Erhält unsere Mandy einen Kater...?

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ulwo2001

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Hallo und einen guten Tag ins Forum.

Ich bin neu hier und muß sagen, dass ich das, was ich bisher so gelesen habe toll finde.Ein prima Forum.

Nun habe ich selbst - aus einer absoluten Ahnungslosigkeit heraus -eine Frage. Vielleicht kann mir
jemand helfen.

Unsere Mandy, eine Maine Coone-Dame von 1 1/2 Jahren lebt bislang solo in unserem Haushalt. Nun überlegen wir, ob sie nicht vielleicht einen Freund bekommen soll. Es gibt auch schon einen "Bewerber": einen gleichaltigen, allerdings frisch kastrierten Maine Coone-Kater.

Nun zu meiner Frage:

geht das gut ? Oder spielt unsere Mandy dann verrückt, wenn in ihrem Revier plötzlich ein junger Katzen-Mann herumturnt ? Wer kann mir da aus seiner Erfahrung oder seinem Wissen hierzu etwas berichten ? Verändert sich das Verhalten unserer Katze ? Der Bräutigam war bislang Zuchtkater in einer Zucht, mußte aber aus Gesundheitsgründen kastriert werden.
Unsere Mandy ist von uns bewußt noch nicht sterilisiert worden, das wollten wir uns ggfls. noch "aufheben"..

Vielen Dank vorab für die Profi-Infos !

Lieben Gruss aus Berlin

Uli :roll:
 
13.02.2003
#1
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Dot

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Hallo Uli
Ich finde es toll das ihr eurer Kätzin einen Partner holen wollt. Coonies sind doch sehr gesellige Katzen und verträglich. Eure Mandy ist ja noch sehr jung und ich denke es wird bei der Zusammenführung keine großen Probleme geben.
Anfangs muss natürlich mit Fauchen und streiten gerechnet werden, dass verläuft sich aber meist im Sande wenn die Revierbereiche geklärt sind. Keine Angst das sieht schlimmer aus als es ist. Die zwei werden das unter sich ausmachen und es ist nicht nötig sich einzumischen, außer es fließt Blut. Das hab ich aber ehrlich gesagt noch nie erlebt. Wichtig ist das ihr eure Lady immer ein wenig bevorzugt und ihr klar macht das sie die Nummer eins bei euch ist.
Zu dem Kater..hm er ist 1,5 und war Zuchtkater? Aber sicherlich nicht lange oder? Und was für gesundheitliche Probleme gab es ? Weswegen ist er aus der Zucht genommen worden?
Ihr braucht eure Mandy nicht gleich kastrieren wenn der Kater kastriert ist. Kann ja nix passieren *g*
Ich wünsch euch gute Nerven, aber wenn die este Hürde genommen ist werdet ihr sehr viel Freude haben mit den Zweien *g*
LG
Dot (vier Coonies die sich auch zusammengerauft haben)
www.dots-cooniewelt.de
 
I

Inge

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Hallo Uli,

ich muß Dot ein wenig widersprechen: ein frisch kastrierter Kater ist noch einige Wochen lang in der Lage zu decken, besonders, wenn er weiß, um was es geht!

Warum wollt ihr eure Katze noch "aufheben"?. Habt ihr euch mit dem Thema Zucht schon ausreichend befasst? Habt ihr überhaupt die Genehmigung der Züchter euer Katzen? Wenn sie euch als Liebhabertier verkauft wurde, hat das sicherlich seinen Grund.

Wollt ihr eure Katze jetzt ständig rollen lassen, bis ihr wisst, was ihr wollt? Damit tut ihr der Katze keinen Gefallen, sie leidet, und ihr werdet es wahrscheinlich auch (ich denke da nur an die Liebesgesänge..... :-? ). Ein hormonelles Unterdrücken der Rolligkeit birgt ebenso eine Menge Gefahren, Eierstockzysten, Gebärmuttererkrankungen, Gesäugetumoren, alles Sachen, die ihr durch die Kastration eurer Katze verhindern könnt.

