Der Zootiger

Diskutiere Der Zootiger im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Die meisten werden es wohl schon mitbekommen haben: http://www.bild.de/news/inland/tiger/tiger-toetet-pflegerin-25866792.bild.html Ich muss das...
  • Der Zootiger Beitrag #1
Miss de Vil

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Die meisten werden es wohl schon mitbekommen haben:

Ich muss das grad loswerden; ich find den Tod von dem Tiger so sinnlos. Raubkatze bleibt Raubkatze. Wenn einem das Risiko zu hoch ist, entscheidet man sich von vornherein gegen die Haltung. Aber wenn es durch menschliches Versagen zu einem Unglück kommt, in dem das Tier nicht anders reagiert, als man es von ihm erwartet hätte, den Tiger zu erschießen, das seh ich irgendwie nicht ganz ein. Okay, die Besucher. Aber hätte es eine Betäubungspistole nicht auch getan?
Sicher, die Raubtierhaltung in Zoos ist nicht perfekt. Die Diskussion ist bezüglich weiterer Anschaffungen auch sicher gut. Aber bei dem Tiger war die Entscheidung, ihn als Zootier aufzunehmen, schon lange gefallen und ich finde Erschießen dann einfach eine etwas billige Lösung für ein Risiko, das von Anfang an da war.
In der Stresssituation aber vielleicht auch die einzige.
Bei Familienhunden, die ein Kind anfallen, kann ich es wiederum besser nachvollziehen (ein bisschen). Im täglichen Zusammenleben finde ich, ist das Risiko etwas anderes als hinter Glas.

Naja. Es bleibt eine traurige Geschichte :cry:
 
  • Der Zootiger

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  • Der Zootiger Beitrag #2
Ich sehe das genauso.
Wenn dann etwas schief läuft, muss das Tier dran glauben. Obwohl es garnix für kann.

Man sollte sich entscheiden, was für Tiere ich im Zoo zeigen will und diesen dann ein einigermaßen angenehmes Leben ermöglichen, heißt dann auch viel Platz. Dann muss man halt auf das ein oder andere Tierchen verzichten. Aber NEIN, möglichst viele Tiere auf engem Raum.



Ich finde generell, jedesmal wenn *etwas* mit Tieren passiert, sind diese die Leidtragenen.:cry:
 
  • Der Zootiger Beitrag #3
Genau das selbe Thema hatt ich gestern mit meiner Freundin am Telefon.
Das das arme Tier sterben musste wegen menschlichem Versagen.
Genau wie bei Hunden weil Menschen nicht mit Hunden umgehen können werden sie eingeschläfert.
Ich bin ja leidenschaftliche Hundeflüsterin guckerin und da sieht man das es immer nur die Menschen sind die ihre Hunde nicht verstehen.
Und im Zoo hat der Tiger auch nur laufende Nahrung gesehen das problem hätte man auch mit einer Betäubungsspritze lösen können denn das Tier hat nichts falsch gemacht
 
  • Der Zootiger Beitrag #4
Genau so ist es.
Ich bin mir sicher, in freier Wildbahn hätte der Tiger sicher nicht angegriffen. Ich glaube, das war ein sehr unglückliches Zusammenspiel aus der Unvorsichtigkeit der Wärterin und der Frustration und Laune des Tigers. Solche Tiere gehören in die Natur, Arterhaltung hin oder her. Wenn die Tiger so nur noch in Käfigen vor sich vegetieren, finde ich das absolut sinnlos.
Meine Meinung. :a050:
 
  • Der Zootiger Beitrag #5
Ich hasse Zoos. Warum muss man auch Tiere aus deren Lebensraum nehmen und sie in engen, kleinen Gehegen pressen ? Ich versteh sowas nicht. Klar, als Kind fand ich Zoos toll, aber die armen Tierchen...Sitzen nur dran in ihren kleinen Räumen bzw. Gehegen und werden von Menschen angeguckt...tolles Leben.

