Alle guten Dinge sind 3

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Alle guten Dinge sind 3……..

Die Geschichte beginnt leider mit dem traurigen Ende von unserem nur 2 Jahre alten Kater Pablo, den wir nach einer schweren Krankheit von uns gehen lassen mussten.

Jetzt kannst Du ohne Schmerzen auf der Regenbogenwiese mit allen anderen Fellnasen umher tollen. Wir, und vor allem dein Kumpel Pedro, werden Dich nie vergessen, kleiner schwarzer Pablo!

Nun war unser 2 ½ Jahre alter Kater Pedro allein. Durch den Leidensweg von Pablo hatten wir keine Kraft und wollten eigentlich keinen neuen Kater mehr.
Wir wollten es aber von Pedros Verhalten abhängig machen!

Pedro verkraftete das Alleinsein sehr gut, nur wir nicht. Wir redeten uns immer mehr ein wie, „Schau mal, Pedro schaut ganz traurig“, oder „Pedro wartet auf seinen Kumpel“ usw. Nach 3 Wochen haben wir dann zugegeben, dass nicht nur Pedro einen Kumpel haben, sondern wir auch wieder einen zweiten Kater wollten. Damit begann die Suche. Es sollte unbedingt ein roter Kater sein. Nach tagelangem Suchen sagte meine Kollegin zu mir „schau doch mal bei Ebay Kleinanzeigen rein“. Ich dachte nur so bei mir, ich will doch keinen Kater ersteigern…

Dann sah ich Ihn, einen kleinen roten Kater mit einem total süßen Gesicht und habe mich sofort in den kleinen verliebt. Ich kam dadurch auf die Seite von der Katzen-Hilfe Uelzen. Die Bilder von dem kleinen roten Kater schickte ich meinem Mann, ihm erging es genau wie mir, der positive Anruf kam sofort. Den oder keinen.

Der Anruf bei Melanie war dann allerdings enttäuschend. Yoshi, der kleine rote Kater, sei schon vergeben. Enttäuscht fuhr ich nach Hause und berichtete meinem Mann davon. Der enttäuschte Gesichtsausdruck sprach Bände, aber wir konnten ja nichts machen.

Der nächste Morgen in der Arbeit. Rechner hochfahren, die E-Mail von Melanie lesen und meinen Mann anrufen, war eins. Yoshi war wieder zu haben. Die anderen wollten einen Kater im gleichen Alter wie ihre Katze haben und nicht so einen jungen Feger, ob wir noch Interesse an Yoshi hätten. Ich habe Melanie sofort angerufen. Das war das zweite Telefonat mit Mel, dem noch sehr viele und stundenlange Gespräche und sehr viele MMS und SMS folgen sollten.

Da wir das nächste Wochenende nicht zu Hause waren, wollten wir das Zusammenbringen mit Pedro zwei Wochen später machen. Bei einem der vielen Telefonate kam auch das Gespräch auf Kiwi, dem scheuen Bruder von Yoshi, der dann alleine bei Melanie bleiben würde.


Durch Pablo hatte ich Erfahrung mit scheuen Katzen und nach ganz kurzer Überlegung rief ich Melanie an, um ihr zu sagen, dass wir Kiwi auch ein schönes zu Hause bei uns geben würden. Melanie, die sonst nicht auf dem Mund gefallen ist, war sprachlos. Damit hat sich nicht gerechnet. Wir allerdings auch nicht…

Wir hatten uns überlegt, dass wir die Zusammenführung mit Pedro viel ruhiger gestalten können, wenn wir 2 Kater zu uns holen. Wir haben unser Kinderzimmer in ein Katzenzimmer umgestaltet. 3 Wochen später (bedingt durch einen Schnupfen der beiden Raketen) zogen sie bei uns ein. Wir wollten die Zusammenführung von Pedro, Yoshi und Kiwi so stressfrei wie möglich gestalten. Ich hatte die Idee mit dem Treppenschutz für Kinder. Ein bisschen umgestaltet (mit Plexiglas) und dadurch ein bisschen höher kommend, war es ein guter Schutz.


