Sehr schüchterne Katze, lässt sich nicht sozialisieren

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JanUndJenny

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Hallo zusammen,

meine Freundin und ich haben vor 3 Wochen eine "Problemkatze" über eine Anzeige gefunden und abgeholt. Die Kleine war wohl immer normal drauf, bis sie aus dem 1. OG gefallen ist und der Besitzer sie erst am nächsten Tag draussen gefunden hatte. Seitdem hatte sie wohl Angst vor ihm (hat ihn evtl. mit dem Sturz verbunden?), und ist seitdem sehr schüchtern. Mit der Besitzerin hat sie wohl noch regelmäßig gekuschelt. Da sie sich aber die meiste Zeit versteckt hat, wollten die beiden einen Neuanfang für die Kleine, und da kamen wir dann in's Spiel.

Die
Kleine, Luna, ist also seit 3 Wochen bei uns. In den ersten 3 Tagen saß sie nur unter dem Sofa, hat nicht gefressen und nicht getrunken. Das hat sie sich dann doch irgendwann getraut, meistens aber nur nachts. Irgendwann ist sie dann auch mal etwas rumgelaufen, selbst wenn wir nicht im Bett waren, das hielt sich aber auch meistens in Grenzen. Wenn wir uns dann bewegt haben oder so, ist sie meistens in eins ihrer mittlerweile 3 gängigen Verstecke geflitzt. Tagsüber lässt sie sich also so gut wie nie sehen. Mal nah an uns rankommen oder gar streicheln war noch nicht einmal drin.

Mittlerweile kommt sie eigentlich nur noch nachts raus, eigentlich immer ein paar Minuten nachdem wir in's Bett gegangen sind. Dann trinkt sie, isst, geht aufs Klo usw. Aber wenn wir morgens wieder aufstehen, dann ist sie auch schon lange wieder in einem Versteck drin.

So schlimm hatten wir uns das ganze nicht vorgestellt und wissen im Moment nicht wie wir weiter verfahren sollen. Klar wollen wir ihr Zeit gehen, aber mittlerweile beschleicht uns die Sorge dass die Kleine evtl. gar keinen Kontakt zu uns will, und es evtl. immer so bleiben wird?!

Mein Papa meinte vorhin, wir sollen doch einfach mal das Futter nachts wegstellen und nur tagsüber draussen stehen lassen, damit sie gezwungen ist sich tagsüber blicken zu lassen und sich mit uns auseinander zu setzen.

Wir würden gerne hören was ihr von der Geschichte haltet und ob ihr evtl. Verhaltenstipps für uns habt, damit sich die Situation etwas verbessern könnte.

Zur Info noch, Luna ist 1 Jahr alt, ein neuer Kratzbaum ist vorhanden, eingedieselt mit Catnip, und auch einen Feliway Stecker haben wir in Betrieb.

Wir danken euch schonmal für eure Hilfe!


LG,
Jenny & Jan
 
20.07.2012
#1
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Schneeleopard

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Die Arme....:-(
Reagiert sie auf euch beide so? Oder kann man sagen auf Männer eher zurückhaltend/schüchtern?
Setz dich zu ihr und lese ihr mit ruhiger Stimme was vor (oder irgendwas erzählen).
Wie wäre es die Wohnung auch über Tag etwas abzudunkeln?

Futter nachts wegstellen würde ich nicht.
Versuche über Leckerlie (über die Hand) ihr zu zeigen, das sie nichts zu befürchten hat.
 
saurier

saurier

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Mal eine ganz blöde Frage - wart ihr/waren die alten Besitzer mal beim TA, um abklären zu lassen, dass die Katze vollkommen in Ordnung und beschwerdefrei ist? Ist die nach dem Sturz KOMPLETT gecheckt worden (geröngt, geschallt etc.)? Vielleicht hat sie körperliche Schäden davon getragen, mit denen sie immer noch zu kämpfen hat? Gerade Stürze aus geringer Höhe sind recht gefährtlich, weil die Katze nicht genügend Zeit hat, sich zu drehen bzw. sich auf die Landung 'vorzubereiten'.
 
