• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Darmkrebs

Diskutiere Darmkrebs im Erkrankungen des Verdauungstraktes Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Gina ist 15,5 Jahre alt , lebt in einem ruhigen ,sauberen Nichtraucher-Haushalt als Nichtfreigänger-Hauskatze , jeder Wunsch wird ihr von den...
  • Darmkrebs Beitrag #1
Olaf Rosemann

Olaf Rosemann

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Gina ist 15,5 Jahre alt , lebt in einem ruhigen ,sauberen Nichtraucher-Haushalt als Nichtfreigänger-Hauskatze , jeder Wunsch wird ihr von den Augen abgelesen. Sie ist freundlich ( solange kein Tierarzt in der Nähe ist ### ) Urin ,Stuhlgang , Futter -und Flüssigkeitaufnahme sind OK. , gelegentlich spielt sie entsprechend ihres Alters.
Wir haben sie von klein an. Seit einem dreiviertel Jahr erbricht sie im Turnus von 4:1 (vier tage brechen , ein Tag nicht ).Seitens Tierarzt ging man von einer event.Gastrietis aus ,sie bekam im Wechsel Cortison und Antibiotika gespritzt. Dies bewirkte jeweils Unterbrechungen des Brechreizes für ca. 10-14 Tage.
Nach der heutigen Ultraschall-Untersuchung wurde der Verdacht auf Darmkrebs festgestellt.Metastasen konnten nicht erkannt werden , jedoch die Vermutung der Verwachsung mit anliegenden Gefäßen würde eine eventuelle OP nicht erfolgreich durchführen lassen ,sodass damit zu rechnen wäre dass man uns anraten würde sie nicht mehr aufwachen zu lassen. Wir möchten aber nicht ihr Leben beenden
Es bleibt unsere Entscheidung.
Uns ist das Risiko, das genau dieser Fall eintritt zu hoch , so dass wir denken sie bis zum Ende weiter mit Spritzen zu versorgen um den Brechreiz zu unterdrücken und den Appetit zu erhalten ,mit der Hoffnung das der Krebs ihr keine Schmerzen bereitet ,bzw. wir eben dann um die schwere Entscheidung, sie zu erlösen, nicht mehr herum kommen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?:?:
 
  • Darmkrebs Beitrag #2
Hallo Olaf,
das tut mir sehr leid und es ist auch ganz schwer einen Rat zu geben.
Ich kann hier nur für micht sprechen. Eine OP käme für meine Katze mit der Prognose auch nicht in Frage. Würde sie auch so lange es geht, in den schlechten Phasen mit AB und Schmerzmittel versorgen. Wenn der Zeitpunkt kommt, wo sie nichts mehr zu sich nimmt und trotz aller liebgemeinter Hilfe, sie keine Freude mehr am Leben hat, wirst du diese Entscheidung gemeinsam deinem Tierarzt treffen.
Aber so, wie du ihren Gesundheitszustand schilderst, würde ich ihr noch so lange es geht, ein schönes Leben mit euch bereiten.
Meine Lisi hatte auch eine schrecklich schleichende Krankheit (CNI) aber wir hatten noch eine schöne Zeit, die ich trotz einem ständigen Auf- und Ab nicht missen wollte.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit und alle Kraft der Welt.

