Früher ein Team, heute Kampfkatzen?

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  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #1
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Ella-85

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Hallo zusammen vielleicht weiß jemand von euch einen Rat für mich oder kann mir erklären warum sich meine Katzen so verhalten.
Also Ich habe eine Katze(3Jahre, sterilisiert) und einen Kater(2Jahre, kastriert), sie sind beide von derselben Mutter. Als ich sie zusammen geführt habe war er ein paar Monate und sie ca ein Jahr alt. Nach den ersten Streitereien und angefauchen sind sie sich eigentlich relativ schnell nahe gekommen. Sie haben sich gegenseitig geputzt und nebeneinander schlafen können.
Nun bin ich vor ca. 1 1/2 Jahren umgezogen, in eine größere Wohnung. Seit dem verstehen die beiden sich garnicht mehr. Sie lässt ihn nicht näher als einen halben Meter, bevor sie faucht und sich in eine Ecke verzieht. Er versucht immer wieder an sie ranzukommen und wahrscheinlich auch zu krallen. In letzter Zeit geraten sie auch richtig aneinander, mittlerweile ist es sogar soweit, dass sie unter sich macht wenn die sich richtig in den Haaren haben. Der Kater mauzt auch ca. seit nem Jahr stundenlang(wo ich das Gefühl habe er ist nicht ausgelastet und will mit ihr toben).
Also ich muss dazu sagen: meine Katze ist auch ein kleines Sensibelchen und faucht auch fremde Mensche schnell mal an. Ich darf sie auch nicht immer streicheln. Hat ihren eigenen Willen.
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrung? Kann mir jemand nen Rat geben?
(Feliway-Spray hab ich schon verwendet, hat nicht geholfen. Baldrian-tropfen hab ich schon eine kleine Menge ins Futter gemischt zur Beruhigung, hilft auch nicht)
 
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #2
Seit 1 1/2 Jahren geht das schon so? Du Ärmste.

Sind denn beide gesund? Evtl. könnte deine Katze Schmerzen haben.
Du schreibst, dass deine Katze sich mit ihren 3 Jahren nur bedingt von dir anfassen lässt. Wie häufig beschäftigst du dich denn mit den Zweien? Und wie sieht das dann aus? Spielst du evtl. mehr mit dem Kater, weil er ja eher auf dich eingeht, oder versuchst du auch einfach mal nur der Katze deine Aufmerksamkeit zu widmen?
Oder hast du nur selten Zeit?

Es kann an verschiedenen Faktoren liegen.
Gerade was Zeit anbelangt z.B. Und dann noch der Umzug wo für manche Katzen ziemlichen Stress bedeutet.
Neue Umgebung, die Besitzer sind erst mal damit beschäftigt alles hübsch und schön zu machen und dabei unbeabsichtigt die Fellnasen zu vernachlässigen. Das soll kein Vorwurf sein, sondern einfach nur eine Überlegung was der Auslöser bei deiner Katze sein könnte.

Mein Bruder hatte auch ein Geschwisterpärchen (allerdings aus dem selben Wurf).
Beide waren immer scheu, weil er sich einfach zu wenig Zeit für sie nahm und lieber vor dem Compu sitzt.
Nach ca vier Jahren haben die Katzen sich plötzlich nicht mehr vertragen und er hat schweren Herzens eine von beiden weggeben müssen.
Die andre lässt sich bis heute noch immer so gut wie nicht anfassen und liegt fast den ganzen Tag nur unter einer Decke und wenn man da zu nahe ran kommt, faucht sie schon wie blöd.
 
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #3
Danke für deine Antwort. Also trennen bzw. eine weggeben wollte ich eigentlich nicht.
Ich verbringe schon mehr Zeit mit dem Kater da hast wohl recht, da er sich immer einmischt wenn sie bei mir ist. Sie kommt aber auch zum Kuscheln und Spielen zu mir, zwar selten. Aber von mir lässt sie sich auch hochnehmen und streicheln. Ich will auch nicht in abgesperrten Zimmern mit ihr spielen, da ich mal gehört habe das er die Katze dann mit dem Aussperren verbindet.
Also Spielzeit ist für den Kater am Tag schon eingerichtet, nur mit der Katze ist schwer. Ich hab bei den beiden ja noch Hoffnung, da sie sich noch Nasenküsschen geben und in einem Raum schlafen.
Danke für deine Antwort.
 
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #4
hallo!:smile:

für mich hört sich das auch schlimm an.

das sie schon unter sich läßt, ist wirklich ein eindeutiges zeichen von panischer angst.:-(

hast du die möglichkeit, einen verhaltenstherapeuten (der sich auf katzen spezialisiert hat) oder tierheilpraktiker aufzusuchen?
das hört sich wirklich sehr verfahren an.

ich wünsche viel glück!
 
