Juno stammt von einem Bauernhof im Darmstädter Bereich, auf dem eine Kastraaktion durchgeführt wurde. Er entkam bei der ersten Fangaktion und wurde dann erst später eingefangen.
Er ist jetzt 7 Monate alt - wie alle Kater auf dem Hof von größerer Statur und wirkt somit älter.
Er ist kastriert, negativ auf
Fiv und
Leukose getestet, wird noch vor Abgabe erstgeimpft.
Eigentlich ist er ein ganz normaler Jungkater: er spielt, flitzt rum, balgt und rauft.... nichts zeigt auf den ersten Blick, dass er ein Problem haben könnte...
Er ist noch etwas Menschenscheu und derzeit ist ein streicheln noch nicht möglich, aber ich habe keine bedenken, dass er zahm wird, dazu zeigt er schon viel zu viele Anzeichen – so läuft er frei und offen in Menschennähe herum, spielt mit einem mit Federwedel oder Angel, kommt auf Zuruf sogar zu einem und nimmt einem Leckerlies ab und schubbert sich dann an Gegenständen und rollt sich vor einem herum. Einzig und allein das berühren bzw. die Hand die über seinen Kopf geht macht ihm noch Angst. Eine Abgabe erfolgt erst, wenn er zumindest mir gegenüber handzahm ist, jedoch wollte ich aufgrund seiner „Spezialität“ jetzt schon vorher mit der Suche nach dem passenden zu Hause beginnen.
Er hat nämlich eine ganz leichte
Ataxie. Diese ist jedoch so minimal ausgeprägt, dass sie ihn nicht wirklich beeinträchtigt. Er zeigt
nicht das Ataxietypische umfallen, sondern lediglich Phasenweise wirkt er etwas wie abwesend und dann wirken seine Bewegung steif - wie roboterhaft – und dann fällt ihm das abschätzen von Entfernungen auch schwer und es kann passieren, dass er beim springen sich verschätzt.
Desweiteren muß man mit der Ataxietypischen Schreckhaftigkeit rechnen, die dazu führt, das er manchmal fluchtartig vor etwas wegrennt. Jedoch beruhigt er sich dann auch wieder genauso schnell, wenn man ihn dann einfach in Ruhe lässt. Auch merkt man ihm an, dass er mit Veränderungen so seine Probleme hat – er kann sich auf Veränderungen umstellen, ist dann aber zu Anfang verwirrt und deutlich schreckhafter, was sich dann wieder gibt, wenn er sich an die neue Situation gewöhnt hat.
Also an sich alles nicht wirklich schlimm und man kann sich gut darauf einstellen, wenn man es weiß. Das heißt: seine zukünftigen Dosis sollten zwar Katzenerfahrung haben, brauchen aber keine Ataxieerfahrung zu haben.
Ansonsten ist er ein sehr lieber Kater, eher ruhiger in seinem Wesen, der aber doch gern Katerhaft rauft und dabei auch sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Anderen Katzen gegenüber ist er super sozial und geht freundlich auf sie zu. Auch kuschelt er gern mit anderen Katzen. Mit Abweisungen kann er nicht so gut umgehen, sie verunsichern ihn – die zukünftigen Gefährten sollten also auch eher sozial eingestellt sein.
Da er ja sehr lang auf dem Hof draußen war und dort das liegen im Feld sichtlich genossen hat, bräuchte er wieder einen kleinen Platz, an dem er in der Sonne liegen kann. Richtiger Freigang wäre für ihn eventuell zu gefährlich – es käme sehr auf die Gegend an – am liebsten hätte ich für ihn Wohnungshaltung mit gesichertem Garten oder Freigehege – zumindest aber ein größerer vernetzter Balkon/Terrasse sollte vorhanden sein.
Kleinere Kinder sollten nicht vorhanden sein aufgrund seiner Schreckhaftigkeit, aber für größere Kinder – speziell Jungs – hat er eine Vorliebe: meinem 12jährigen Sohn mag er sehr gern..
Wo kann der Süße SEINEN Platz finden? Er wäre sehr gut als Spiel- und Raufezuwachs für einen anderen Kater geeignet, bei Menschen, die sich von der leichten Behinderung nicht schrecken lassen und die kein Problem damit haben, dass er nicht gleich auf die Couch zum kuscheln kommt, sondern eine längere Zeit zur Um- und Eingewöhnung brauchen wird.
Juno befindet sich derzeit im dichten nördlichen Berliner Umland, wird aber bundesweit vermittelt. Bei Interesse PN an mich oder E-Mail an
[email protected]