LG Ilona
 
  • Darmkrebs Beitrag #3
Hallo Olaf,
das ist eine schwere Entscheidung, die du letztlich treffen musst. Ich kann, wie meine Vorrednerin, nur meine eigene Erfahrung schildern. Bei mir war es ein Tumor im Maul, den ein Tierarzt für nicht operabel hielt und ich habe mich gegen die OP entschieden und für die palliative Behandlung. Ich würde eine zweite Meinung einholen, wenn du Unsicheheit der Diagnose deines Arztes gegenüber verspürst, z.B. in einer Operations erfahrenen Klinik und mich dann dem Rat des Arztes anschließen. Wenn eine OP zu große Risiken beinhaltet, würde ich die Katze nicht operieren lassen, sondern die letzten Wochen/Tage mit ihr genießen. Ich habe es Anfangs auch nicht geglaubt, als man mir sagte in meinem Fall, du wirst den Zeitpunkt des Abschieds bemerken, deine Katze wird es dir anzeigen, denn du kennst die Katze am besten. In meinem Fall sprach der Tierarzt von Wohlfühlverhalten, wenn die Katze frisst, sich putzt, sich normal verhält, geht es ihr gut, hat die Katze Schmerzen verändert sich das Verhalten in der einen oder anderen Weise, sie zieht sich zurück oder wirkt plötzlich wie aufgedreht. Die Entscheidung musst du dann im entscheidenen Moment selber treffen, das ist schwer. Es gibt möglicherweise die Möglichkeit, die Katze mit einem Schmerzmittel zu versorgen, meiner Katze hat die letzten Tage eine Behandlung mit Metacam sehr geholfen, frag deinen Tierarzt nach der Möglichkeit der Schmerzbehandlung.
Mehr kann ich nicht raten, ich wünsche dir viel Kraft.
LG
Oliver
 
  • Darmkrebs Beitrag #4
Danke für Eure anteilnehmenden Zeilen , ist wie Balsam auf die kranke Seele.

Wir tragen uns mit dem Gedanken ihr die notwendigen künftigen Spritzen selber zu Hause zu verabreichen um ihr den Streß beim Doc zu ersparen ( sie muß beim Doc in den Zwangskorb und schon der Weg dorthin ist für sie und uns der reine Horror).Wir haben das aber noch nie gemacht.Ist das für Medizin-Laien wie wir es sind machbar , muß ja nur unter die Hautfalte gespritzt werden , oder sollte man lieber nach jemanden suchen der in einem medizinischen Beruf tätig ist und der das bei uns zu Hause macht.

Habt ihr da Erfahrungen:?:
 
  • Darmkrebs Beitrag #5
Hallo Olaf,
ich finde das sehr, sehr gut, daß ihr die Behandlung zu Hause übernehmt und eurer Maus den ganzen Streß erspart.
Bei meiner Lisa war es ähnlich, sie bekam homöophatische Stritzen (SUC) jeden 2. Tag am Anfang. Wenn wir da immer mit ihr losgedüst wären, dann wäre sie nie zur Ruhe gekommen also haben wir die TÄ kommen lassen. Eine Bekannte von uns ist Krankenschwester und hat selbst einen Kater also auch Katzenerfahrung. Mit ihr zusammen haben wir es dann gemacht und da durfte sie im Körbchen oder auf meinem Arm liegen. Später hat sie es dann oral bekommen und das konnte ich allein.
Diese Zeit, das muß ich dir noch sagen, hat uns noch enger zusammengeschweißt, wie man so schön sagt und es ist ein ganz starkes und tiefes Vertrauen entstanden. Ich habe mir noch mehr Zeit für sie genommen und viel gekuschelt, ihr immer mein Bett mit warmen Decken angeboten und viel Ruhe gegönnt.
Da sie Freigängerin war, ist sie nur noch raus gegangen, wenn ich nachmittags von der Arbeit kam und zum Schluß sind wir immer zusammen spazieren gegangen abends.

Du machst alles richtig und das Spritzen ist gar nicht so schwierig. Laßt es euch genau zeigen dann klappt es bestimmt. Am Anfang kostet es Überwindung aber es ist für eure Katze sehr wichtig und gut, wenn ihr es macht.

Ich drück euch die Daumen und berichte bitte weiter. Wenn du noch Fragen hast, hier stehen dir ganz viele Foris zur Seite, weil fast jeder schon einmal eine solche schwierige Zeit durchlebt hat.

