Leider nicht wirklich ein Mythos. Das kommt ganz darauf an, was du unter Lockmitteln/-stoffen verstehst.
Als Lockstoffe werden gerne zugesetzt: Zucker, Salz, naturidentische Aromen, Digest, Urin, Öle.
Zucker schmeckt die Katze zwar nicht, kann ihn aber vermutlich riechen. Zucker hat Suchtpotenzial (bei der Ernährung von Mensch und Hund nachgewiesen), macht haltbar und dient der Optik des Futters - für den Menschen.
Salz - Salzlecksteine - Haut/Schweiß: Wirkt auf Katzen wie ein Lockstoff. Salz ist ja auch in Blut enthalten. Da wäre es dann allerdings natürlich. Animiert zu erhöhter Futteraufnahme.
naturidentische Aromen (= reine Chemie) = Geschmacksverstärker. Das funktioniert nicht anders als bei den Tütensuppen für Menschen.
Digest - ein Stoff, der Futter etwas "vorverdaut". Wird gerne Trockenfutter zugesetzt, Nassfutter aber auch.
Urin - schmeckt salzig und wirkt daher geschmacksverstärkend (siehe Salz).
Öle - und wir reden hier von billigen, pflanzlichen Ölen,die Katze eh nicht nutzen kann, wirken geschmacksverstärkend und werden oft über Trockenfutter gesprüht. Glänzt dann schön und Katze glaubt, ein fettes, fleischhaltiges Produkt vor der Kauleiste zu haben. Hat sie aber nicht.
In der Küche für Menschen kennen wir doch auch, dass Salz süßen und Zucker herzhaften Speisen zugesetzt wird, um den Geschmack zu verstärken. Fett ist Geschmacksträger. Sahnesoße. Yumyum. Geht bei Tieren halt genauso.
Das sind so die gängigen Tricks, die ich im I-net fand.
Ganz aufschlussreich die Bücher:
Hans-Ulrich Grimm, Katzen würden Mäuse kaufen
Vera Biber, Fütterungsprobleme bei Hunden (Ja, ich weiß, Hunde sind keine Katzen und umgekehrt. Aber die Problematik ist die gleiche.)
Nach dem Lesen dieser Bücher flogen die üblichen Dosen für Hund und Katze raus. Der Hund wird gebarft, die Katzen (trau mir barf hier - noch - nicht zu) erhielten Futter ohne die oben genannten Zusätze, dabei ca. 20 % rohes Fleisch. Dauerte ein wenig mit der Umstellung.