Unverhofft Katzeneltern

  • Autor des Themas Der Luise
  • Erstellungsdatum
D

Der Luise

3
0
Hallo zusammen!

Wir sind vor einem halben Jahr unverhofft- Katze wurde aus Drogenhaus ausgesetzt und die Leute sind über Nacht abgehauen- Katzen"eltern" geworden.

Luise war sehr dünn und hat trockenes Brot gefressen, sie war natürlich nicht gechipt oder kastriert und wir haben es strikt abgelehnt, Tiere zu halten, da mein Mann und ich ca. 10 Std. am Tag ausser Haus sind.

Nun hat es uns aber erwischt, wir sind verliebt in diese tolle
Wesen. Ihr geht es inzwischen sehr gut, sie ist gesund und munter und wird ständig vertraulicher.

Sie geht auch gern nach draussen. Wenn wir nach Hause kommen, dann bekommt sie ihr Halsband um und dann gehts in den Garten. Am Anfang hatte ich große Ängste, da wir an einer sehr befahrenen Straße wohnen. Luise ist aber clever und streift nur im hinteren Bereich durch die Gärten. Danach gibt es dann Futter und Streicheleinheiten- schön ist das! Es scheint alles richtig und gut.

ABER: Ich laufe ständig mit einem schlechten Gewissen rum, es tut mir so leid, dass sie den Tag über alleine ist! Wir wollten ja auch kein Tier deswegen und ich habe auch nicht das Gefühl, dass Luise sich damit schwer tut.

Eine zweite Katze kann ich für uns ausschließen und auch unser Tiger ist - glaube ich zumindest - nicht sehr teilfreudig. Dies erfährt dann auch der Nachbarskater ab und an. In allen Foren wird geraten, sich eine 2te Katze zuzulegen.

Ist es "normal", dass man mit einem ständig schlechten Gewissen herumläuft, weil man das Gefühl hat, sich nicht genug zu kümmern?

Über ein paar Infos wäre ich Euch dankbar und möchte nochmal betonen, dass wir das Gefühl haben, dass mit der Katze alles OK ist.

Viele Grüße von einer unverhofften Katzenbesitzerin :p
 
20.11.2012
#1
A

Anzeige

Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
half_tail_cat

half_tail_cat

280
0
Ist es "normal", dass man mit einem ständig schlechten Gewissen herumläuft, weil man das Gefühl hat, sich nicht genug zu kümmern?
Hallöchen!
und ich würde sagen: herzlichen Glückwunsch, oder? (-;

Als ich deinen Text gelesen habe, fühlte ich mich direkt angesprochen, weil ich in einer ähnlichen Situation war bzw. bin.
Denn als ich letztes Jahr auszog und meine Katze von zu Hause nicht mitnehmen konnte, da sie Freigänger ist und mir buchstäblich in der Stadtwohnung die Wände hoch gegangen wäre, habe ich von meinem Tierarzt ein Pflegefellchen geschenkt gekriegt, um das sich mein Freund und ich nun ebenfalls ein gutes Jahr bereits aufopferungsvoll kümmern. (Lily wurde mit einem Beckenbruch eingeliefert, wir vermuten sogar dass irgendein Spinner sie getreten oder gequält hat, weil sie anfänglich panische Angst vor Menschen hatte, jedoch die menschlichen Spielregeln bereits beherrschte (( "Nein!" usw )) )

Wir hatten seither auch nicht den Eindruck, dass es Lily in ihrer unweigerlichen Einzelhaltung schlecht gehen würde. In der Tat scheint sie die Ruhe sogar sehr zu mögen; nur manchmal, da bilde ich mir ein in ihren Augen diesen Funken Sehnsucht zu sehen - und jedes Mal, wenn ich morgens die Haustüre hinter mir schließe, bricht mir der Gedanke, sie allein zurück zu lassen, schier das Herz.
Ich stelle mir dabei immer vor, wie ich mich in ihrer Situation fühlen würde und empfinde es schlichtweg als grausam: ein goldener Käfig, oder nicht?

Wir haben versucht, ihr den Aufenthalt etwas gemütlicher zu machen - rauslassen können wir sie nicht, aber dafür hat sie offene Fenster gekriegt, die mit Katzennetzen gesichert sind. Und so oft wir können, bespaßen wir sie wenn wir zu Hause sind. Aber da du dich bereits darüber informiert hast, wirst du auch gelesen haben, dass ein Mensch niemals eine Katze ersetzen kann.

