Freundin für 10jährige Katzendame?

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fake lion

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Hallo,

Wir hätten sehr gerne eine Gefährtin für unsere 10jährige Katze. Bis jetzt war sie alleine und hatte keinen Kontakt zu anderen Katzen. Sie scheint mir sehr zufrieden, aber ich dachte mir, ein Spielgefährte ist natürlich immer besser, vor allem da sie keinen Freigang außer Balkon hat.
Das Problem ist: Ich fürchte, sie mag keine anderen Katzen
leiden und herrscht lieber allein über ihr Reich. Wir hatten mal 2 Wochen eine Katze hier, etwas älter als unsere, weil die Besitzerin im Urlaub war. Die perfekte Gelegenheit also, unserem Mädchen mal 'ne fremde Katze vor die Nase zu setzen. Die fremde Katze war völlig unbeeindruckt von unserer, die ein gewaltiges Theater gemacht hat, verständlich natürlich, aber es wurde kein Tick besser. Sie war die ganzen zwei Wochen immer auf Obacht und angespannt, die Arme.

Nun frag ich mich also...würde das jedes Mal so laufen? Braucht sie einfach mehr Zeit, um sich an eine Neue zu gewöhnen, oder ist sie einfach ein Einzelgänger? Ich will natürlich keine aus dem Tierheim holen und wenn's nicht klappt, einfach wieder zurückgeben...
Und wie steht's mit einem Kitten? Würde sie das vielleicht nicht so sehr als Bedrohung sehen? Andererseits kann ich mir vorstellen, dass sie von einer Jungen schnell genervt sein würde..

Ich möchte ihr so gerne Katzengesellschaft ermöglichen und bräuchte da mal einen objektiven Blick von Euch :/
 
13.10.2011
#1
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Joselyn

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Hallo Lion,

zwei Wochen sind auch eine ziemliche kurze Zeit, bei meinen beiden Fellchen hat es ziemlich lange gedauert, ist schon ne Weile her und ich kann Dir jetzt nicht den genauen Zeitraum sagen, aber so 6-7 Wochen hat unsere Nada (damals ca.8 J.), die total auf mich fixiert war, gebraucht um sich von dem Konkurrenzschock zu erholen *g*.
Aber ich habe nicht so schnell aufgegeben, habe ihr immer wieder gezeigt wie wichtig sie mir ist und, was natürlich ein großer Vorteil war, meine Mutter lebte damals bereits bei mir und so kam Klein-Lara, damals ca. 4,5 Monate alt, nicht zu kurz. Larachen gab aber nicht auf Nadas Herz erobern zu wollen.
Das hat sie dann auch geschafft.
Irgendwann kam ich mal zu einer ungewöhnlichen Zeit nach Hause und was sehe ich? Beide lagen engumschlungen in Nadas Katzenkorb, ganz ineinander verwurschtelt. Als sie dann aufwachten konnte ich beobachten, dass sich die sonst sehr unwirsche Nada von Klein-Lara genüsslich die Ohren abschlecken ließ.

Nada verstarb 2007 mit ca. 19 Jahren ganz plötzlich an einem schweren Herzinfarkt und meine Lara habe ich ja erst vor knapp 3 Monaten, inzwischen auch fast 16-jährig, verloren, sie hatte CNI.

Aaaaber, so sehr sie sich auch mochten, ihre Eifersucht konnte Nada nie ganz ablegen, z.B. wem der besten Platz in meinem Bett zustand. Oft wurde es Lara zu bunt und sie ging zu meiner Mutter oder - für mich noch schlimmer, sie legte sich auf einen Sessel und schaute zu uns herüber. Das hat mir dann schon immer weh getan, weil ich die Süße sehr geliebt habe. Doch da halfen alle meine Tricks (und ich habe viele ausprobiert) nichts. Als sie dann mit mir alleine zurück blieb, meine Mutter musste vor Jahren in eine Pflegeeinrichtung übersiedeln und ist auch inzwischen verstorben, blieb diese Scheu, die ganze Nacht bei mir im Bett zu bleiben erhalten, sie kam zu mir kuscheln, schlief dabei auch ein doch irgendwann in der Nacht verdrückte sie sich in ihren Lieblingssessel.

