• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Panische Arzt vor dem TA

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ToffieFee

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Hallo,
mein Kater hat panische Angst vor dem Tierarztbesuch. Es ist jedes Mal ein Kampf, ihn in seine Transportkiste zu kriegen, in der Praxis faucht er die Helferin an und haut nach dem Doc oder flüchtet auf die Schränke. Untersuchen kann man ihn nur,
wenn er in diesen schrecklichen Zwickmühlen-Käfig gesteckt wird. Das Problem ist , es wird natürlich von Mal zu Mal schlimmer, weil er genau weiß, was kommt!!

Dummerweise muß er ziemlich oft zum TA, da er an einer chronischen Mundhöhlenentzündung (vermutl. Plasmazellgingivitis) leidet, mußte deswegen schon dreimal operiert werden und hat jetzt fast keine Mahlzähne mehr. Die verbliebenen paar machen jetzt wieder Probleme, also noch eine OP! :cry:
Kennt sich jemand damit genauer aus?
Warum hat der TA nicht gleich alle Zähne gezogen, oder wenigstens auf zweimal (wie lt. Internet üblich)?
Wenn ich den TA wechsle, was kann ich tun, damit sich die beiden von Anfang an gut verstehen und wie kann ich ihn zuhause schon beruhigen damit er sich gerne in den Transportkorb setzt?

Danke für jeden guten Tipp!

Liebe Grüße, ToffieFee
 
27.04.2003
#1
A

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I

Inge

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Hu, Toffifee,

da hast Du ja ein richtiges Problem. Tja, ob man das lösen kann? Zu dem Zahnproblem an sich kann ich Dir leider nichts sagen. Ich weiß nicht, wieviel Zähne auf einmal gezogen werden können/sollen/dürfen. Hat der TA vielleicht versucht, einzelne Zähne zu retten und sie daher nicht alle gleich gezogen?

Aber wie Dein Tier zum TA bringen? Ich würde vielleicht erstmal eine neue Transportbox kaufen. Was für eine hast Du denn bislang benutzt? Einen Weidenkorb? Da bekommt man sie sowieso nie wieder heraus, wenn sie nicht wollen.

Ich würde vielleicht einen gänzlich anderen Kennel benutzen, mit dem noch nicht so schlechte Erfahrungen verbunden sind. Den würde ich der Katze auch ständig zugänglich machen, damit er etwas vertrautes hat. So assoziiert sie ja sofort Transportbox - Tierarzt - Schmerzen. Die Box würde ich auch mit einem schönen kuscheligen Kissen ausstatten, so dass sie schon von sich aus etwas gemütliches hat. Dann würde ich auch auf jeden Fall eine wählen, die von oben zu öffnen ist. Oft ist eine Behandlung, je nach Fall, in dieser Box möglich. Mein Kater muß gelegentlich zur Spritze, die ihm wohl ziemlich weh tut. Deswegen bekommt er sie jetzt immer direkt im Kennel. Es ist so schnell vorbei, so schnell kann er gar nicht bölken.

Zusätzlich würde ich die Katze im Vorwege etwas sedieren. In diesem Fall geht es wohl nicht anders. Dazu würde ich zum einen Bachblüten geben. (Rescue Remedy, sedieren zwar nicht, aber beruhigen). Die allerdings nach Möglichkeit schon mindestens einen Tag vorher und ruhig so oft es geht. Dann würde ich den TA nach einem Beruhigungsmittel fragen, dass Du Deiner Katze schon vorher geben kannst, z. B. Vetranquil oder Sedalin-Gel. Dein TA wird schon das richtige wissen.

Wenn Du den TA wechseln willst, würde ich vorher (ohne Tier) schon einmal hingehen und mit ihm sprechen. Dann ist er vorbereitet und kann eventuell auch schon etwas zur Beruhigung mitgeben.

Viel Erfolg
 
russian

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Hallo Toffifee,

Skovkat hat Dir schon die wesentlichen Vorschläge gemacht, wie man einem panischen Tier den TA-Besuch erleichtern kann.
Ich könnte aus meiner Erfahrung nur noch folgendes zufügen. Wenn es Dir möglich ist, lasse nicht gleich den ersten Besuch im neuen Kennel und beim neuen TA zum Behandlungstermin werden. Stelle das Tier einfach nur zum Ansehen vor, der TA soll es anschauen, streicheln evtl. Leckerli verteilen und dann geht ihr wieder. Zumit hat das Tier zuerst ein positives Erlebnis, das kann die Angst erheblich mindern. Zugleich solltest Du immer darauf achten das Tier nur selbst aus dem Kennel zu holen, Du bist die Vertrauensperson, und fremde Hände können ein Tier sehr erschrecken.

