Bruder ist gestorben

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Kontrapunkt

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Samstag Nacht ist mein kleiner Hermann gestorben. Ihm ging es schon länger recht schlecht. Er hat sich immer erbrochen. Die Blutwerte hatten damals nix ergeben. Dann bekam er Cortison, das zumindest die Symptome ganz gut in den Griff bekam. Nur mache ich mir natürlich ganz große Vorwürfe, dass ich die
weitergehenden Untersuchungen (z.B. Ultraschall) auf die lange Bank schob. Denn mit dem Cortison ging es ihm ja ganz gut. Nur wurde es am Samstag plötzlich ultraschlimm. Er erbrach sich alle fünf Minuten, war völlig dehydriert und unterkühlt und torkelte nur noch. Da habe ich ihn dann hier am Sa Abend in die Tierklinik gebracht. Die haben sich ganz liebevoll um ihn gekümmert (Infusionen, unter`s Wärmelicht etc.) und es sah zuerst auch ganz gut aus, aber um 2:30 wurde es plötzlich ganz schlimm, die Nieren versagten und um 3 Uhr war der kleine Mann tot. Und das mit nur 11 Jahren ! Ich mache mir natürlich nun Gedanken um seine Zwillingschwester. Auf der einen Seite ist sie jetzt den ganzen Tag alleine und da wäre eine neue Katze evtl. sinnvoll. Auf der anderen Seite ist sie aber ein wenig dominant und fetzt sich gerne mit anderen Katzen sobald diese ihr Revier betreten. Was meint Ihr?
 
31.12.2012
#1
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Tinaho

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Huhu,

tut mir leid um Deinen Hermann.

Mach Dir keine Vorwürfe, nachher ist man immer schlauer. Du hast noch alles versucht um ihm zu helfen. Manchmal ist man einfach macht- und hilflos.

Hermann ist jetzt eine Sternenkater, der seinen Platz immer in Deinem Herzen hat. Er ist bestimmt gut über die Regenbogenbrücke gekommen.

Da die übriggebliebene Schwester jetzt den ganzen Tag allein ist würde ich auch über eine weitere Katze nachdenken. Die Tierheime und Pflegestationen sind ja voll. Es wird sich bestimmt ein Tier finden, dass charakterlich und altersmäßig zu ihr passt. Einen Versuch wäre es wert.

Ich wünsche einen guten Rutsch ins Jahr 2013.

LG
 
K

Kontrapunkt

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Das ist ganz lieb. Aber ich mache mir einfach wahnsinnige Vorwürfe. Er hat sich schon seit Monaten ständig erbrochen. Die Blutuntersuchung hatte seinerzeit nicht feststellen können. Mein Tierarzt hat mir dann geraten, weitere Untersuchungen durchführen zu lassen. Zur Unterbindung des Erbrechens bekam er dann Cortison, was zumindest die Symptome abgestellt hat. Und ich habe die zusätzlichen Untersuchungen immer nach hinten geschoben, da er mit dem Cortison ja gut klar kam. Am Samstag wurde es allerdings ganz schlimm und da habe ich ihn dann in die Tierklinik gefahren. Aber die Nieren haben nicht mehr mitgemacht. Werde ich mir nie verzeihen. Hätte ich mal rechtzeitig vor drei, vier Monaten weiter untersuchen lassen. Hätte, hätte, hätte.
Mir war nicht klar, wie akut es war. Und solche Untersuchungen schiebt man nicht auf die lange Bank. Das ist unentschuldbar. Das werde ich mir nie verzeihen.
Das Problem ist, dass seine Schwester ein wenig dominant ist und immer Stress mit "Gastkatzen" hat. Aber den ganzen Tag alleine in der Wohnung ist auch schrecklich. Mein Tierarzt hat mir heute empfohlen, drei bis vier Wochen abzuwarten und zu sehen, wie sie sich verhält. Danach werde ich mich mit ihm noch mal beraten.
Das war der kleine Mann übrigens. Das dritte Bild ist aus der Klinik. Da war`s schon vorbei. Kann ich mir gar nicht ansehen.
 

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Tinaho

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Huhu,

versuch ihn so in Erinnerung zu behalten, wie er auf den ersten beiden Bildern zu sehen ist.

Ich habe auch noch so ein Bild von unserem Shanks (+12.06.2012), kurz nach seinem Tod, im Kopf. Schrecklich.

Möchte mich ansonsten dem Rat des Tierarztes anschließen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, um die Trauer und die Schuldgefühle zu überwinden.

Halte uns auf dem Laufenden.

LG
 
Katzenpower

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Ich ksnn ich verstehen, gestern ist mein kater an cni gestorben, ich musste hilflos zusrhen wie das leben azs ihm weicht, er war ziemlich unterkühlt und er ist auch in der tietklinik gestorben:(
 
Lady of Camster

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Kontrapunkt, es mag richtig sein, dass du eher hättest handeln können. Bedenke aber bitte auch, dass er womöglich schon so krank war, dass du sein Leben vielleicht nur um einige Wochen, vielleicht wenige Monate, hättest verlängern können. Und das immer unter Gesichtspunkt, dass er die ganze Zeit Schmerzen gehabt hätte in dieser restlichen Zeit.

Als ich damals von einem TA zum andren gerannt bin mit meiner Sonic, und mir irgendwann gesagt wurde, dass eine weitere OP nur soviel bringt, dass sie in Kürze wieder leidet, habe ich mich trotzdem nochmals für eine OP entschieden.
Sie wurde aus dieser letzten OP nicht mehr aus der Narkose zurückgeholt, weil der TA gesehen hat, dass es für die Katze nur noch eine Qual wäre danach.
Ich mache mir Vorwürfe, dass ich ihr versprochen habe sie Abends wieder abzuholen, dass ich nicht bei ihr war um den letzten Weg zu gehen.