S

Schneeleopard

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So blöd ist das garnicht.....
garnichtdrangedacht.....:-(
 
Basije

Basije

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Ich habe eine Katze die wurde vom 4. Stock vom Balkon geworfen. Die Besitzer sind ausgezogen und das arme Kätzchen war im Winter eine ganze Zeit draußen ehe wir sie einfangen konnten. Erst war sie bei meiner Tochter da hat sie alles vollgemacht. Jetzt habe ich sie, sie ist wie ein behindertes Kind. Lebt nur auf dem Wohnzimmerschrank. Ich muß sie aufs Klo bringen. Nachts mache ich die Wohnzimmertüre zu dann spielt sie da. Unsere TÄ. sagt sie hat ein ganz schweres Trauma das nie mehr weg geht. Nur meine Enkelkinder und ich dürfen mit ihr schmusen.
Hoffendlich habt ihr mehr Glück mit eurer Maus.

L.G. Kathi.
 
J

JanUndJenny

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Sorry dass wir so lange gebraucht haben um zu antworten.

Laut den Vorbesitzern wurde sie vom Tierarzt gecheckt. Wenn sie durch die Küche turn, dann ist sie auch äusserst grazil, kann mir nicht vorstellen dass sie irgendwelche Schmerzen o.ä. hat.

Wir haben jetzt mal ihre 2 Verstecke, wo sie gar nichts vom Alltag mitbekommt, dicht gemacht, jetzt kann sie nur noch unter das Sofa. Von da aus kann sie wenigstens beobachten.

Mittlerweile haben wir sogar noch eine 2. Katze angeschafft (10 Wochen alt), welche hier schon rumtobt. Wir hoffen auch das dadurch Luna etwas mehr interessiert wird und sich so vielleicht leichter sozialisiert.

Die Angst hat sie vor meiner Freund und vor mir, also wohl nicht pauschalisiert vor Männern.

Ist das soweit in Ordnung? Ab jetzt wieder weiter: Geduld, Geduld, Geduld?


LG,
Jenny&Jan
 
F

fuzzy

Gast
Hallo,

besser wäre eine ca. gleichalte und gut sozialisierte Katze gewesen. Die Sozialisierung bei Kitten ist erst mit ca. 12 bis !4 Wochen abgeschlossen.

Von dieser hätte sie lernen können, dass man vor Menschen keine Angst haben muss.

Haben die beiden denn Kontakt

Grüße fuzzy
 
J

JanUndJenny

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Also die Kleine ist total schmerzbefreit, die tobt und tollt und spielt mit uns rum, lässt sich den Brauch kraulen etc., das volle Programm.

Luna sitzt halt momentan immer noch unter dem Sofa, die Kleine geht immer mal wieder auf 20-30cm ran und schaut dann, weiß aber anscheinend auch nicht so ganz was sie davon halten soll, dass sich Luna halt so gut wie gar nicht bewegt.

Über den Weg laufen müssen sie sich eigentlich mindestens nachts, da sie sich ein Katzenklo teilen und Luna ja nur nachts rauskommt. Wir machen im Moment extra die Schlafzimmertür zu, damit die beiden sich miteinander beschäftigen können, anstatt dass die kleine dann direkt bei uns auf dem Bett schlafen will.

LG,
JennUndJan
 
Kalintje

Kalintje

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Ich würde der Katze nicht ihre Rückzugsmöglichkeiten wegnehmen und bei zwei Katzen sollte man übrings auch mindestens 2 Klos haben.

Lies bitte mal in dem oben verlinktem Blog zum Thema traumatisierte Katzen. Man braucht da sehr viel Geduld und auch Wissen und vor allem sehr viel Empathie. Ihr wisst ja gar nicht warum das Tier so verstört ist. Lasst Ihr doch mal Zeit. Stell Dir mal vor, was so ein Umzug schon für eine gesunde Katze bedeutet, alle die neuen Gerüche, Geräusche, Mitbewohner etc. und nun hat sei auch noch ein Trauma. Würdest Du das toll finden, wenn man Dir in so einer Situation das Essen wegnehmen will, damit Du gezwungen bist aus Deinem Versteck zu kommen? Denkst Du ein Tier hält sich gerne den ganzen Tag unter dem Sofa auf? Nee, das sitzt da, weil es Angst hat. Also Geduld, Geduld, Geduld und Geduld meint nicht, dass man nach ein paar Tagen schon verlangt, das grosse Fortschritte gemacht sind. Die Katze muss sich erstmal sicher fühlen, erst mal ankommen, sie ist kein Roboter.

Und der Check durch einen TA würde ich auch nciht so easy abtun. Wer weiss ob der Vorbesitzer wirklich da war. Finde diesen Typen nämlich recht suspekt. Erst fällt das Tier aus dem Fenster und dann gibt man es ab.
 

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