Also mein Tipp: Nicht so schnell aufgeben, die beiden arrangieren sich schon ganz gut untereinander.

LG
Joselyn
 
fake lion

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Hallo Joselyn,

Danke für deine Antwort. Wir wären ja auch erstmal zu zweit hier, es wäre also immer jemand da, um sich zu kümmern, damit unsere Süße nicht zu kurz kommt.
Dass zwei Wochen keine sehr lange Zeit zum aneinander gewöhnen ist, habe ich mir auch schon gedacht, aber ihre Besitzerin war ja auch nur im Urlaub.
Ich habe halt genau davor Angst, dass sie sich entweder gar nicht aneinander gewöhnen, oder unsere Dame sich einfach irgendwann zurückzieht, was ich natürlich auf keinen Fall möchte. Ich habe das Gefühl, die beiden konnten überhaupt nichts untereinander ausmachen, weil die Fremde Unsere praktisch gar nicht beachtet hat und unbeeindruckt weiter die Umgebung erkundet hat.

Da sie seit wir sie haben keinen Kontakt zu fremden Katzen hatte (außer dieses eine Mal halt, wo sie ziemlich aggressiv reagiert hat) frage ich mich ob es überhaupt noch möglich ist, sie an Gesellschaft zu gewöhnen, oder ob wir es einfach lassen sollten? Ich kann das irgendwie überhaupt nicht einschätzen. Sie ist eine liebe und ganz brave, aber halt auch allein seit wir sie haben.
 
Joselyn

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Selbstverständlich gibt es auch immer wieder Katzen, die Einzelprinzessin sein und bleiben wollen.
Ist Deine Katze denn vom Babyalter an alleine bei Dir? So war das mit meiner Nada und deshalb war sie auch total auf mich fixiert. Selbstverständlich nahm sie auch gerne die Aufmerksamkeiten meines Mannes oder, später, meiner Mutter entgegen; doch wenn ich da war wurden die anderen zu Statisten.

Ich nahm die kleine Lara nach dem Tod meines Mannes dazu, weil Nada zunächst doch sehr viel alleine gewesen wäre, mein Job war damals sehr zeitintensiv.
Als dann meine Mutter - zunächst nur nach einer Reha - bei mir wohnte und sich total auf Lara konzentrierte, eben auch wegen der ablehnenden Haltung Nada's, blieb ihr so nach und nach nichts anderes übrig als sich ein wenig zurück zu nehmen und auf diese Weise klappte es relativ rasch, denn Nada wollte ja keinesfalls im Abseits stehen.
Abends, wenn ich zu Hause war, wurde ich natürlich vehement belagert. Dennoch bemerkte ich, dass sie nur noch ablehnend auf Lara reagierte, wenn diese auch auf meinen Schoß wollte oder eben ins Bett.
An diesem Punkt hätte so mancher aufgegeben und die kleine Lara wieder an die Züchterin zurückgegeben. Doch ich brachte es nicht fertig mich von der Süßen zu trennen und später war ich froh, es nicht getan zu haben.

Denn es war - wie bereits geschildert - sehr schön die Beiden beim Austausch von Zärtlichkeiten, beim Spielen und Jagen zu beobachten. Dass mich Nada so lange sie lebte als ihren alleinigen Besitz betrachtete, konnte ich auch dadurch kompensieren, dass ich ihr sehr viel Aufmerksamkeit schenkte. Nada war eine sehr Kluge, oft saß sie auf meinem Schoß und schaute mir aufmerksam in die Augen wenn ich sie streichelte und leise mit ihr flüsterte. Davon konnte sie nie genug bekommen. Aber dann war es auch wieder gut und Lara wurde sogar beim Bällchen oder Mäuschen werfen geduldet.

Da es jedoch keine allgemeingültige Regel gibt, wie z.B. in der Mathematik, mußt Du, wenn Du Deine Katze an einen Artgenossen oder eine Artgenossin gewöhnen möchtest, ins kalte Wasser springen, schauen wie es klappt und brauchst dabei viel Geduld und Zeit.

Ich würde darauf achten, dass die neue Katze nicht zu dominant ist und bereits sozialisiert im Umgang mit Artgenossen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, im Notfall eine Tierpsychologin zu konsultieren und ihren Rat einzuholen.
 

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