Man lernt aus solchen Sachen einiges dazu.
Bitte quäle dich also nicht mit Vorwürfen, sondern denke daran, dass dein Liebling nun keine Schmerzen mehr hat.

Dein TA hat recht, dass du seiner Schwester nun erst mal ein wenig Zeit geben solltest.
Es kann gut sein, dass sich ihr Verhalten in den nächsten Wochen ändert.
Beobachte ihr Verhalten und schau dich dann nach einer passenden Gefährtin für sie um.

Du schreibst was von "Gastkatzen" :roll:
Was meinst du genau damit? Kommen Freunde mit ihren Katzen zu dir? Oder wie muss ich mir das vorstellen?
 
K

Kontrapunkt

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Das mit diversen Ärzten und unterschiedlichen Empfehlungen kenne ich. Nachdem mir damals mein Tierarzt zusätzliche Untersuchungen empfohlen hatte, konsultierte ich die Schwester einer Kollegin, die auch Tierärztin ist und eine Praxis hat. Und die "beruhigte" mich dann auch mit dem Hinweis, dass es wahrscheinlich irgendeine Infektion sei und Cortison erst mal das richtige sei. Über weitere Untersuchungen könne man ja dann später nochmal nachdenken. Und das war der Grund, warum ich Ultraschall etc. im weiter auf die lange Bank schob.

Ich hatte einmal für zwei Wochen eine fremde Katze in "Urlaubsvertretung". Das hat meinem Mädel gar nicht gefallen und sie war nicht sehr freundlich zu dem Gast.
Außerdem waren meine beiden zweimal in einer Tierpension und sie haben sich überhaupt nicht mit den anderen vertragen. Beidemale mussten die beiden in einem seperaten Zimmer untergebracht werden, da es in der Gruppe überhaupt nicht funktionierte.
Wenn, dann könnte ich mir evtl. wieder einen Siamesen-Kater vorstellen, der nicht dominant ist und sich gut unterordnen kann.
 
Lady of Camster

Lady of Camster

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In dem Zusammenhang mit "Gastkatzen" ist es klar, dass es bei dir den Eindruck hinterlassen hat, dass die beiden nicht mit andren Katzen klar kommen.

Eine Zusammenführung brauch seine Zeit.
Wenn da einfach ein fremdes Tier dazu gesetzt wird, oder deine Katzen plötzlich zu andren Katzen dazu gesetzt werden, sind sie natürlich erst mal nicht begeistert.

Stell dir Kinder vor, die in den Kindergarten kommen.
Ganz viele fremde Kinder um sie rum. Da ist das Geplärre groß und das Kind will nicht ohne Mami und Papi alleine da bleiben.
Nach einiger Zeit aber gibt sich das, weil sich alle ganz vorsichtig kennen lernen.

Beobachte deshalb deine Süße. Und dann schau in Ruhe nach einem passenden neuen Gefährten, oder Gefährtin, für sie.
 
K

Kontrapunkt

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Habe am Montag mit einer sehr netten Züchterin telefoniert, die wirklich ganz liebevoll ihre Siamesen und Orientalisch-Kurzhaar-Kitties aufzieht und auch nicht an jeden verkauft. Ich möchte für meine Edeltraud schon wieder einen Siam-Kater haben. Die Siamesen passen halt super zusammen. Am besten jemand, der ähnlich ist, wie Hermann, also nicht dominant und nicht wild. Das wäre - denke ich - das Beste für die Kleine. Aber wenn dann eh erst im Februar. Ich werde übrigens ab sofort jeden Monat pro Katze € 50,- in einen "Gesundheitstopf" stecken. Wenn dann irgendwann mal was ist, schiebt man`s nicht auf die lange Bank oder überlegt, ob jetzt oder später, oder muss es jetzt unbedingt sein, sondern greift einfach in den Topf. Aber davon hat der arme Hermann auch nix mehr. Und das ist alles meine Schuld! Mir kommen schon wieder die Tränen.
 
Lady of Camster

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Das mit dem "Katzen-Geld-Topf" ist doch schon mal ein guter Anfang fürs neue Jahr.

Bitte verzweifle nicht in an Selbstvorwürfen.
Wie ich schon erwähnte, hätte Hermann vielleicht ja wirklich nur noch unter Schmerzen weiterleben können, oder nur noch eine kurze Zeit vor sich gehabt.

Mir sagte mal eine liebe Bekannte, dass meine Katze sehr wohl gespürt hat was ich für sie getan habe.
Aber sie wusste nicht, was vielleicht noch alles möglich gewesen wäre.
Von daher ist Hermann im Regenbogenhimmel und weiß nur, dass er ein liebevolles Zuhause hatte und nun dankbar ist, dass er keine Schmerzen mehr hat.

Er hat nicht darüber nachgedacht, ob er heute sterben könnte, oder vielleicht erst in zehn Jahren. Er hat einfach jeden Tag so genommen wie er kam. Und all diese Tage, Monate Jahre, in denen er bei dir war, hatte er ein wundervolles Leben.
Nimm ihm diese schöne Erinnerung nicht, sondern teile sie mit ihm. Teile sie mit ihm, indem du an die schönen Zeiten denkst.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es dir geht. Aber du kannst es nun mal nicht mehr ändern.
Du hast was dazu gelernt. Aber es hätte Hermann´s Leben vielleicht wirklich nur schmerzhaft verlängert.
 

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