• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Zahnfleischentzündung

B

Bine3002

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Hallo erstmal...

Ich erzähle mal ausführlich und hoffe, irgendjemand hat einen Tipp für mich...

Es geht um meinen 8jährigen Perserkater Charly. Ich habe ihn vor eineinhalb Jahren aus dem Tierheim geholt. Er war in einem erbärmlichen Zustand, sehr dünn und total verfilzt. Auf meine Frage hin, warum er so dünn ist, sagte man mir, das sei normal. Da ich noch nie einen Perser hatte, bin ich damit erstmal abgegangen.

Zu Hause angekommen, wollte er nicht fressen. "Muss sich erst eingewöhnen", dachte ich mir. Zwei Tage später spuckte er Blut. Ich
fuhr sofort zum Tierarzt und es stellte sich heraus, dass er eine heftige Zahnfleischentzündung hat.

Er bekam Antobiotika, das half nicht. Dann bekam er eine andere Spritze, die half ein bißchen, aber nicht lange. Dann ging ich zu einem anderen Tierarzt und Charly bekam eine Spritze, dann 6 Wochen lang Kortison-Tabletten und zusätzlich Prechnisolo-Tabletten (?). Die Entzündung war sehr viel besser, aber nie ganz weg. Wenn es wieder schlimmer werden sollte, sollte ich ihm einige Tage lang wieder die Prechnisolo-Tabletten geben. Das habe ich seitdem zwei Mal machen müssen und bekam die Entzündung damit auch immer wieder in en Griff.

Jetzt sind wir umgezogen und seitdem wurde es wieder schlimmer, wohl stressbedingt. Weil auch die Prechnisolo nicht halfen und er seit gestern gar nichts mehr gefressen und heute nur noch rumgelegen hat, bin ich eben mit ihm zum Tierarzt gefahren: Fieber, geschwollene Lymphknoten, Entzündung, sonst alles in Ordnung. Er bekam wieder eine Spritze und noch einmal die 6wöchige Kortison-Kur verordnet.

Der Tierarzt erklärte mir, dass diese Entzündung durch Viren ausgelöst wird, die sich natürlich bei Stress (Umzug) rasendschnell ausbreiten. Sie wird nie ganz verschwinden. Es gibt drei Möglichkeiten:
1. Alle Zähne ziehen, was aber auch keine Garantie ist, dass die Entzündung nie wieder kommt.
2. Die Dauer-Behandlung mit Kortison, das führt allerdings langfristig zu Nieren-Schäden.
3. Die leichte Dauer-Entzündung in Kauf nehmen. Bei akuten Beschwerden Prechnisolo geben und falls es nicht hilft Kortison-Kur durchführen. Diese Möglichkeit scheint mir im Moment am besten zu funktionieren, denn nach so einer Kortison-Kur ist er immerhin mehrere Monate schmerzfrei.

Kennt Ihr noch andere Möglichkeiten?
 
14.12.2004
#1
A

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Gast

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M

me

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fast so ähnlich kenn ich das ja auch, aber mir wurde gesagt dass man das auch homöpathisch behandeln kann??? aber bei uns gehts momentan gut!!
 
T

ToffieFee

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Hallo Bine,

schau dich am besten mal nach einem Zahn-Tierarzt in deiner Nähe um.
Ich hab an meinem Kater auch 2 Jahre lang erfolglos rumdoktern lassen ohne wirklich grossen Erfolg. Jetzt bin ich seit einem Jahr bei einer ganz lieben TÄ für Zahnheilkunde und leider um einen vermutlich inzwischen vierstelligen Geldbetrag ärmer, aber Lenny gehts wieder richtig gut.
Sie hat ihm die restlichen Zähne gezogen (ist tatsächlich so, dass es in den meisten Fällen sein muss - ist aber für die Miezen nicht so schlimm, wie es sich anhört) und Interferon direkt in die Kiefer gespritzt. Anfangs musste es so alle 1 - 2 Monate sein, dann wurden die Abstände immer grösser.
Im Winter, wenn sein Immunsystem etwas schwächelt, kommt die Entzündung auch immer wieder etwas raus, die haben wir aber jetzt ganz gut mit Interferon-Augentröpfchen im Griff.

Das Kortison ist zwar sehr gut entzündungshemmend, ändert aber leider nichts an der Ursache - das sind nämlich die Calici-Viren, von denen dein Tierarzt auch schon gesprochen hat.
Interferon wirkt immunmodulierend, d.h. der Körper wird gezwungen, sich verstärkt auf die Abwehr dieser Viren zu konzentrieren.
Eine günstigere Alternative, wenn die Entzündung nicht so schlimm ist wäre noch Baypamune, das ebenfalls gespritzt wird und die Immunabwehr ankurbelt. Nachdem sich dein Kater allerdings auch schon so lange damit rumquält, denke ich, dass es in dem Fall zu wenig wirkt.

Liebe Grüße und alles Gute!
ToffieFee & Lenny
 

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