Auch solltet ihr bedenken, dass gerade ein Kater, der in der Zucht eingesetzt war, durch die Kastration nicht zwingend alles "vergisst". Es kann ohne weiteres noch sein, dass er versuchen wird, die Katze zu decken. Das führt dann zum Eisprung, der bei der Katze durch den Deckakt ausgelöst wird, nicht durch die Rolligkeit. Wenn dann keine Befruchtung stattfindet, können sich fiese Gebärmutterentzündungen bilden.

Solltet ihr jedoch überlegen, die Katze schnellstmöglich zu kastrieren, werden die beiden sich bestimmt schnell anfreunden. Wie Dot schon schrieb: ein wenig Gefauche und Geknurre wird es geben, aber nach ein paar Tagen werden sich beide freuen, Gesellschaft zu haben.
 
D

Dot

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@ Skovcat

Hallo Skovcat
Sorry, Du hast natürlich vollkommen Recht. Ich habe das "frisch" bei kastriert überlesen. Ich dachte er ist schon kastriert und zwar länger.
LG
Dot
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G

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@skovkat:
Recht hast Du! Eine unkastrierte Katze, die mit ihren Hormonschwankungen allein gelassen wird, quält sich unnötig. (Ein Kater natürlich genau so)
Und ein Vermehren (im Gegensatz zum Züchten!!!) spräche auch nicht gerade für einen Verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier.
In so fern ist eine Kastration des Tieres (so man nicht vorhat, mit dem Tier zu züchten) EIGENTLICH Pflicht...
Was mich persönlich an der ganzen Kastrationsdiskussion stört, ist, wie man das Wort "Zucht" interpretiert:
Für die große Menge der Katzenhalter ist doch Zucht ausschließlich rassenreines Vermehren - sprich ein Mischling (oder "Bastard", wie Mischlinge in der fachsprache genannt werden) ist eigentlich unerwüschtes Vermehrungsprodukt und weniger wertig als ein Rassetier. Hmmm... für MICH ein unschöner Gedanke! :x
Genau so wenig gefällt mir, dass es eigentlich keine Züchter (wenn ich irre, bitte berichtigen!!!) für die "gewöhnliche" EKH gibt. So dass doch all unsere EKH eben jene Produkte "verantwortungsloser Vermehrung" sind.
Ist es nicht so, dass, so lange man die Nachkommenschaft seiner Katzen in verantwortungs- und liebevolle Hände vermittelt, auch eine Vermehrung von EKH oder gar verschiedenen Rassen durchaus legitim ist?

Um jetzt nicht schon wieder einem :evil: Ansturm der Entrüstung :evil: ausgesetzt zu sein: Unser Spiky wurde letzten Freitag kastriert (und gechipt) im Alter von ca 6 Monaten (geschätzt, da vom Bauernhof geholt).
 
P

Paddy

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Hallo Inkubus,

du bist ein ganz schöner Rassist :lol: ....!!! Nein, nein, ich weiss ja inzwischen schon wie du es meinst und jeder hat Gott sei Dank eine andere Meinung.

Ich bin nur froh, dass nicht nur Rassekatzen gezüchtet werden sondern auch anderen "Unfälle" passieren sonst hätte ich nämlich nicht so zwei liebe und süsse Katzen die so rein gar nichts von einer Rassekatze haben.

Ich bin aber auch deiner Meinung, dass Uli ihre Mieze kastrieren lassen sollte weil sie sich sonst nur quält und ständig rollig wird. Ich persönlich würde es gar nicht aushalten eine ständig rollige Katze zu Hause zu haben. Mir hatte es damals schon gereicht als unser Lieschen das erste Mal rollig war (vor 10 Jahre hiess es halt noch, die Katze sollte mindestens einmal rollig gewesen sein bevor man sie kastrieren kann).
Sie ist den ganzen Tag jammernd durch die Gegend gelaufen und hat sich hinfallen lassen und sowie man sie auch nur ein bischen angefasst hat ist das Hinterteil hochgegangen !!!