Viele Grüße
Russian
 
T

ToffieFee

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Hi skovkat und russian,
vielen Dank erstmal, dann werde ichs mit der Methode neuer Kennel - neuer TA - neues Glück versuchen.
Die bisherige Transportbox (kein Weidenkorb) hat vorne ein Türchen und geht (allerdings recht kompliziert) zusätzlich nach oben auf, eine Kuscheldecke liegt drin und Lenny hat vor der Zahngeschichte auch gerne mal einen Nachmittag dort verschlafen.
Mit vorher Sedieren habe ich es auch schon versucht, der TA hatte mir ein Pulver dafür mitgegeben, aber großen Erfolg hatte das auch nicht. Sobald er im Behandlungszimmer ist, setzt er soviel Adrenalin frei, daß alle Wirkung verpufft... Bachblüten wären allerdings noch einen Versuch wert. Wie gebe ich die am besten ein? Vermutlich ist der einzige Weg über imprägnierte Käserollis, wäre das auch ok?
Ich halte euch auf dem laufenden!

Bis dann, ToffieFee
 
P

Paddy

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Hallo ToffieFee,

ich habe das gleiche Problem wie du. Meine Lisa hasst es auch zum Tierarzt zu gehen. Ich kann sie zwar noch problemlos in die Transportbox setzen (ist übrigens eine weisse - ganz aus Gitter und geht nach oben auf) aber sowie wir beim Tierarzt sind ist sie eine Furie hoch zehn. Es kann keiner mehr in den Käfig greifen weil er sonst zerfleischt wird - von raus nehmen kann gar keine Rede sein. Ausserdem schei.... sie sich total ein so eine Panik hat sie. Ausserdem ist sie jetzt 11 Jahre alt und ich habe echt Angst, dass sie nochmal einen Herzinfarkt bekommt wenn ich zum Tierarzt muss. Ich habe deshalb seit drei Jahren mit meinem Tierarzt die Vereinbarung, dass er zu uns nach Hause kommt. Wenn er (eigentlich ist es eine sie) zum Impfen kommt schnurrt Lisa sie sogar an und lässt sich durchknuddeln. Ich bin auch gerne bereit die paar Euro für den Hausbesuch zu bezahlen. Vielleicht hat dein Tierarzt auch die Möglichkeit immer mal bei dir vorbei zu schauen wenn er unterwegs ist - meine macht es jedenfalls so (wir legen die Termine immer so wenn sie eh Hausbesuche macht - es sei denn es ist etwas akutes).
 
russian

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Hallo Toffifee,

Bach-Blüten kann man durchaus auf ein Leckerchen oder ein Stück Trofu träufeln, auch mit einem Häppchen Nafu könnten sie gemischt werden. Es geht primär darum, daß sie in der gegebenen Menge sofort geschluckt werden, daher soll man sie nicht ins Trinkwasser oder den Futternapf mischen, dann würde nicht die ausreichende Menge genommen.
Weißt Du welche Essenzen Du wählen mußt, oder möchtest Du Rescue geben? Wenn Deine Kater generell etwas zu Angst und Panik neigt, solltest Du genau dagegen mit einer entsprechenden Mischung einwirken, die er über längere Zeit bekommt.

Viele Grüße
Russian
 
T

ToffieFee

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Hi Paddy und russian,
das mit dem Hausbesuch ist eigentlich keine schlechte Idee, nur für die bevorstehende Zahn-OP geht das natürlich nicht.
Beim letzten Impftermin habe ich es übrigens mal mit Geschirr und Leine versucht - ohne Transportbox, Lenny war zwar unruhig und hat sich im Wartezimmer halb in meiner Jacke versteckt, im Behandlungszimmer ist er auf meine Schulter geflüchtet aber dort ist er lammfromm und mäuschenstill sitzen geblieben, auch während der Injektion, so lange bis wir wieder im Auto waren... nur leider ist das auch kein Prinzip für ne OP und eine OP ist nicht so schnell vorbei wie ne Spritze.
Generelle Angst und Panik würde ich ihm eigentlich nicht unterstellen, er ist Fremden gegenüber etwas scheu und lautes Gepolter mag er auch nicht, da verkriecht er sich schon mal im Schrank, aber das halte ich für gesundes Misstrauen, das nicht schadet.
Ich werde es dann mal mit den Rescue-Tropfen versuchen.
Vielen Dank, Gruß
ToffieFee
 