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #5
Hallo Ella,

es muß ganz dringend etwas passieren. Eine Katze, die vor Angst unter sich macht, ist in höchster Not. Du hättest längst intervenieren sollen. Hast du die Katzen bereits einem Tierarzt vorgestellt? Manchmal rühren derartige Verhaltensänderungen von Krankheiten/Schmerzen her. Bitte klär' das ab.

Ich würde die Beiden vorerst trennen und dann mit einer langsamen Zusammenführung von vorn beginnen. Laß' bitte die Baldriantropfen weg, die wirken bei der Katze anregend, nicht beruhigend. Feliway ist schon gut, evtl. auch Zylkene. THP oder Tierpsychologe könnten auch weiterhelfen.

Wenn alles nicht zufriedenstellend wirkt, solltest du eine Abgabe nicht prinzipiell ablehnen. Es kann auch zum Wohle der Tiere sein. Deine Katze scheint mit dem Kater überfordert zu sein. Er ist ein Jungspund, der seine Energien los werden will. Power' ihn aus.

Gruß
Jubo
 
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #6
Hallo zusammen.
Also das mit dem Tierarzt wäre meine nächste Möglichkeit gewesen, das werd ich auf jeden Fall mal abklären. Ist nur blöd das sie da unter Narkose gesetzt werden muss um behandelt zu werden.

Also um das ein wenig zu relativieren, das sie unter sich macht passiert wenn beide nur noch ein Knäuel sind und sich richtig in den Haaren haben. Bisher passierte es 3 mal. Es könnte auch sein, das sie dort angst bekommt,weil sie beide beim Kämpfen schon mal vom Kratzbaum gefallen sind und sie sich dabei weh getan hat.

LG Ellla
 
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #7
  • Früher ein Team, heute Kampfkatzen? Beitrag #8
Habe mir gestern ein kleines Heft über Katzen und ihr Verhalten gekauft.
Ich zitiere/beschreibe mal ein paar Stelle draus:

Mögliche Aggressionsauslöser
- Schmerzen
- Aggresievität bei "Übergriffen" basiert auf unliebsame Erfahrungen, beispielsweise unnachgiebies Festhalten oder Hochziehen wenn die die Katze dies nicht möchte.

Big Boss
Die Oberkatze sollte aber immer der Katzenbesitzer sein, weil er allein in Krisensituationen den Durchblick hat (oder haben sollte), um vermittelnd einzugreifen. Doch in einer unerkannten Extremsituation kann der Mensch unversehens in der Hirarchie abrutschen. Das gilt übrigens nicht nur in der Gruppe, sonder auch für ein Mensch-Katze-Duo, denn der Aufstieg zum Alpha-Tier ist selbst für eine diesbezüglich nicht ambitionierte Katze eine leichte Übüng, etwa wenn ihr Mensch aus warmerhzig-gefühlvoller Gutgläubigkeit oder sichtlicher Unwissenheit einfach alles hinnimmt, was ihr so einfällt.
Wenn der Besizter erst bei krasser Überschreitung den Chef herauskehrt, wird die Katze das nicht verstehen, weil sie den Zusammenhang nciht erkennt.
Doch Katzen sind keine Dummchen, mit Konsequenzen lassen sie sich zu einem Gentelman Agreement überreden.

Aufgestaute Jagdlust
Es gibt für gelangweilte Stubentiger eben keine bessere Therapie als Spielen.
Wenn Katzen nicht die Möglichkeit zur Mäusejagd haben, müssen sie ihre aufgestaute Jagdlust mit Beutefangspielen abreagieren können.

Für mich hört es sich momentan so an, als hätte deine Katze entweder Schmerzen, oder dein Kater ist unterfordert und die Katze muss drunter leiden weil sie evtl. mit dem Umzugsstress nicht klar kam und ihre Ruhe will.

Powere deshalb deinen Kater immer so richtig aus, damit er keinen Grund hat sich die Katze als Spielgefährten suchen zu müssen. Nimm dir wenigstens zweimal 15 Minuten am Tag Zeit dazu, wenn du nicht mehr Zeit übrig hast. Und wenn du sagst, diese Zeit ist manchmal schon zu viel für dich, dann rechne mal zusammen, wieviel Zeit du in den Stress investierst den du ansonsten mit der Rauferei der Beiden hast ;-)
Dadurch kommt deine Katze wieder mehr zur Ruhe und lässt sich evtl. auch irgendwann wieder auf toben, spielen und kuscheln mit dem Kater ein.
 
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