Viele Grüße....Paddy...
 
G

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@paddy: Du scheinst mich falsch verstanden zu haben (oder ich habe mich wieder zu doof ausgedrückt). Ich finde es gerade doof, dass die herrschende Meinung zu sein scheint, dass sich keine Katzenrassen kreuzen dürfen und kein Mensch mehr EK Hauskatzen züchtet. Ich denke, dass, wenn sich jeder daran halten würde, sehr viel wunderbare Tiere nicht geboren worden wären...
Dies würde ich gern zur Diskussion stellen und mal ein paar Meinungen dazu hören...

Übrigens beobachte ich einen interessanten Effekt bei meinem Kater, seit dem er vor einer Woche kastriert wurde (war vorher glaube ich nicht so)
Wenn er auf den Hinterbeinen sitzt und man ihm vom Hals an über den Rücken streichelt, steht er mit den Hinterbeinen auf, sobald man mit der Hand an die Schwanzwurzel (den Hinteren, nicht den Mini :lol: :lol: ) kommt.
Liegt das am Wundschmerz? Er ließ sich auch die ersten 3-4 Tage sehr ungern streicheln...
Mittlerweile ist er aber wieder ein richtiger Schmusekater geworden...
 
P

Paddy

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Hallo Inkubus,

sorry - hatte dich falsch verstanden mit dem Züchten - habe wohl zu schnell gelesen :-?

Das mit dem hinten Aufstehen macht mein Kater aber auch und er ist schon seit 9 Jahre kastriert aber er brummt dabei und es ist ihm wohl nicht unangenehm.

Viele Grüße....Paddy.....
 
Mareen

Mareen

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Hallo !!

Also ich kann mich der Meinung von inkubus nur anschließen.... Wieso soll eine "Vermehrung" so schlimm sein? Man muß glaube ich zwischen unkontrollierter Vermehrung und geplanter Vermehrung unterscheiden. Alleine schon das Wort "Bastard" ist doch wohl das allerletzte... ganz schön traurig...

Mareen
 
metson

metson

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Hallo,

ich habe auch eine "Unfall"-Katze, allerdings von verantwortungsvollen Privatmenschen, die den ungeplanten Wurf (die Katze war ziemlich frühreif...) vermittelt haben. Aber ich habe auch eine Katze vom Tierschutz, die ausgesetzt wurde, vermutlich, weil sie "übrig" und damit lästig war. Kenne also beide Seiten. Und ich glaube, solange es noch so viele Bauernhöfe oder soviele nicht verantwortungsbewusste Katzenbesitzer gibt, müssen wir uns keine Sorgen machen, dass Feld-Wald-Wiesen-Mischungen aussterben. Allerdings halte ich es durchaus für o.k., wenn jemand beschließt, seine EKH oder sonstwas Katze einfach mal Junge bekommen zu lassen, wenn man weiß, wohin mit dem Nachwuchs. Das muss jeder für sich entscheiden. Wenn man das jedoch nicht vorhat, ist es m.E. eine Qual, Katzen nicht kastrieren zu lassen. Meine beiden sind es übrigens.

Ich persönlich, und ich glaube, da bin ich nicht allein, lege gar keinen Wert auf Rasse einer Katze, und ich mag eigentlich die normalen EKHs am liebsten, würde aber mich sicher in eine Siam, einen Perser oder eine sonstige Rasse genauso verlieben können. Ich kann gut verstehen, dass es Züchter gibt und diese auf bestimmte Rassemerkmale Wert legen - jedem das Seine. Aber mir ist es wurscht, ob eine Katze nun tabby-dies oder Fehlfarbe-das hat.