Der arme Tiger. Als ob er was dafür kann... schließt doch bitte bitte alle Zoos und verfrachtet die Tierchen wieder dort, wo sie hingehören und dann passiert auch sowas nicht ! :cry: traurig.
 
  • Der Zootiger Beitrag #6
Ich habe vorhin die Meldung in Radio gehört und habe mich total aufgeregt, dass wieder einmal das Tier unter menschlichem Versagen leiden musste. Das Tier zu erschießen, weil es schnell gehen musste zu der Pflegerin zu kommen? So viel ich weiß ist ein Tier innerhalb weniger Sekunden betäubt und man hätte nach der Pflegerin gucken können.
Aber noch mehr regen mich solche Leute auf, die wenn so etwas passiert, sich doch allenernstes Fragen, warum hat der Tiger das denn gemacht?! Ahhhh, weil es ein Raubtier ist und keiner unserer lieben Stubentiger! -wobei man bei denen auch nie weiß ;-)
Die ganze Sache hat mich auch gleich an den "Tigerangriff" bei Sigfried und Roy erinnert. Da haben die Medien doch tatsählich auch gegrübelt warum der Tiger das denn gemacht hat. Und auch wenn das vielleicht hart klingt, aber ich konnte damals kein Mitleid mit Roy empfinden...wenn man ein Raubtier als Schoßhund hält dann muss man auch mit dem Risiko leben...der Tod der Tierpflegerin tut mir natürlich leid, da sie einen menschlichen Fehler gemacht hat und vergessen hat eine Tür zu schließen....
 
  • Der Zootiger Beitrag #7
Bei Familienhunden, die ein Kind anfallen, kann ich es wiederum besser nachvollziehen (ein bisschen). Im täglichen Zusammenleben finde ich, ist das Risiko etwas anderes als hinter Glas.

Gerade da finde ich, sollte man wissen, auf was man sich einlässt. Und ganz ehrlich, wenn ich bei meinem Hund einen Fehler mache, so wie mit diesem Tiger, dann sollte nicht der Hund das ausbaden müssen. In den seltensten Fällen ist ja ein Hund von sich aus böse.


Genau so ist es.
Ich bin mir sicher, in freier Wildbahn hätte der Tiger sicher nicht angegriffen.

Wobei auch da, Stichwort freie Wildbahn, nicht immer alles glatt läuft:


Der arme Tiger. Als ob er was dafür kann... schließt doch bitte bitte alle Zoos und verfrachtet die Tierchen wieder dort, wo sie hingehören und dann passiert auch sowas nicht ! :cry: traurig.

Gerade Tiger sind ja in freier Wildbahn so gut wie ausgerottet. Das ist also auch nicht die Ideallösung. Aber wenn man mit dem Zoogeld Reservate einrichten könnte, in die Tiere wieder ausgewildert werden können, vielleicht wäre das hilfreicher.

Aber wer will schon Tiere unterstützen, die man dann nicht anglotzen kann :cry:
 
  • Der Zootiger Beitrag #8
Ja, genau so sehe ich das auch. Ich bin mir nichtmal sicher, ob der Tiger aus Frustration so reagiert hat. In seinem Käfig hat sich etwas Großes bewegt, er hat es totgebissen und dann getrollt. Für mich ist das normaler Jagdtrieb, nicht die pure Aggression.

Klar, die Pflegerin möge in Frieden ruhen. Schuld war der Tiger trotzdem nicht.

Zoos haben im Übrigen schon einen Sinn. Die Przewalski-Pferde zum Beispiel wären (durch die Blödheit des sie jagenden Menschen) beinahe ausgestorben. Man hat dann in Zoos ein umfassendes Zuchtprogramm gestartet und schließlich wieder Przewalskis in der Mongolei ausgewildert. Oder wenn man an die Pandas denkt. Zum Arterhalt kann es durchaus Sinn machen, finde ich. Wenn der Mensch die Natur schon gefährdet, dann kann er sich ja wenigstens bemühen. Und mit der richtigen Herangehensweise sind die Tiere ja auch nicht nur, Schauobjekte für Kinder, sondern tragen meiner Ansicht nach dort auch zum besseren Verständnis bei.
Aber bei solchen Sachen wie in Köln - das finde ich einfach nur Scheiße, sorry für den Ausdruck.
 
