Hallo,
wir haben ganz genau das selbe wie ihr hinter uns. Die Herpesinfektion im Auge bei unserem damals 5 Monate alten Kater, die Angst um das Tier, die Lysin-Therapie, die ständige Konfrontation mit der Krankheit durch tränende Augen und seltenes Kneifen und die Frage, ob man so einen chronisch kranken Kater vergesellschaften kann.
Man kann!
Ich habe mich auch mit meinem Mann lange mit dieser Frage gequält und 2 Tierärzte befragt. Beide haben ihr ok gegeben, da sie den Gewinn für das Tier höher einschätzten als die Gefahr einer Ansteckung. Die Augenärztin, die unseren Ryker damals am Auge behandelt hat, hat sich sehr intensiv um mein Problem bemüht. Von ihr wurde mir geraten den Neuankömmling komplett vom Züchter immunisieren zu lassen und auch beim großen die Impfung auffrischen zu lassen und beiden nach der Impfung mindestens 10 Tage Ruhe zu gönnen bevor wir sie vergesellschaften. Da der kleine den Lebend-Impfstoff bekam, erkrankt er ja an einer leichten Form des Schnupfens und schüttet Viren aus, die bei Ryker einen erneuten Schub auslösen könnten. Aufgefrischt wurde bei Ryker übrigens mit einem passiven Impfstoff. Zudem gab die mir den Rat Ryker etwas zur Stimulierung der Immunabwehr zu geben (PetMun/Thymus oder Zylexis) und ihm 1 Tag vor Ankunft des Kleinen provisorisch die Virgan-Augensalbe ins Auge zu machen. Dem Kleinen soll ich auch-L-Lysin als Prophylaxe geben.
So haben wir es gemacht und es ist alles gut gegangen!!!
Als der kleine Perser Lennox bei uns eingezogen ist, waren die beiden nach 2 Tagen schon ein Herz und eine Seele. Unser großer Ryker ist wie ausgewechselt. Er wirkt sehr ausgelastet und entspannt und irgendwie zufriedener. Ich bin sehr froh, daß wir es gemacht haben. Der kleine Lennox ist nun seit 4 Wochen bei uns und top fit. Keine Anzeichen eines Katzenschnupfens!
Die Frage, ob kastrierte Kater zu vergesellschaften sind, habe ich mir auch gestellt. Ich hatte gelesen, daß man gleich mit gleich vergesellschaften soll wegen des Spielverhaltens. Die Augenärztin war auch skeptisch und befragte ihre Kollegin, die Perser züchtet. Diese meinte, daß das bei Rassen mit einem ruhigen und ausgeglichenen Charakter wie Persern sehr gut gehe. Bei bestimmten Rassen ginge es überhaupt nicht z.B. bei Maine Coons. Vom Alter her war unser Ryker 14 Monate alt bei der Vergesellschaftung und Lennox 14 Wochen. Die TÄ meinten, daß das optimal wäre. Ryker hatte auch großen Spaß den Kleinen einfach zu beobachten. Vom Bauchgefühl würde ich einen 2,5 Jahre alten Kater auch eher mit einem gleichaltrigen Tier vergesellschaften. Leider kenne ich mich mit der Rasse Singapura nicht aus.
Ich hoffe sehr ich konnte Dir ein bißchen die Angst nehmen und ein paar gute Tipps geben. Bei weiteren Fragen melde Dich einfach!