Ich glaube, die Krux an der Sache ist doch die: Züchter bekommen ihre Jungtiere leicht los, weil es viele Liebhaber gibt. Ungeplanter Katzennachwuchs vom Bauernhof etc. ist aber viel mehr vorhanden und daher bleiben viele Kätzchen einfach über. Kurzum: Jeder Katzenbesitzer sollte halt selbst Verantwortung übernehmen.

Gruß
Sonja
 
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@mareen

Lass mich mal den Oberlehrer spielen:
Das Wort Bastard ist eigentlich ein relativ wertfreier biologischer Fachbegriff, der Mischlinge egal welcher Art zwischen verschiedenen Rassen bezeichnet.
Den negativen Geschmack bekam der Begriff erst durch den Gebrauch außerhalb der biologischen Fachsprache. Und natürlich dadurch, dass er in der rassistischen Denkweise auf Menschen unterschiedlicher "Rassen" (sprich Völker) angewendet wird, die ja in den Augen der Faschisten minderwertig sind (definitiv NICHT MEINE Meinung!!!!!!!!) Und natürlich durch die Sichtweise einiger Züchter (besonders bei Hunden), die Mischungen zwischen Rassen als minderwertige Tiere sehen.

Aber um diesen Thread mal ein wenig Leben einzuhauchen, möchte ich hier mal (wieder) eine provokante These zur Diskussion stellen:
Ist nicht eigentlich der Zuchtwahn und die Rassengruppierung ein wenig pervers? Sind nicht Dinge wie "Rassenstandarts" eigentlich Lebewesenverachtend. Da werden bestimmte eigenschaften Herausgezüchtet, die mit dem "Gebrauchseinsatz" (bei Katzen wohl zumindest vorrangig das Mäusefangen) oder den natürlich durch Evolution des Tieres erlangten Merkmalen nicht im mindesten entsprechen und oft eigentlich krankhaft sind (so HDS bei Schäferhunden, Augenkrankheiten bei einigen Hunde- und Katzenrassen, fellose Katzen, Katzen ohne Schwanz usw. usf.)
Viele dieser hochgezüchteten Rassen würden in freier Wildbahn (so es so etwas noch gäbe) nie überleben. Zumindest wären da die "gewöhnlichen" EKH doch vielen Rassen gegenüber klar im Vorteil.
Somit ist doch eigentlich die Wertgruppierung von Tieren (so man einem Tier überhaupt einen monetären Wert zuweisen kann) krank.
Für mich persönlich wäre ein adeliger Name eines Tieres eher ein Grund, das Tier nicht bei mir aufnehmen zu wollen.
'Wie gesagt, die These ist absilchtlich so provokant formuliert. Meine persönliche Meinung kommt dem aber schon sehr nahe, wenngleich sie aber wesentlich differenzierter ist :wink: )
 