  • Der Zootiger Beitrag #9
Ich hasse Zoos. Warum muss man auch Tiere aus deren Lebensraum nehmen und sie in engen, kleinen Gehegen pressen ? Ich versteh sowas nicht. Klar, als Kind fand ich Zoos toll, aber die armen Tierchen...Sitzen nur dran in ihren kleinen Räumen bzw. Gehegen und werden von Menschen angeguckt...tolles Leben.

Der arme Tiger. Als ob er was dafür kann... schließt doch bitte bitte alle Zoos und verfrachtet die Tierchen wieder dort, wo sie hingehören und dann passiert auch sowas nicht ! :cry: traurig.

Die wenigsten Tiere in Zoos sind heutzutage noch Wildfänge und es gibt spezielle Zuchtprogramme (s.o.), bei denen Tiere wieder ausgewildert werden.

Ich kann aber schon verstehen, dass man das Tier erlegt hat, auch wenn mir anderes lieber gewesen wäre, aber ich denke, da gibt es klare Vorschriften, wenn Menschenleben (ob selber verschuldet oder nicht) in Gefahr sind. Bis eine Narkose wirkt, dauert das einige Zeit und die Chance, die Frau noch zu retten, war in dem Moment da und sicher ein Zeitfaktor.

Wie gesagt, ich hätte es mir auch anders gewünscht, aber in dem Fall ging die eventuelle Rettung der Frau vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der Zootiger Beitrag #10
Nun sind sie dann leider beide Tot
aber so oder so lag es an Menschlichem versagen leider hätte nicht passiern müssen
und hätte der Hund nicht in die Ecke geschießen hätte er den Hasen noch bekommen
so ist das leider
 
  • Der Zootiger Beitrag #11
[...] und hätte der Hund nicht in die Ecke geschießen hätte er den Hasen noch bekommen
so ist das leider

Das finde ich angesichts des Todes der Frau (und des Tieres) nicht gerade eine angemessene Ausdrucksweise, aber vielleicht bin ich da auch etwas empfindlich.
 
  • Der Zootiger Beitrag #12
Das finde ich angesichts des Todes der Frau (und des Tieres) nicht gerade eine angemessene Ausdrucksweise, aber vielleicht bin ich da auch etwas empfindlich.

Nein bist du sicher nicht... ich musste gerade auch mehr als mit dem Kopf schütteln :-|
 
  • Der Zootiger Beitrag #13
Sollte halt nur ausdrücken das man da jetzt schreiben kann und sich gedanken machen kann aber es ja nichts an der Situation ändert vieleicht liegt es auch daran das ich einfach nichts mehr von toten Menschen hören kann und versuche mich da gar nicht so verrückt zu machen denn wenn ich die Nachrichten anschalte und höre das in diesem Monat 13 Kinder von ihren eigenen Eltern ermordert worden find ich das schon echt hart der Tiger ist ein Raubtier aber die eigenen Eltern nee sowas regt mich da noch mehr auf habe hier selbst 2 kinder 5 und 8 und da könnte ich jetzt so aaarrrrgggghhhhh aber ja nun das war ja jetzt nicht das thema
erstmal runter fahren und hoffen das so ein scheiß die nächste Woche mal nicht in den Nachrichten kommt
 
  • Der Zootiger Beitrag #14
Gerade da finde ich, sollte man wissen, auf was man sich einlässt. Und ganz ehrlich, wenn ich bei meinem Hund einen Fehler mache, so wie mit diesem Tiger, dann sollte nicht der Hund das ausbaden müssen. In den seltensten Fällen ist ja ein Hund von sich aus böse.

Ja stimmt. Trotzdem wär mir wohl mulmig, das Tier in meiner Nähe zu haben, aber ich bin da echt kein Maßstab. Ich mag Hunde sehr, aber seltsamerweise kriege ich - nicht immer, aber doch schnell - gehörigen Respekt vor ihnen.
 
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