Die beiden Rabauken kamen da noch nicht rüber, aber Pedro konnte rein, wenn er wollte. Sie konnten sich aber auch erst einmal durch die Scheibe kennen lernen. Das war das Schöne, dadurch dass wir
uns entschlossen haben 2 Kater zu nehmen, konnte Pedro sein eigenes Leben weiter führen, d. h. nach draußen durch seine Katzenklappe gehen und Yoshi war dann nicht allein, sondern hatte seinen Bruder zum Spielen dabei.

Für Kiwi war es eh total gut, dass er mit seinem Bruder zu uns kommen konnte. Er taute hier bereits am zweiten Tag so auf, dass ich mich fragte, ob Melanie uns einen anderen Kater untergejubelt hatte. Bei Yoshi war es uns eh klar, dass er sich schnell bei uns einleben würde, aber bei Kiwi hatten wir uns schon auf ein paar Wochen eingestellt. Yoshi, aber übertraf auch unsere Erwartungen. Transportbox auf, Zimmer inspizieren und sich auf das Spielzeug stürzen war fast eine Bewegung.

Kiwi verzog sich erst unter dem Schreibtisch, wo ich ihn schon die nächsten Wochen gesehen habe, aber denkste.
Schon am zweiten Tag traute sich Kiwi unter dem Schreibtisch vor und spielte mit Yoshi und mir. Zwar vorsichtig, aber er spielte. Am dritten Tag konnte ich ihn schon in der Transportbox streicheln und er schnurrte sogar. So machte er von Tag zu Tag riesengroße Fortschritte.

Pedro ignorierte die beiden die ersten Tage, aber die Neugierde besiegte ihn nach ein paar Tagen und er schlich sich immer öfter in den hinteren Bereich unseres Hauses.



Meist ging er auch nach draußen und setzte sich auf die Fensterbank und schaute den beiden von draußen beim Spielen zu.


Meine Hand war mittlerweile total zerkratzt, was allerdings bei kleinen Rabauken nicht ausbleibt. Sie müssen erst einmal lernen, dass ihre Krallen doch Schmerzen bereiten können. Nach 1 ½ Wochen schickte ich Melanie ein kleines Filmchen, wo sie sehen konnte, wie Kiwi aufgetaut ist und das er das Streicheln total genießt. Nach 2 Wochen hat es Melanie nicht mehr ausgehalten. Sie wollte die beiden Racker unbedingt wieder sehen. Sie und Holger kamen uns also besuchen. Damit Melanie nicht enttäuscht ist, hatte ich vorsichtig darauf hingewiesen, dass es ja sein könnte, dass Kiwi sich erst einmal wieder verstecken würde, aber das war nicht der Fall. Melanie und Holger konnten den ganzen Nachmittag mit den beiden spielen, so doll, dass ich am nächsten Tag noch die beiden liebsten und ruhigsten Kater auf der Welt hatte. Das hielt allerdings nur einen Tag an. Danach tobten sie weiter. Mittlerweile spielt Pedro auch ein bisschen in der Nähe der beiden. So langsam muss er sich auch an den Gedanken gewöhnen, dass die beiden bald aus dem Zimmer rauskommen. Lange werde und will ich sie auch nicht mehr nur in dem Zimmer lassen.

Eines Morgens, mein Mann hatte gerade Spätschicht passierte es dann. Ich war schon zur Arbeit gefahren und mein Mann ist noch im Bett geblieben. Er hörte Katzengetrappel und dachte, oh Pedro kommt mich besuchen, machte die Augen auf und dachte nur, sch…… das ist der falsche Kater. Yoshi war aufs Bett gesprungen, als ob er das schon immer gemacht hatte und schaute ihn an, als ob er sagen wollte, „nun mach, dass du aus dem Bett kommst und spiel mit uns“. Kiwi erkundete dabei schon mal das Haus.

Jetzt nur ganz ruhig bleiben, dachte mein Mann sich und überlegte, wie er die beiden am geschicktesten wieder ins Zimmer lotsen konnte. Pedro war ja auch im Wohnzimmer, aber wohl von seinem nächtlichen Streifzug so müde, dass er zwar Kiwi und Yoshi anschaute, aber nicht so richtig registrierte, oder einfach nur keine Lust auf Ärger hatte. Dank des Spieltriebes der beiden, war es dann aber kein Problem sie mit dem LED-Pointer wieder ins Zimmer zu bringen. Das war der erste Ausflug der beiden Rabauken.

Mit dem eigentlichen Rauslassen wollten wir noch eine Woche warten, da wir das nächste Wochenende einen Kurztrip nach Travemünde (die ganzen Kurztrips waren gebucht, bevor wir uns die kleinen Racker geholt hatten) geplant hatten, und es für meine Bekannte schwieriger mit der Versorgung sein würde, wenn die beiden schon mal die Luft außerhalb ihres Zimmers geschnuppert hatten. Das Wochenende war zwar sehr schön, aber jeder kann wohl nachvollziehen, dass ich mit meinen Gedanken mehr bei meinen Katzen war, als im Urlaub.

Am Sonntag sind wir dann relativ früh wieder nach Hause gefahren. Nach der herzlichen Begrüßung von Pedro und den beiden Rackern entschloss ich mich zu handeln. Pedro drin, Katzenklappe zu und die Absperrung auf. Kiwi war der erste, der seine Nase aus dem Zimmer steckte und dann ging es los. Pedro lag noch auf dem Sofa und machte große Augen. Er hatte wohl gedacht, dass die Beiden im Zimmer bleiben würden. Deshalb hat er sie ja auch immer geärgert und sich vor ihrem Fenster gewälzt. Wobei die beiden immer fast abgedreht sind.


Ein bisschen Gefauche und Geknurre von Pedro war aber auch alles. Wobei es, glaube ich, hauptsächlich nur Unsicherheit von Pedro war (er hat sich nämlich in der Zeit, seit wir die Beiden haben wieder in den alten Pedro verwandelt. Lieb und verschmust, aber auch sehr häufig draußen. Deshalb glaube ich, braucht er doch einen oder zwei Spielkameraden).

Nach einer halben Stunde habe ich die beiden dann wieder spielend ins Zimmer bekommen, wo sie nach anfänglichen Protesten sehr schnell eingeschlafen sind. Die neuen Eindrücke haben sie dann doch sehr schnell müde gemacht. Am nächsten Tag kamen die beiden dann 2 x für jeweils eine halbe Stunde raus, allerdings ohne Pedro, da der mal wieder auf seinen Streifzügen war.

Jetzt wurde schon gespielt und der Kratzbaum für toll befunden,
an den Blumen geknabbert und alles andere ausgekundschaftet.

Es gibt so viel zu entdecken für so kleine Wesen, die die ganze Welt erkunden wollen.

So ging es jetzt 2 Wochen. Jeden Tag raus und das dann auch für mehrere Stunden, da wir 2 Wochen Urlaub hatten. Pedro war öfter mit im Raum und fauchte, aber mehr passierte nicht. Yoshi machte es Pedro aber auch nicht immer leicht. Er verlangte sofort die gesamte Freundschaft, die Pedro ihm aber noch nicht geben wollte. Er wollte gleich sofort mit ihm toben, aber dazu war Pedro noch nicht bereit.

Der Tag, an dem wir die Beiden rauslassen wollten kam und es war zu stürmisch also haben wir es verschoben (worüber ich nicht ganz böse war).

Am Freitag passierte dann der Unfall mit Yoshi. Ich dachte eigentlich, dass ich ein katzensicheres Zuhause habe, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Yoshi wollte, wie er es schon öfter gemacht hatte, von der Heizung auf unser Bett springen und muss wohl beim Wegspringen weggerutscht sein und hing mit einer Zehe kopfüber am Heizungsgitter fest. Ich habe noch nie eine Katze so schreien gehört.

Mein Mann war sofort zur Stelle um Yoshi zu helfen, aber durch die Panik hat Yoshi so gestrampelt und die Hand von meinem Mann total zerkratzt. Ich habe ihn dann zum Glück zu packen bekommen und konnte ihn dann befreien. Jetzt musste ich mich um meinen Mann kümmern (die Hand blutete sehr stark) und natürlich schauen, wie es Yoshi geht.

Er war ein bisschen verstört, aber noch verstörter, wahrscheinlich durch die Schreie, war Kiwi. Ich sah, dass der Fuß blutete und rief gleich meinen Tierarzt an. Ich sollte gleich vorbei kommen, er wollte sich die Pfote anschauen. Es hörte allerdings sehr schnell auf zu Bluten und so fuhren wir etwas ruhiger zur Tierarztpraxis. Es war alles sehr geschwollen, aber die Kralle war noch dran. Der Schrecken steckte uns zwar noch in den Knochen, aber Yoshi ist wohl noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Ich höre ihn aber heute noch schreien und sehe ihn an der Heizung hängen. Ich schreibe dies auch, um aufzuzeigen, was passieren kann.

Zwei Tage später, die Pfote war verheilt, war es endlich soweit. Die beiden sollten raus. Puh, hatte ich Angst, aber es war auch sehr schön. Ganz vorsichtig trauten die beiden sich auf die Terrasse und fingen an ganz langsam unser Grundstück zu erkunden. Hören natürlich gleich null, aber spielend bekam ich sie nach einer halben Stunde wieder ins Wohnzimmer.


Pedro schaute den beiden die ganze Zeit zu und wurde ignoriert. Alles andere war wichtiger für die zwei. Ab jetzt war das Zusammentreffen etwas entspannter. Nase an Nase ohne Gefauche und Geknurre, es sei denn Yoshi übertrieb es mal wieder, aber wir waren mit der ganzen Entwicklung sehr zufrieden und haben es keine Sekunde bereut statt einen doch zwei Kater zu nehmen und mit Kiwi haben wir auch einen ganz besonderen Fang gemacht.


Mittlerweile sind sie seit fast 4 Wochen draussen und haben schon so einiges angestellt, wobei mir fast jedes Mal das Herz stehen bleibt. Da wird auf dem Hausdach rumgeklettert, oder unsere Lebensbäume mal kurzerhand als Aussichtsplattform genutzt.
Keine Mauer ist ihnen zu hoch um runter zu springen. Jeder Baum wird von innen begutachtet. Jedes Nachbargrundstück wird genauestens untersucht. Es gibt so viel zu entdecken und ich hoffe, dass sie trotz allem sehr vorsichtig mit allem Neuen umgehen. Mit dem Hören klappt es auch ganz gut, zumindest wenn sie etwas länger draussen bleiben dürfen. Dann reicht es meist aus einmal mit der Trockenfutterdose zu klappern und sie sprinten ins Wohnzimmer.



Jetzt haben wir 3 Fellnasen, die sich immer mehr anfreunden und zusammen durch dick und dünn gehen und sich gegenseitig Unfug beibringen.


Draussen ist es total super, nur drinnen ist es Pedro manchmal noch zu nervig mit den Beiden. Er kommt dann von seinen Streifzügen nach Hause und will seine Ruhe haben. Das geht in den Augen der Racker natürlich nicht. Sie wollen dann sofort mit Ihm spielen, denn geschlafen haben sie ja in der Nacht.

Gefressen wird schon zusammen und es wird auch noch manchmal gefaucht, vor allem wenn Pedro die beiden erschreckt. Das macht er zu gerne. Immer dann, wenn die Beiden zusammen kämpfen, will er mitmachen und springt von hinten dazu. Meist bekommen die Beiden dann so einen Schrecken, dass ihnen alle Haare zu Berge stehen und sie dann doppelt so groß sind. Unser Fazit also:


Alle guten Dinge sind 3 .


Yoshi ist ein Kater, den man sofort in sein Herz schließt,
aber Kiwi will man einfach nur beschützen und lieb haben. Er ist mittlerweile so verschmust geworden und genießt die Streicheleinheiten ganz doll.


Pedro ist eh ein ganz besonderer Kater. Er hat die Eigenschaften, die man an einer Katze so liebt. Eigenwillig aber doch total lieb.
 
Zuletzt bearbeitet:
27.12.2012
#1
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Elsa

Elsa

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Was für eine unglaublich schöne Geschichte. Ich freue mich sehr für Euch.

Genau diese Geschichte haben wir fast so ähnlich erlebt.
Letztes Jahr im September mussten wir unseren 16,5 Jahre alten Chap von seiner CNI erlösen lassen. Es war unglaublich traurig. Nun war unser 7 Jahre alter SAM alleine. Erst mochte ich noch nicht nach einer kätzischen Gesellschaft Ausschau halten. Aber ..... am 30.10.11 sind zwei kleine Kitten aus Griechenland hier eingezogen die dort im Müll entsorgt waren. Ansonsten ist`s die gleiche Geschichte. Witzig ist auch, ihr wohnt nur ca. 20 km von uns entfernt.
Unsere 3 Kater und ich wünschen Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr
 

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katze rote nase transportbox

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