D

Dot

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Hallo Inkubus
Ein heißes Thema, ohne Zweifel aber ich möchte meine Gedanken doch mal dazu aufschreiben.
Du schreibst von Zuchtwahn, ok sowas kann ich auch nicht verstehen. Für mich muss ein Katze einen Schwanz haben, Fell, gerade Ohren ect.
Aber Rassengruppierungen finde ich schon natürlich und wichtig.
Schauen wir uns mal die URkatze an. Im alten Ägypten war sie zierlich hatte wenig Fell was den dortigen Temperaturen angepasst war. Durch die Verbreitung der Katze auf der Welt hat die Natur selbst neue Rassen gebildet in den kalten Regionen, es gibt ja nicht nur die Tropen;-), entwickelten Katzen ein dichtes Fell welches sie vor Kälte und Nässe schützte. Also hat die Evolution schon für eine zweite Rasse gesorgt und so entwickelten sich ganz natürlich verschiedene Katzenrassen die ihrer jeweiligen Umgebung angepasst waren. In den gemässigten Klimazonen entwickelten sie die Kurzhaarigen Rassen wozu auch die EKH gehört.
Gute Züchter machen nichts anderes als die natürlichen Merkmale der Katzen hervorzuheben und die Ursprünglichkeit im Aussehen und Charakter zu erhalten.
Launen der Natur, wie Schwanzlosigkeit, fehlendes Fell ect. sind meiner Meinug nach nicht! als Grundlage einer neuen Rasse anzusehen. Da bin ich strikt dagegen und man sollte Katze auch Katze sein lassen und nicht nach menschlichen "Idealbildern" züchten. Wenn dann auch noch gesundheitliche Einschränkungen dazu kommen finde ich so etwas unverantwortlich dem Leben gegenüber.
Mann könnte ja jetzt hergehen und sagen jeder sollte nur der Umwelt angepasste Katzen haben..das wäre hier in Europa dann die EKH, aber kann ich denn jemandem vorschreiben was für ein Haustier er haben möchte? Also gibt es eben auch Langhaarige, Kurzhaarige Katzen hier und ich sehe keinen Grund diese Vielfalt einzuschränken. Letztendlich ist es der Katze schnurz egal ob sie ein "Von undZu" im Namen trägt und wenn ich meine Halblanghaarkatzen rasieren würde sehen sie immer noch aus wie Katzen, vielleicht sogar wie EKH.
Ganz klar gesagt..ich bin absolut gegen "Qualzüchtungen" aber eine gewisse Vielfalt sollte auch bei Katzen nicht gleich als negativ eingestuft werden. Wir Menschen sehen ja auch nicht alle gleich aus. :wink:
LG
Dot
 
G

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Hi Dot!
Klar, ich denke mal, dass man zum Thema Qualzucht eigentlich keine andere Meinung haben kann und ich mir (wohl wahrscheinlich mal wieder etwas vorschnell) den Luxus gönne, bei DIESEM Thema keine andere Meinung als tierfreundlich anzuerkennen.
So viel zu den Gemeinsamkeiten und jetzt auf in die Schlacht :wink: :
Zu der evolutionären (ist doch das Adjektiv zu Evolution, oder?) Herausbildung von Rassen: Klarer Aufschlagpunkt für Dich. Klar haben sich auch durch Evolution unterschiedlichsten Formen von Katzen für unterschiedlichste örtliche Begebenheiten gebildet. Und so man dem Tier aus Afrika, Asien oder (so es so etwas gibt - keine Ahnung) den Polarregionen Wohlfühlbedingungen bieten kann, soll man es auch gern tun. (Ich bin IMMER für Multi-Kulti :wink: )
Als Randbemerkung dazu: Da ich mich bei Hunderassen besser auskenne wähle ich mal eine Beispiel aus diesem Metier. Sibirische Huskies werden in Deutschland sehr häufig gehalten. Abgesehen davon, dass diese Tiere extrem viel laufen müssen, was leider nicht alle hier gehaltenen Exemplare dürfen (man bedenke die Unsitte, Huskies in großstädtischen Zweizimmerwohnungen zu halten), sind diese Tiere aufgrund ihres dichten Felles in mitteleuropäischen Sommern stark eingeschränkt und leiden unter der vile zu großen Hitze. Es gilt also zumindest zu bedenken, ob sich jede Rasse (Hund oder Katze) für die Haltung in der Wohnung eignet.

