Hallo Lemony,
vor etwas mehr als zwei Jahren stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung.
Mein schwarzer Kater Emil hat zwar keine
HCM aber einen angebohrenen Herzfehler.
Er kam mit 6 Monaten sehr krank und ängstlich zu mir.
Die ersten vier Monate war an einen Kumpel gar nicht zu denken.
Obwohl Emil eine sehr schlechte Prognose hatte, habe ich mich dazu entschlossen, ihm einen Katerkumpel zu spendieren.
Emil war beim Spielen auch schnell kurzatmig.
Trotzdem hatte er die gleichen Bedürfnisse, die ein Kater mit knapp einem Jahr nun mal hat: Raufeln, Toben.
Wenn es ihm zu viel wurde, hat er sich einfach hingelegt.
Ich habe mich für einen gleichaltrigen, sehr sozialen Kater entschlossen.
Wichtig war mir auch, dass dieser Zutrauen zu Menschen hat. Emil hatte panische Angst vor Zweibeinern.
Pomsel hier einziehen zu lassen war die beste Entscheidung, die ich für ihn treffen konnte.
In ihm hat er nicht nur einen Raufe- und Schmusekumpel gefunden.
Pomsel hat ihm auch gezeigt, dass Katze sich von Zweibeinern streicheln lassen kann und das sogar gut tut.
Die zwei tun das, was Kater nun mal so tun
Da wird schon mal gecatcht und gekämpfelt
Und genauso oft geschmust und sich gegenseitig geputzt
Falls Du Dich wegen Rauslassen wunderst: Emil ist keine Wohnungskatze.
Er braucht das Mäusefangen und herumstromern.
So unsicher er gegenüber Menschen ist, so selbstbewußt ist er draußen.
Daher habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, ihn tagsüber ziehen zu lassen, wenn einer von uns zuhause ist.
Ich mache mir oft Sorgen, weil uns jeder
Tierarzt und der Kardiologe gesagt haben, dass er jederzeit umfallen kann.
Aber einsperren und alleine halten, das hätte ihn so unglücklich gemacht.
Also lass ich die Sorgen meine Sorgen sein - auch wenn es manchmal schwer fällt.