Klarstellung!

Diskutiere Klarstellung! im Allgemeine Ernährung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo zusammen, ich habe in letzter Zeit recht viel über Katzenfutter zwecks Futterauswahl gelesen. Mittlerweile weiß ich, was ein Futter für...
  • Klarstellung! Beitrag #1
Jenni 123

Jenni 123

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Hallo zusammen,

ich habe in letzter Zeit recht viel über Katzenfutter zwecks Futterauswahl gelesen. Mittlerweile weiß ich, was ein Futter für Kriterien erfüllen sollte. Ein Kriterium ist, dass das Futter keinen Zucker enthält, weil Zucker den Zähnen schadet und eine Katze später Probleme bekommen kann.
Heute war ich im Fressnapf, um genau so ein Futter zu kaufen. Als mir die Verkäuferin eines anbot, meinte ich zu ihr, dass da Zucker drin ist und ich das nicht haben möchte. Daraufhin erklärte sie mir, dass Zucker den Zähnen der Katze absolut NICHT schaden würde (das verspricht sie mir!). Das wär nur beim Hund so. Auch schmecken und verdauen würden sie den Zucker nicht.

Hat davon jemand schon mal was gehört? Oder eine Meinung dazu?
Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen, da ich immer nur lesen konnte, dass es den Zähnen eben schadet.
 
  • Klarstellung!

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  • Klarstellung! Beitrag #2
Moin,
naja... Also eigentlich schadet der Zucker selber den Zähnen tatsächlich nicht. Sondern die Bakterien, die sich vom Zucker ernähren ;) - Karies.

Ich könnte mir jetzt vorstellen, dass durch den sauren Raubtierspeichel die Bakterien im Raubtiermaul garnicht vorkommen. Dann wäre aber der Einwand mit dem Hund sinnlos.

Was das Schlimme an Zucker ist, ist garnicht, dass es schädlich für die Zähne wäre, sondern dass er die Entstehung von Diabetes begünstigt.
Da die Katze eben keinen Zucker verwerten kann, ist er nicht wichtig für sie, ihren Blutzuckerspiegel durch Zuckerzugabe anzuheben ist fatal für die Funktion der Bauchspeicheldrüse.

Erklärung:
Dauerhaft zu hoher Blutzucker - Bauchspeicheldrüse schüttet dauerhaft viel mehr Insulin aus, als sie sollte.
Da auch unsere und die kätzischen Organe "Verschließteile" sind, macht sie das nicht auf ewig mit, bei viel Zuckerkonsum geht die Bauchspeicheldrüse früher kaputt, bei wenig erst im Alter oder man erlebt es eben nichtmehr. Daher kommt dann Typ II-Diabetes (vereinfacht gesprochen).
Um das Missverständnis hier auch nochmal auszuräumen: Typ I-Diabetes ist Veranlagung oder eine Spätfolge einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Da können die Betroffenen nix für.
 
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  • Klarstellung! Beitrag #3
Ja, das denke ich mir auch. Was aber auch die Aussage der Verkäuferin war, ist dass die Katze den Zucker nicht aufnehmen kann und ihn auch so wieder ausscheidet. Folglich ist er auch nicht schädlich für die Katze. Das macht mich irgendwie stutzig, da die Verkäuferinnen beim Fressnapf geschult werden, soweit ich weiß.
 
  • Klarstellung! Beitrag #4
die Aussage der Verkäuferin war, ist dass die Katze den Zucker nicht aufnehmen kann und ihn auch so wieder ausscheidet. Folglich ist er auch nicht schädlich für die Katze.

erstmal, nur zu der Aussage der VK, WARUM sollte man denn überhaupt etwas füttern, dass eh wieder Ausgeschieden wird?? Is doch überflüssig.

Zu Zähnen und Diabetes wurd ja schon was gesagt, ansonsten ist´s auch net sooo toll für die Nieren, eben weil es wieder raus muss...
 
  • Klarstellung! Beitrag #5
Hm, das kann ich mir nicht vorstellen, da hat sie bestimmt was falsch verstanden.
Zucker ist ja gut löslich, kann also schon über die Schleimhäute aufgenommen werden.
Vielleicht nimmt die Katze nicht so viel Zucker auf wie bspw. ein Mensch, aber etwas wird schon reingehen.
Und ein Organismus, der mit Stärke, Zucker, Pflanzlichem so garnichts anfangen kann, hat auch mit "ein bisschen" Zucker schon zuviel.

Meine Fressnapftante sagt auch Getreide und Zucker gehören nicht ins Futter.
 
  • Klarstellung! Beitrag #6
Ich habe genau über dieses Thema am Dienstag mit unserer Tierärztin gesprochen, weil Merlin gerade eine leichte Zahnfleischentzündung hatte. Wir haben allgemein über FORL und Zahnfleischprobleme bei Katzen gesprochen.
Die Tierärztin hat mir dabei erzählt, dass es Zahngebisse von 1900 und früher gibt und bei keinem dieser Gebisse sind die Zahnschäden (FORL) zu sehen, die heute jede 3. bzw ab5 Jahren sogar jede 2. Katze hat. Sie meinte daher, dass sie daher schon einen Zusammenhang zwischen heutiger Ernährung und diesen Problemen sieht. Und der Zuckerzusatz in den Futtermitteln ist da definitiv ein Verdächtiger.

Mich würde mal interessieren, wo diese Verkäuferin den Unterschied zwischen Menschenzähnen und Katzenzähnen sieht. Die Zähne beider Säugetiere bestehen aus dem gleichen Material (), beide Säugetiere gehen durch einen Zahnwechsel, beide haben eine Mundflora und beide Säugetiere können durch Zahnhygiene ihr Gebiss erhalten. Wieso soll Zucker dann den Katzen nicht schaden, während es dem Menschen die Zähne ruinieren kann? Der Zucker dient auch den Bakterien im Katzenmaul als Nährquelle und führt zu übermäßigem Bakterienwachstum. Die Stoffwechselprodukte der Bakterien greifen dann Zahn an ().

Und mal ganz abgesehen davon: wenn eine Katze Zucker weder schmecken noch verdauen kann, wie rechtfertigt ein Hersteller dann das dieser ins Futter kommt? Sowas ist für mich ein Zeichen für ein schlechtes Futtermittel, denn Zucker wird zugesetzt, um dem Katzenfutter ein für den Menschen besseres Aussehen zu verleihen... :roll: Mich interessiert bei Katzenfutter eigentlich nur, ob es gut ist und nicht wie es aussieht...
 
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  • Klarstellung! Beitrag #7
genauso hat die Verkäuferin den Zuckergehalt begründet. Der Zucker macht das Futter für das menschliche Auge appetitlicher und da es die Katze nicht aufnimmt, ist es auch nicht schlimm, dass er enthalten ist. Ich bin kein Profi, aber ich denke auch, dass Zucker nicht in ein Katzenfutter gehört, da es die Katze ja nicht braucht und andere Inhaltsstoffe meiner Meinung wohl wichtiger sind.
 
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