T

ToffieFee

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Hallo Leute,
Lenny hat die neue Transporttasche (von Zooplus) super angenommen, die gefällt ihm richtig gut. Er kuschelt sich auch gerne rein, wenns ihm gerade danach ist, wenn er allerdings rein MUSS mag er es weniger. Das liegt aber schätzungsweise daran, daß sich keine Katze zu irgendwas zwingen lässt, egal welche Erfahrungen sie damit gemacht hat.
Beim neuen Tierarzt war er erstaunlich ruhig, entweder haben wirklich die Rescue-Tropfen geholfen, die neue Tasche, die unbekannte, noch nicht mit schlechten Erfahrungen behaftete Umgebung oder der TA ist einfach nur genial - das halte ich für das Wahrscheinlichste. :D
Jedenfalls hat er Lenny gestreichelt (das hätte sich der alte TA nie trauen können - da wär der Arm ab gewesen!), ganz lieb mit ihm geredet und dann durfte er ihm sogar in den Mund schauen. Die Zahnfleischentzündung wird jetzt erst mal wieder antibiotisch/mit Cortison behandelt, vielleicht können wir ihm die OP so doch ersparen, d.h. jeden Tag ne Spritze, morgen und übermorgen macht das der TA, am Sonntag muß ich es wohl oder übel selber machen. :-?
Naja, wird schon werden!

Liebe Grüße, ToffieFee + Lenny
 
M

Mike

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Zahnarzt für Katzen

Hallo,

wegen der Angst vor dem Tierarzt kann ich dir leider auch keinen guten Tip geben, bei uns ist das auch immer ein Theater ohne Ende.
Mein Katzenmädchen hat auch seit längerem starke Probleme mit den Zähnchen. Jetzt habe ich einen Zahnarzt (wirklich Zahnarzt!!!) für Kleintiere gefunden und war auch dort. Ich habe wirklich das Gefühl das meine Süße bei ihm in guten Händen ist und er ihr auch dauerhaft helfen kann. Da ich nicht weiß ob ich die Adresse hier veröffentlichen darf, schicke mir eine Mail wenn das für dich in Frage kommt.

Grüße Mike
 
russian

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Hallo Toffifee,

das klingt doch schon deutlich besser, und natürlich kann ein TA, der liebevoll mit Katzen umzugehen weiß eine Menge bewirken, schließlich sind Katzen sehr feinfühlig.
Ich hoffe Dein Lenny behält weiterhin Vertrauen zu diesen TA, dann dürfte der Stress für Euch vorbei sein. Oft ist der erste Besuch beim TA entscheidend, gibt es dort einen Fehler haben Katzen wirklich ein Elefantengedächtnis.

Viele Grüße

Russian
 
mona

mona

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Huhu Toffiefee,

hier auch noch ein Tipp von mir für den nächsten TA-Besuch (wenn es denn wirklich nicht umgekehrt geht). Die Notfall-Bachblüten solltest du selbst auch vor dem Gang zum TA nehmen. Denn wir Menschen sind ja im Gedanken schon dabei, uns wieder ein riesen Theater auszumahlen und das macht uns nervös. Das wiederum merken die Tiere sehr sehr genau. Also versuch es mal und nimm selbst auch zusammen mit der Mieze die Notfalltropfen.

Und dann noch was: Hat dein Kater vielleicht so was wie einen Kuschelsack? Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich das Teil beschreiben soll. Es gibt doch so Säcke für die Katzen zum Reinklettern und drin schlafen. Wenn er so ein Lieblingsteil hat, dann setz ihn das nächste Mal dort hinein und damit in die Transportbox. Nimm ihn beim TA zusammen mit diesem Kuschelsack raus und lass ihn wenn möglich da drin. Z. B. zum Blutabnehmen geht das gut: Pfote raus und restliche Mieze drin. Vielleicht fühlt dein Kater sich dann sicherer. Ich kenne eine Katzenbesitzerin, die seitdem keine Probleme mehr hat mit ihrer Mieze, die wegen einer chronischen Krankheit ständig zum TA muss. Und vorher war auch immer Polen offen...

Liebe Grüße und gutes Gelingen
Mona
 
Drachenauge

Drachenauge

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Leider kann ich euch keine Grossen Tipps geben, da meine beiden Weibchen wirklich sehr lieb sind. Sie zeigen wirklich keine Angst, dürfen im Behandlungszimmer sogar frei herumlaufen, und alles beschnuppern. Auch von den Katzen zum TA besteht ein Superverhältnis. Auch beim Impfen absolut keine Probleme. Das grösste Problem ist jeweils das abhorchen der Herztöne, da schnurren die beiden so laut, das keine Herztöne mehr zu hören sind. Die einzige Tortur, ist der singsang im Auto hin und zurück. Offenbar hab ich da wirklich 2 Schätzchen erwischt.
 

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