Als weiterer Returnschlag sei folgendes bemerkt: Nehmen wir das Beispiel von Perserkatzen (schöne Tiere, die ganz sicher ihre Berechtigung haben - man schaue nur in den Thread mit dem "Zugelaufenen"). Ich kann mir schwer vorstellen, dass diese Tiere aufgrund ihrer Umwelteinflüsse solch ein langes (lang, nicht unbedingt dicht!) Fell und solch eine Platte Schnauze (oder "Maul" bei Katzen???) bekommen haben.
Für mich sehen diese Tiere eher wie Modezuchten aus - ganz abgesehen, dass einige hochgezüchtete Exemplare Atembeschwerden erleiden. Und Modezuchten wiederum halte ich für falsch. Da bekommt das ganze so einen leicht arroganten touch von Gott-spielen, so nach dem Motto "Lassen wir die Katze doch mehr so oder so aussehen; Kreuzen wir die Rosa Ohren mit den gelben Pfoten um das und das Ergebnis zu erzielen".
Und damit zu dem, was für mich ein echtes Reizthema darstellt: Rassestandarts. Ganz abgesehen, dass ich persönlich diesen rassistisch (dem Tiere gegenüber), arischen Geschmack nicht so recht loswerde, halte ich die Beurteilung eines Tieres anhand von messbaren äußeren Merkmalen für mehr als Fragwürdig. So ist eine Rassekatze, die bestimmte Merkmale nicht so ganz erfüllt (ich meine durchaus gesunde und zumindest subjektiv schöne Tiere) es doch im Auge vieler (vermutlich eher "aller") Züchter nicht mehr Wert, Nachkommen zu haben und v.a. ist sie für mich unverständlicherweise netto weniger wertvoll als Tiere, die diese Standarts erfüllen. Wobei die "Nichterfüller" vielleicht sogar die schöneren, lieberen und gesünderen Tiere sein können.
Für mich dienen die Rassestandarts (welch hässliches Wort) nur als Instrument dieser kranken Bewertungen. Einen anderen Sinn kann ich darin nicht sehen.

Ein weiteres Reizthema sind sog. Linienzuchten (wobei ich NICHT weiß, ob so etwas bei Katzen überhaupt gemacht wird; sicher weiß ich es nur von Kaninchenzuchten). Das ist der Fachbegriff für orgsanisierten Inzest. Dadurch können ja bekanntlich Erbkrankheiten und Missbildungen hervorgerufen werden. Sicherlich sind diese zwar dann nicht mehr die jenigen, mit denen gezüchtet wird. Bei Kaninchen landen diese wohl am ehesten inm Topf. Dennoch sind dies weggeworfene Leben, eventuell gar qualvoll...

Daher halte ich persönlich diesen ganzen Zuchtwahn für ungesund und gesunden und glücklichen Katzen nicht eben für zuträglich. (Womit nicht gesagt sein soll, dass Rassekatzen zwangsläufig kränklich oder unglücklich sein müssen)

Bis denne!
inkubus
 
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ulwo2001

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..erst einmal vielen Dank...

Lieb Katzen-Freunde,

ich möchte Eure Fachdiskussions-Runde hier nicht unnötigerweise unterbrechen / stören...

..ich wollte Euch allen nur einmal danke sagen. Ich finde es toll, wenn man so ausgiebig die Fragen und Probleme von Ahnungslosen beantwortet, Tipps gibt und Hinweise aufzeigt.

Zum Fakt:

Vorgestern kam nun also Arkansas zu uns, vor 4 Wochen kastriert. Unsere Mandy wird morgen kastriert.

Noch gehen sich beide dezent aus dem Weg.
Mandy ist ein wenig pekiert, spielt die Leberwurst. Sie bekommt daraufhin aber eine extra Streicheleinheit. Aber aus Brumm-Attacken gab es bislang wenig. Abstand scheint die Taktik zu sein...

Arkansas, der wohl ein Hüftleiden hat und somit aus dem Zuchtverkehr genommen werden musste, verkroch sich gut einen Tag zusammengerechnet unter der Heizung und im Schuhregal (schöner Platz !) und kam gestern abend zur Abenteuer-Exkursion erstmals heraus und zeigte, was für ein lieber und schmusebedürftiger Kerl er ist.

Wir hoffen, dass die beiden in den nächsten Tagen nun auch ein wenig enger zueinanderfinden.

Werde weiterhin gespannt Euer Forum begleiten.

iele Grüße

:D Uli :D

(bin übrigends auch ein Junge...> wegen: "ihre" Katze in einer Antwort)
 

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fellose katzenrasse

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