Ich finde man erkennt ganz deutlich den Unterschied zwischen Katzen und Hunden (wobei ich jetzt nichts schlechtes über Hunde sagen will, ich mag Hunde, bin aber definitiv ein Katzenmensch). Wenn ich irgendwo mir fremde Katzen sehe/kennenlerne erkenne ich sofort einen Charakter, bei Hunden meistens nicht.
Meine sind für mich natürlich mehr als besonders
Mein Bu ist mein großer lieber Bär. Er ist der sanftmütige und scheue Flauschpopo, der aber zu mir und meinem Freund vollstes Vertrauen hat. Er ist aber auch gleichzeitig der Pascha hier und der, der heimlich am meisten darf. Verstohlenes "Papa guckt gerade nicht"-Essensabstauben gehört einfach dazu und ist nur Bu erlaubt. Er ist für Anubis ein toller großer Ersatzbruder, er rauft mit ihm und macht Unsinn mit ihm, ohne den Kleinen dabei zu hart anzupacken.
Und er ist mein kleiner Prinz, den ich vor allem Bösen was vor der Haustür sein könnte beschützen muss.
Er sitzt jeden Tag am Fenster und guckt den Vögelchen zu, wenn ich zu ihm komme schnattert er mich an und beschmust mich, als würde er sagen wollen "Guck Mama, da! Ein Pieppiep! Setzt du dich zu mir und schaust ein wenig?"
Mausi ist unsere Zicke und doch auch so unendlich lieb. Sie ist die selbstbewusste, die wenn es an der Tür klingelt sofort losrennt um ihre Wohnung zu beschützen. Wenn im Hausflur Geräusche sind ist sie die Wachkatze, die dafür sorgt, dass keiner reinkommt.
Wenn wir nach hause kommen wartet sie bereits, sitzt hinter der Tür und guckt uns an, kontrolliert wo wir waren. Sie freut sich über Besuch und drängt sich in den Vordergrund, jeder muss erst ihren Bauch kraulen, bevor er wieder gehen darf.
Mausi ist meine kleine Duschmausi, wenn ich im Badezimmer bin legt sie sich auf den Trockner und wartet, bis ich aus der Dusche komme. Und sie ist die Meckermu, sie sagt, wenn ihr was nicht passt.
Sie trägt immer ihr Spielzeug ins Schlafzimmer und hört erst auf zu mauzen, wenn mein Freund und ich beide "Danke Mausi!" gesagt haben. Sie ist mein Pummelmädchen, dass sich vor einen setzt und schmatz, um damit zu sagen "Los, ich sehe das auf deinem Teller würde mir schmecken, gib mir was ab!"
Anubis ist mein Baby. Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass ich eine so starke Bindung zu ihm aufbauen würde. Er kommt, wenn ich ihn rufe. Gerade vor ein paar Minuten lag er auf dem Schrank und hat geschlafen. Als er meine Stimme hörte guckte der Kopf über den Rand. Ich sagte "Nubi, ich komme nicht ran, du musst runterkommen, wenn du kuscheln willst." - da ist der kleine Mann aufgestanden, den Schrank entlang gelaufen und über den Kratzbaum auf meine Brust geklettert.
Er ist derjenige, der nachts zu mir unter die Decke kommt und mein Gesicht mit Küsschen bedeckt, der der mehrmals am Tag auf dem Schreibtisch sitzt und mich saft mit der Pfote stubst, weil er auf meiner Brust schlafen will. Er ist mein süsser kleiner Nubsen, der mit nur einem Blick mein Herz gestohlen hat.
Und obwohl er noch so jung ist ist er so lieb und brav. Er stellt nichts an, er lernt schnell was er nicht darf und ist auch zu den beiden großen sehr lieb.
Und das beste für mich ist, wenn ich die Zufriedenheit in den Gesichtern meiner Flauschies sehe, wenn sie selig irgendwo liegen und schlafen oder wenn sie sich freuen, wenn wir heimkommen, wenn sie neugierig gucken, was wir ihnen vom Einkaufen mitgebracht haben oder wenn alle drei sich abends in Richtung Schlafzimmer begeben, um die "Gute Nacht"-Runde einzuläuten.