Sie sind teuer, sie sind schön und sicher nicht ganz pflegeleicht.
Ich persönlich finde sie toll, würde es mir aber nicht zutrauen, solche Katzen zu haben.
Nun ist vor einiger Zeit folgendes passiert:
Zwei ausgebüxte Raubkatzen sind tot: Aber eine lebte noch, als ein Senziger sie am Straßenrand fand
Da lag die Katze...
Groß Köriser Servale...
KÖNIGS WUSTERHAUSEN - Die Suche nach den verschwundenen exotischen Servalen hat ein Ende. Auch die zweite afrikanische Raubkatze ist inzwischen gefunden worden. Sie lag tot an der Autobahnabfahrt Groß Köris. Doch nun ist ein Streit um die Belohnung entbrannt.
Besitzer Klaus M. aus Groß Köris hatte sie ausgelobt, nachdem die beiden luchsartigen Tiere Anfang Juni bei einem Einbruch aus dem Gehege ausgebüxt waren. 2.000 Euro Belohnung wollte er zahlen. Klaus-Peter R. aus Senzig pocht jetzt darauf, dass der Besitzer seine Ankündigung auch wahr macht. Er hatte am 13. Juni einen Serval an einem Straßenrand in Senzig entdeckt. „Ich war gerade auf dem Weg nach Frankfurt (Oder)“, erzählt er. „Da habe ich aus dem Augenwinkel das Tier am Straßenrand liegen gesehen.“ Er erinnerte sich sofort daran, über den Serval in der Zeitung gelesen zu haben. Also hielt er an und kümmerte sich um das verletzte Tier. Er rief umgehend die Polizei an. Das Tier kam zum Tierarzt, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Die Verletzungen waren zu schwer. Es wurde eingeschläfert.
Der Besitzer aus Groß Köris versprach nach der Aufregung, dass er sich erkenntlich zeigen und in zwei Tagen anrufen werde. R. enttäuscht: „Es ist aber nichts passiert. Wenn er wenigstens zu mir gekommen wäre und sich bedankt hätte, dann wäre die Sache damit für mich erledigt gewesen.“ Aber er habe vergeblich auf eine Reaktion gewartet. Nun besteht der Senziger darauf, eine Belohnung zu bekommen. R.: „Als ich das Tier gefunden habe, hat es noch gelebt.“ Er könne ja nichts dafür, dass es später gestorben ist.
Besitzer Klaus M. hat für diese Forderung kein Verständnis. „Ich habe doch kein lebendes Tier zurückbekommen. Beide Servale sind tot. Warum soll ich da eine Belohnung bezahlen?“ Der zweite Serval wurde am 18. Juni von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Rangsdorf entdeckt. Sie schickten dem Besitzer ein Foto, so dass er den Serval identifizieren konnte. Danach hat man das Tier gleich in der Nähe begraben. Für M. ist das Kapitel eigentlich abgeschlossen. Ob er sich neue Servale zulegt, steht noch nicht fest. „Mal sehen“, sagt er.
Klaus-Peter R. in Senzig ist davon überzeugt, dass er das Recht auf seiner Seite hat, wenn er die Belohnung einfordert. „Ich habe mehrere Stunden auf der Straße gestanden und mich um alles gekümmert“, sagt er. Klaus M. räumt ein, dass er wenigstens mal bei dem Senziger Klaus-Peter R. anrufen sollte. „Ich wollte es machen, wenn wieder etwas Ruhe in der Sache eingekehrt ist“, sagte er. Das sei jetzt der Fall. „Ich werde das bald erledigen“, kündigte er an. (Von Liane Stephan)
SERVAL
Der Serval ist eine wilde Katze in Afrika. Die Bezeichnung Serval stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet Luchs.
Sein Lebensraum ist ausschließlich Afrika. Vorwiegend jagt er kleine Säuger. Er mag auch Vögel, Eidechsen, Schlangen, Frösche.
Im Zoo werden Servale 20 Jahre alt, sonst 10 Jahre.
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung
Muss man solche Tiere, die eigentlich gar nicht hier beheimatet sind, unbedingt privat haben??
Wie man sieht, kann man nicht 100% dafür Sorge tragen, dass ihnen und der Umwelt kein Leid zugefügt wird.