LG Ilona
 
  • Darmkrebs Beitrag #6
Hallo Ilona,
wie Du es mit Deiner Lisa gemacht hast und wie wir es in ähnlichen Forenbeiträgen gelesen haben ,sind wir in unserer Absicht die Spritzen selber oder durch medizinisch angehauchte Bekannte zu verabreichen ,sehr ermutigt. Aber zur Zeit steht Gina unter dem Eindruck des gestern verabreichten Cortisons und erscheint beschwerdefrei.Sie liegt neben uns und fühlt sich offenbar sehr wohl.Wir wissen aber aus der Erfahrung der vergangenen vier Monate, das die Wirkung in ca. 10 Tagen wieder nachlassen wird und das Erbrechen erneut beginnen wird.
Mit dem Resultat der Ultraschalluntersuchung das der Verdacht auf Darmkrebs besteht, wissen wir jetzt zwar Bescheid haben es aber irgendwie noch nicht so richtig realisiert.
Wir melden uns wieder.
LG
Olaf & Christel
 
  • Darmkrebs Beitrag #7
Hallo Christel, hallo Olaf
ja ich finde auch, dass ihr es richtig macht, wenn ihr der Katze den Tierarzt-Stress erspart. Ich habe eine Katze - nicht Anuschka - auch mal eine zeitlang mit Antibiotika Spritzen subcutan - also unter die Haut - versorgt. Das kann euch der Tierarzt zeigen.
Ich habe mir einen Tierarzt in der Nähe gesucht, um den Stress zu reduzieren, auch eine Möglichkeit, die, wenn man einen guten Tierarzt sucht, ein bißchen Zeit erfordert.
Wie gesagt, ich würde die Diagnose genau abklären, keine Vermutungen zulassen, keine Verdachtsdiagnosen und vorallem Ehrlichkeit verlangen vom Tierarzt, das hat mit bei Anuschka auch den Abschied erleichtert. Und dann gibt es noch den telefonischen Kontakt, ich habe bei Fragen auch telefonisch nachgefragt und ein guter Tierarzt nimmt sich die 5 min Zeit. Ist eben doch wichtig einen engen Kontakt zum behandelnden Arzt aufzubauen, Wissen um eine gute Versorgung und dass ich nicht allein dastehe hat mir bei Anuschka auch sehr geholfen und ist vorallem auch im Sinne der Katze.
Viel Stärke wünsche ich euch und eurer Katze
Oliver
 
  • Darmkrebs Beitrag #8
Hallo Oliver,
danke für Deine Zeilen und für dein Bemühen uns mit Ratschlägen beizustehen , obwohl Du gerade selbst im Fall von Anuschka Beistand benötigst .
Dein Verlust tut uns sehr Leid ,für Anuschka ist es ,glauben wir , aber sicherlich eine Erlösung ,so wie Du den Verlauf beschrieben hattest. Wir glauben das sie jetzt auch auf der Sternenbrücke mit unserem Thommy ( mußten wir vor 3 Jahren im alter von fast 17 Jahren unerwartet in Folge einer sch... Diagnose nach einer Röntgen und Ultraschalluntersuchung erlösen lassen) trifft und dort weiter sein wird.

Gruß
Christel & Olaf
 
  • Darmkrebs Beitrag #9
Hat jemand ne Ahnung ob die Cortison-Spritzen in den Muskel oder unter die Haut gespritzt werden muß?:?:
 
  • Darmkrebs Beitrag #10
Cortison (ich hatte prednisolon) wird unter die Haut gespritzt.

Ich hoffe Gina geht es noch soweit gut!

Simone
 
  • Darmkrebs Beitrag #11
Danke Simone,
zur zeit geht es ihr wieder gut,Samstag ca 4 mal gebrochen ,Sonntag und bis jetzt garnicht , es ist ebenso das sie ca.10 Tage nqch der letzten Cortison Spritze ,vermutlich wenn das Cortison ausgeschlichen ist ,wieder mit dem brechen beginnt.Nur beim letzten mal als wir ihr die Spritze zum ersten mal zu Hause durch eine Bekannte haben verabreichen lassen, vor ca.10 Tagen, hatte diese ihr das Cortison in den Muskel gespritzt . da begann sie dann gleich nach ca.3tagen wieder an zu brechen .Wir wissen nicht ob das in einem zusammenhang steht.Nach dem brechen ,manchmal bis zu 3-4mal täglich ist sie gleich wieder ganz normal ihrem Alter entsprechend.Wir sind uns auch noch nicht ganz im klaren ob wir ihr das Cortison regelmäßig alle 14 Tage verabreichen sollen oder lieber nach Bedarf,sprich wenn sie wieder mit einer neuen Brechperiode beginnt.Das Mittel was Du verabreichst hattest ,ist das ähnlich wie Cortison wirksam und warum hattest Du es verabreicht?:?:
 