Tja.
Allein um es zumindest mal zu versuchen haben wir beschlossen einen Kumpel dazu zu holen, weil uns auch Freunde schon dazu geraten haben und wir selbst wissen, dass es für sie eigentlich nur das Beste ist. Wie sie darauf reagiert ist dann wieder eine andere Geschichte, darauf sind wir schon sehr gespannt.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen ^-^
Grüßle
 
Juliafientje

Juliafientje

1.589
42
Also erst mal, toll, dass ihr die Katze aus dem Drogenhaus aufgenommen habt!!

Und ich denke, da sie tagsüber raus kann wenn ihr nicht da seid, solltest du kein schlechtes Gewissen haben. Die Frage ist nur, kann sie auch wieder rein wenn sie mag? Es wird ja jetzt doch sehr kalt draußen.
Könntet ihr nicht eine Katzenklappe installieren? Es gibt auch welche die nur eure Katze durchlassen, z. Bsp. mithilfe eines Chips oder ähnliches.

Halsband wäre ich vorsichtig mit, Erhängungsgefahr!
Und habt ihr da ein Glöckchen dran? Wenn ja bitte abmachen, dass ewige gebimmel macht die Katze bekloppt ;-)
 
D

Der Luise

3
0
Hallo, Ihr Lieben!

Ich danke Euch für Eure Meinungen und ich bin froh, nicht allein zu sein :razz:

Luise ist tagsüber im Haus und Abends, wenn wir nach Hause kommen, kann sie raus. Sie macht alle 15 Stunde einen Kurzbesuch, ob die Tür hinten noch auf ist - Trauma durch Vorbesitzer - und zischt dann wieder ab. Sie kommt da wirklich gut mit klar und sie vermittelt uns nicht das Gefühl, dass ihr etwas fehlt. Im Gegenteil: Wenn wir nicht mit in den Garten kommen, weil kalt oder die Wäsche muss noch in den Schrank, dann geht sie-obwohl die Tür auf ist- nicht raus, sondern bleibt bei uns! Am Wochenende kann sie den ganzen Tag draussen verbringen und auch da kommt sie immer wieder rein und bleibt eine Weile, das ist echt schön :p

Die Idee mit einer 2ten Katze finde ich zwar süss, aber was, wenn die beiden Charaktere nicht zusammen passen? Umtauschen ist ja nun ausgeschlossen! Unsere Luise ist schon sehr dominant - siehe Nachbars Kater, der Arme oder der Hund vom anderen Nachbar, der hat da auch nicht viel zu lachen, wenn sie "erscheint" Ich sehe da mehr Probleme.....

Wie ja auch schon von Euch geschrieben, denke ich wahrscheinlich zu menschlich...also, wie ich mich fühlen würde. Sie ist einfach ein Geschenk, wir widmen ihr alle Zeit, die uns zur Verfügung steht und ich denke, dass sie das auch merkt. Sie wird immer zutraulicher und wenn wir uns Abends aufs Sofa kuscheln, dann kann sie es gar nicht abwarten und ist sofort auf der Decke und macht es sich bequem.

Ich bin Geschäftsfrau und muss immer schnell Entscheidungen treffen und tough sein und dieses kleine Wesen legt sich zu uns, putzt sich und ich fange fast an zu heulen-unglaublich!

Es fühlt sich alles schön und richtig an- bis, ja, bis ich dann am morgen ihren Napf befülle und die Tür hinter mir schliesse.....grrr....
 
Juliafientje

Juliafientje

1.589
42
Ich habe auch eher den Eindruck das eine zweite Katze nicht das ist was sie braucht.

Evtl. wäre wirklich eine Katzenklappe eine gute Lösung, da sie dann erstens auch tagsüber raus kann und zweitens lernt das sie immer nach Hause kann und nie mehr eine Tür für sie verschlossen bleibt :)
 
D

Der Luise

3
0
Hallo Zusammen!

Also, wir haben nun einen neuen Plan ausgearbeitet und es scheint - toitoitoi - richtig gut zu funktionieren!
Luise kann jetzt auch Morgens 1-1,5 Stunden raus in den Garten und da sie hört, wenn man sie ruft, klappt es seit 2 Tagen richtig gut. Also hat sie nicht nur Abends Ausgang, sondern zusätzlich auch am Morgen.

Ihr geht es prima und sie kommt auch - wie immer - freiwillig wieder zurück, weil es dann Futter gibt. So kommen wir glaube ich gut über den Tag, mein schlechtes Gewissen ist nicht mehr so stark, drückt uns mal die Daumen!

Der Einzige, der im Moment ein Problem hat, ist der Nachbarskater, da gab ein heute Morgen, wie soll ich es sagen.....Unstimmigkeiten zwischen ihm und Luise, aber es hält sich noch in Grenzen, ich hoffe, es wird nicht schlimmer....

Einen schönen Tag an alle!
 

Schlagworte

unverhofft KatzenBabys bekommen

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen