Vorab, ich habe meine beiden Katzen aus einer Notsituation heraus angenommen. Den Kater, damals 2 Jahre, vor 3 Jahren. Kam aus dem Tierheim und der neue Besitzer kam mit ihm nicht klar. Hatte damals eine 7 monatige und eine 10 jährige Labbihündin (heute natürlich 4 + 12 J) und musste jedes Wochenende mit dem ganzen Zoo von der Wohnung ins Haus pendeln.( Hatte berufliche Gründe) War also ziemlich ungünstig für eine Katze. Hat aber gut geklappt und der Kater hatte schnell eine Bindung zu mir, wurde seine Depressionen los und hatte die Hunde auch bald voll im Griff. Seit 1 Jahr muss ich nicht mehr pendeln, deshalb dachte ich an eine Zweitkatze. Habe sie im Internet einer Tierheimseite gesehen, sie 3 x im Tierheim besucht. Da sie mit mir, trotz ganz bösen Erlebnissen in einer Messiwohnung und halb verhungert ,sofort Streichelkontakt aufgenommen hat, habe ich die Lütte 7 Jahre alte Katze (nach Rücksprache mit dem Tierarzt, der sagte, dass sie in ihrem Zustand dringend vermittelt werden sollte) bei mir aufgenommen. Erst einmal 14 Tage zum Aufbau und zum gesund werden, getrennt vom Kater in einem Gästehäuschen dann im Haupthaus. Zuerst habe ich wie mir geraten wurde, die Kleine auch hier hinter verschlossener Tür im Gästezimmer gehalten. Aber da die Katze eine „Türöffnerin“ ist, hat sie selbst die Entscheidung getroffen unsern Kater kennen zu lernen. Das ist nun 2 Monate her. Es gab und gibt sehr viel Zoff!!! Es ist auch schon ordentlich Blut geflossen. Danach habe ich sie erst einmal wieder getrennt. Nach 1 Woche neuer Versuch. Der „Dicke“ hat die Lütte so gejagt, das sie aus Angst (?) oder Protest (?) auf Ihre Liegefläche (Doppelbett) gepinkelt hat.
Habe dann wieder getrennt. Die Lütte lebt praktisch im Gästezimmer (ca. 22.00 m² mit Bett, Sofa, Kratzbaum Sesseln usw.) Ich mache oben die Tür nur auf, wenn der „Dicke“ im EG oder draußen ist. Die Kleine war auch vorher eine reine Wohnungskatze. Sie weiß nicht so recht wie man spielt ist aber neugierig und sehr verschmust, sie benimmt sich ein bisschen wie ein Katzenwelpe, sie legt sich auf den Rücken und macht Milchtritte in die Luft, und mit meiner alten Hündin scheint das auch schon zu klappen. Jetzt hat mein Tierarzt gesagt, dass das mit den beiden Katzen zusammen nix wird. So etwas entscheidet sich in den ersten 14 Tagen meinte er. Nun bin ich ganz verzweifelt. Ich habe ein großes Haus wo sich die beiden aus dem Weg gehen können. Sie müssen ja nicht befreundet sein! Ich bringe es absolut nicht fertig, die Lütte zurückzubringen! Und jemand Fremden würde ich niemals ein Tier von mir anvertrauen! Ich habe mit Katzen nicht viel Erfahrung, nur mit Tieren allgemein und ich war immer der Auffassung, dass der Mensch nicht aufgeben darf, wir sitzen am längeren Hebel. Fast jedes Tier (Hund, Pferd oder Hund+Katze ) gewöhnt sich durch Routine an ein anderes Tier. Aber nach dem Gespräch mit dem Tierarzt bin ich ein wenig mutlos!!!! Kann mir Jemand von Euch helfen?