort in Bezug auf alternative Medizin geben können. Mein Kater Felix ist ein normaler Hauskater, der nicht rauskommt. Er ist jetzt 8 Jahre alt. Im Jahr 1994 habe ich durch einen Bluttest feststellen lassen, dass Felix allergisch auf Fisch reagiert.
Das hat sich in Form von Ödemen gezeigt. Diese konnten in Form von Anti-Histamin-Spritzen wieder zum Abschwellen gebracht werden. Zu dem Zeitpunkt war es dann ziemlich einfach, auf Fisch-Produkte zu kaufen, ist ja schließlich auf der Verpackung gekennzeichnet. Seit 2 Jahren ist nun ein neuer Allergiezweig zugekommen.
Er hatte schlimme Hautekzeme, die wir uns nicht erklären konnten. Erst dachten wir, es läge an der Wärme. Eine Spritze mit einem Vitamin-B-Komplex und einem Antibiotikum (?) haben diese Symptome schnell zum Abklingen gebracht.
Letztes Jahr ist die Allergie dann schlimmer geworden. Erst als der Tierarzt meinen Felix in Narkose gelegt hat, konnte ihm Blut abgenommen werden, er hat eine schreckliche Aversion gegen Tierärzte.
Es wird immer schlimmer. Es war eine schlimme Tortur. Das möchte ich Felix nicht mehr zumuten. Wie gesagt, der erneute Bluttest hat dann ergeben, dass Felix hochgradig (3 bis 4 Grad) gegen Fisch (wie oben bereits erwähnt), gegen Geflügel, gegen Soja und gegen Hausstaub allergisch reagiert.
Gegen andere Sachen war er geringfügig allergisch. Ich habe mich auch mit Tierfutter-Herstellern auseinander gesetzt, die mir nur bedingt Auskunft gaben, was ich verfüttern könnte. Animonda war da sehr offen, und hat mir zurückgeschrieben, welche Sachen ich füttern könnte.
Jedoch kommt es immer wieder vor, dass es zu Ausbrüchen kommt. Dazu muß ich sagen, dass ich ein neues Futter von Animonda gegeben habe, auf dem ich überlesen hatte, dass dort pflanzliche Eiweißprodukte = Soja enthalten ist. Tja, nun ist die Allergie wieder hochgradig ausgebrochen.
Sie zeit sich wie gesagt in Hautekzemen. An einer Stelle am Oberschenkel und in der vorderen Achselhöhle hat er sich regelrecht das Fell weggebissen und hat jetzt wunde Stellen, die nur langsam verschorfen, weil er natürlich ständig am Lecken ist.
Ich hoffe, dass Sie mir eine Antwort geben können, wie ich diese Hautekzeme in den Griff bekommen kann.
Ich habe jetzt schon mehrmals was über Vitamin A,C und E gehört. Wie steht es mit Calendula- oder Arnika-Salben?
Kann man die bedenkenlos anwenden? Ebenso habe ich etwas über nasse, kalte schwarze Teebeutel gehört. Das Tanin soll wohl den Juckreiz lindern?
Für eine Antwort wär ich Ihnen sehr dankbar.
Antwort:
Der wichtigste und wesentlichste Zugang fuer die Therapie futtermittelallergischer Katzen ist die Ausschluss- oder Eliminationsdiaet.
Das bedeutet, dass man die Futterbestandteile auf moeglichst wenig Komponenten reduziert:
z.B. eine Eiweissquelle Fleisch und eine Kohlenhydratquelle z.B. Reis oder Kartoffel. Das bedeutet aber auch, dass man diese Ration selbst kochen muss, weil nur dann sicher ist, was die Katze tatsaechlich frisst.
Sobald die Symptome weg sind - in der Regel nach 10-16 Wochen - kann man einzelne zusaetzliche Komponenten zufuettern.
Fuer laengerfristige Allergiediaeten wuerde ich eine ausgewogene Ration mit einem entsprechenden Computerprogramm beim Tierarzt ausrechnen lassen. In Einzelfaellen kann man diese Katzen auch wieder auf kommerzielles Futter umstellen, nicht immer ist das moeglich.
Sollte sich unter der Eliminationsdiaet keine Besserung einstellen, kann auch eine Hyposensibilisierung gegen die noch vorhandenen Allergien - Milben - erwogen werden.
Lokale Behandlung bei der Katze ist eher nicht sinnvoll. Hilfreich kann aber eine solide homoeopathische Therapie sein, weil dadurch konstitutionelle Schwaechen der Katze behandelt werden.
Ganzheitlich orientierte Tieraerzte sind unter
www.ggtm.de zu finden.
Nach eingehender Diagnose und Repertorisierung bekommt die Katze dann genau das zu ihr passende Praeparat.