Hallo,
ich bin ganz neu hier im Forum, habe auch gesehen, dass es einige Beiträge zu Tierheimkatzen gibt, möchte euch aber gerne um Rat fragen, wegen meiner Katze, weil ich doch keinen 100% Rat auf sie finde, trotz intensiver Internetrecherche. Hier eine kurze Beschriebung von Mia: Ich habe Mia vor 6 Wochen aus dem Tierheim geholt. Sie ist 13 Jahre alt, hat eine Schilddrüsenüberfunktion (nimmt die Tabletten aber ohne Probleme), war am Anfang sehr abgemagert (nehme mal an auch wegen der Schilddrüse), hat aber mittlerweile zugenommen und wiegt 3kg (sie ist eine eher kleine Katze). Ihr Rücken ist krumm, die Hinterbeine sehr schwach und sie stakst etwas beim Gehen, die eine Vorderpfote ist eindeutig krumm (es ist ein Buckel drauf zu spüren). Sie ist entwurmt und entfloht. Sie wurde als Wohnungskatze vermittelt, in einen Haushalt ohne kleine Kinder. Angeblich wurde sie von einer älteren Frau abgegeben, ansonsten wissen wir nix über ihre Vorgeschichte. Mein Freund und ich (26 und 24) wohnen zusammen auf 60 qm, mit 2 Balkonen, wo sie sich gerne sonnt, ansonsten schläft sie gern den ganzen Tag auf dem Sofa oder wartet auf Fressen (2x täglich ein 100 g Beutelchen Nassfutter). Das Problem ist, sie pinkelt teilweise sehr häufig auf Teppiche oder neben ihr Klo (obwohl das nicht mal so schlimm ist, haben Zeitungen davor gelegt). Ich habe den Eindruck, dass es ihr am besten geht, wenn sie totale Ruhe hat. Wenn nur einer von uns in der Wohnung ist, pinkelt sie während 5 Tagen vielleicht 1x neben das Katzenklo. Fremde Leute (außer uns) findet sie noch stressiger, als letztes Mal Besuch hier war, hat sie eine Minute nachdem der Besuch zur Tür rein war (meine Mutter, also kein lärmiger Mensch oder so), neben ihr Klo gepisst und nen Tag später vor unseren Augen auf den Teppich. Der Besuch ist mittlerweile wieder weg, und trotzdem hat sie heut in der Nacht wieder nebens Katzenklo gepinkelt (wir haben schon das 2. gekauft, weil wir dachten, vielleicht stört sie die Haube beim 1. Klo, dies ist ein offenes Klo mit Rand jetzt). Ansonsten hat sie es in den 6 Wochen schon geschafft, uns etwa 12 Mal in die Wohnung zu pinkeln (die Nebens-Klo-Pinkler nicht mitgezählt).
Auch scheint sie sehr ängstlich, beobachtet immer ständig, wenn wer ins Zimmer reinkommt.
Streicheln lässt sie sich schon, hauptsächlich wenn sie auf Essen wartet, aber auch wenn sie auf dem Sofa liegt, sie kommt aber nicht (ohne Ess-Hintergedanken glaub ich) auf uns zu um zu schmusen oder so.
Ich habe selbst seit ich 4 bin, zu Hause bei meinen Eltern immer wieder Katzen gehabt, meine Mussi 17 Jahre lang, und den Mischi haben wir zu Hause bei meinen Eltern immer noch, seit 14 Jahren jetzt schon. Bin also kein ganz unerfahrener Trampel was Katzen betrifft. Aber dieses Pinkeln kenne ich nicht von meinen Katzen zu Hause bei meinen Eltern (sind auch Freigängerkatzen zu Hause).
Ich frage mich, ob ich Mia das bieten kann, was sie braucht? Ich kriege immer mehr den Eindruck, ein Einpersonenhaushalt wäre stressfreier für sie. Ich glaub, das Pinkeln macht sie weil sie Angst hat und Stress spürt, obwohl mein Freund und ich keine lauten Leute sind, nicht laut mit ihr reden, oder sie grob anfassen, wir stampfen auch nicht durch die Wohnung oder so.
Über jeden Rat wäre ich dankbar, ich würde mich so freuen, wenn Mia sich wohl fühlen würde bei uns, aber nach 6 Wochen ist kaum eine Veränderung eingetreten (außer dass sie, wenn man sie streichelt, etwas länger stehen bleibt und sich nicht gleich verzieht). Muss ich mehr Geduld haben? Wirds besser nach ein paar Monaten, eigentlich kann mans nicht wissen, oder?
Viele Liebe Grüße und danke schon mal für eure Antworten!