  • Darmkrebs Beitrag #12
Hallo Olaf,

Deine Frage bezüglich der Cortison-Spritzen würde ich sagen, daß es unter die Hautfalte gespritzt wird.
Unser Felix hat damals Cortison gespritzt bekommen bei einer Blasenentzündung und das hat eine ähnliche Wirkung wie Prednisolon. Die TÄ hat es ihm unter die Haut gespritzt.
Ob Du es ihr nach Bedarf spritzen kannst, weiß ich nicht. Da würde ich vorher beim Tierarzt nachfragen, denn Cortison ist ganz schön stark und hilft auch sehr schnell. Vielleicht gibt es aber auch ein Medikament gegen das Erbrechen und die Übelkeit ganz speziell.

Ist aber trotzdem schön zu hören, daß sich Deine Maus so tapfer hält und kämpft.

LG Ilona
 
  • Darmkrebs Beitrag #13
Lieber Olaf, liebe Christel!

Wegen der Gabe des Cortisons würde ich mich an den Tierarzt wenden. Meine persönliche Meinung: Wenn sie schwer krank ist und das Cortison ihr Lebensqualität gibt, warum warten, bis wieder Symptome auftreten, die sie ärgern. Wir haben unseren ersten Kater an ein Plattenepithelkarzinom verloren. Nach Diagnosestellung durch einen Vetonkologen bekam er sofort täglich ein Schmerzmittel, obwohl er noch keine Anzeichen dafür zeigte, damit er gut futtern kann und sich wohl fühlt. So konnte er sein Leben genießen, trotz der fiesen Erkrankung.

Die Diagnose ist eine Verdachtsdiagnose, richtig? Evtl. könnt Ihr nochmal mit einem Vetonkologen Kontakt aufnehmen. Habt Ihr ne Tierklinik in der Nähe? Oder nen Tierarzt für zweite Meinung, der Hausbesuche macht?

Alles Gute für Euch und Eure Miez. Berichtet bitte weiter, wenn Ihr wollt.

Sisja
 
  • Darmkrebs Beitrag #14
Hallo Sisja,
danke für Deine Gedanken.
Wir werden es bei der Diagnose belassen und nach Nachfrage beim Tierarzt ihr weiterhin das Cortison , nicht regelmäßig sondern nach Bedarf ,verabreichen. Weitere Untersuchungen würden uns entweder Bestätigung oder andere Diagnosen bringen , hieße aber weiteren Streß für Gina und vermutlich weitere Experimente .Das würde vermutlich an der Ursache nichts verändern , denn ,immerhin ist sie 15,5 Jahre alt .Mit der momentanen Lösung der bedarfsmäßigen Verabreichung von Cortison ,durch mittlerweile uns selbst , haben wir einen Zustand erreicht ,der sie während der Wirkung des Cortisons in einen zufriedenen brechfreien Zustand versetzt , wohlwissentlich das es vermutlich nicht ewig so funktionieren wird , leider.
LG
Christel & Olaf
 

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  • Darmkrebs Beitrag #15
Dann wird das die angemessene Lösung für Gina sein. Ich denke, das Wohlergehen des Tieres sollte immer im Vordergrund stehen. Ist immer eine Sache des Abwägens. Wenn es Gina mit der Cortisontherapie gut geht, freut mich das. Alles Liebe für Euch und Euren Schatz!
 
Thema:

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