Katze und Deutsche Dogge

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Tschikitta

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Hallo an alle Katzenliebhaberinen und Liebhaber,
wer bisher meine Beiträge gelesen hat, weiß das ich frühmorgens Zeitungen austrage. Zu der Zeit als dieses Erlebnis passierte, trug ich nur 230 Zeitungen aus, was ein Zeitbedarf von ca. 3 bis 3,5 Stunden betrug. Jeden morgen lief ich so ca. 9 km. Es waren 2 Bezirke. Einer in meiner Stadt und einer im Vorort.
Dieser Beitrag ereignete sich im Frühjahr 2011.
Er ist in zwei Teile aufgeteilt.
1. ter Teil zum Schmunzeln und nachdenken
2. ter Teil leider traurig. (Wer den zweiten Teil nicht lesen möchte, achte auf die ankündigung nach dem ersten Teil)

Leider ist es so das die Zeitungen von wo ich diese Abhole nicht immer um 2.00 Uhr angeliefert werden. Häufig sind es technische Defekte beim Druck der Zeitung. Mal geht eine Maschine kaputt mal reißt das Papier. Dann gibt es immer eine Verzögerung.

So passierte es auch an diesem Tag. Die Zeitung wurde erst um 3.30 Uhr angeliefert. Da ich für den Bezirk in der Stadt und der Fahrt zum Vorort eine Stunde benötigte kam ich erst um 4.30 Uhr in meinen zweiten Bezirk.
Das ich nicht bis 6.00 Uhr fertig sein konnte, (Normalerweise muss die Zeitung dann beim Leser sein) dürfte jedem klar sein.
Vorweg muss ich noch sagen, das bei einem Leser eine Deutsche Dogge lebte, die ich schon mehrmals gesehen und auch gestreichelt hatte. Natürlich bekam auch dieser riesige Hund sein Leckerchen. Diese Dogge wurde morgens gegen ca. 6.00 Uhr aus dem Haus gelassen von dem sie ohne unterbrechung zu einem in ca. 300 meter entferntem Acker lief um ihr Geschäft zu verrichten. Wenn dieses erledigt war, lief sie mit Schnupperpausen wieder zum Haus zurück.
Drei Häuser weiter lebte eine schon
sehr alte Katze. Wie ich erfuhr war sie 23 Jahre alt und Freigänger. Auch diese hatte ich schon mehrmals gestreichelt und mit einem Leckerlie versorgt. Sie verließ das Grundstück nur noch ab und an. Meistens lag sie in der offen stehenden Garage wenn ich die Zeitung brachte.
An jenem besagtem Tag kam ich also nach 6.00 Uhr in die Straße wo beide Tiere lebten. Schon von weitem ( ca. 100m) sah ich die Katze auf der Straße liegen. Ich sah aber auch wie der Hund nur noch ca. 100m von der Katze entfernt war. Der Hund rannte sehr schnell, weil er wohl die Katze gesehen hatte. Ich lies sofort meine Zeitungstasche fallen und rannte so schnell ich konnte auf die Katze zu. Natürlich war ich dabei am schreien um den Hund zu erschrecken. Der ließ sich natürlich nicht von meinem Geschrei stören und kam erheblich früher bei der Katze an. Ich dachte nur, "Die arme Katze!"
Was ich dann sah konnte ich nicht glauben.
Dieser große Hund stieß die Katze ganz vorsichtig mit seiner Schnautze an. Er legte sich dann ganz dicht bei der Katze auf den Boden und drehte sich ein klein wenig auf die Seite.
Die Katze legte dann eines ihrer Vorderpfoten um den Hals des Hundes und eines der Hinterpfoten auf den Rücken des Hundes. Anscheinend hatte die Katze dabei ihre Krallen ausgefahren den der Hund jaulte kurz auf. Dann drehte er sich wieder auf den Bauch, so das die Katze nun auf dem Hals des Hundes Lag. Anschließend stand der Hund ganz langsam und vorsichtig auf und ging langsam auf das Haus, in dem die Katze lebte, zu. Vor dem Haus waren insgesamt drei Treppenstufen. Der Hund legte sich auf die zweite Stufe und die Katze konnte wieder von dem Hund herunter. Dann bellte der Hund ein paar mal und die Tür ging auf. Ich sprach die Besitzerin der Katze auf diesen Vorfall an und sie erzählte mir das Hund und Katze die besten Freunde sind die man sich vorstellen kann. Das was ich an jenem morgen gesehen hatte, passierte mindestens einmal die Woche. Jeden Tag kam es vor, wenn die Katze auf ihrem Lieblinksplatz im Garten lag, das der Hund sich dazu legte und beide so stundenlang in der Sonne lagen. Auch traute sich kein anderer Hund an die Katze heran. Sie wurde von anderen Hunden nicht beachtet. Denn wo tagsüber die Katze war, war auch die Dogge nicht weit. Ich war sehr erstaunt über diese doch nicht altägliche Freundschaft, denn immerhin ist die Dogge wohl 20 mal größer als eine Katze.
Ende Teil 1!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Weiter mit Teil 2!!!!!!!!!!
Kurz vor Weihnachten 2012 traf ich die Besitzerin der Katze wieder und sie fragte mich ob ich nicht mehr in dem Bezirk wo sie wohnt die Zeitung trage. Ich sagte ihr, das ich schon seit einiger Zeit den Bezirk in unserer Stadt nicht mehr trage und somit immer weit vor 6.00 Uhr die Zeitung bringe.
Aber das Leckerlie für die Katze und dem Hund würde ich immer noch vor die beiden Haustüren legen.
Dann erzählte sie mir das kurz nach dem damals erlebtem die Katze leider an einem Donnerstag verstorben ist.
Der Hund hatte an diesem morgen gegen ca. 5.00 Uhr verrückt gespielt. Die Halterin dachte sich wohl, das der Hund Gassi müßte und ließ ihn hinaus. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon die Zeitung geliefert hatte, nahm sie diese um darin zu lesen bis der Hund wieder da war. Als jedoch nach ca. 30 minuten der Hund noch nicht zurück war, begann sie diesen zu suchen. Als sie am Haus der Katze vorbeikam hörte sie ihren Hund jaulen. Sie schaute nach und fand ihren Hund auf der Treppenstufe liegend vor. Die Pforderpfote der Katze lag noch auf dem Hals des Hundes. Die Katze war leider verstorben. Vermutlich hat die Katze nach ihrem Freund gerufen und dieser hat sie ein letztes mal zur ihrem Haus gebracht. Als die Katze an ihrem Lieblingsplatz im Garten beerdigt wurde, war die Dogge mit dabei. Sie verlies erst nach ein paar Stunden das Grab. Ungefähr zu der Zeit, an dem sie sonst immer nach Hause ging.
Seitdem ist der Hund immer sehr traurig. Nur an einem Tag nicht! An einem Donnerstag!
Dann liegt er, wie jeden Tag am Grab der Katze, dreht sich auf die Seite, jault ein zwei mal um dann ganz vorsichtig aufzustehen. Anschließend geht er ein paar runden durch den garten. Legt sich wieder neben das Grab, dreht sich auf die Seite und steht anschließend wieder auf. Dann freut er sich wie verrückt. Wackelt mit seinem Schwanz, bellt ein paar mal und geht dann nach hause. Da ist er dann wieder ganz der alte. Bis zum nächsten Tag. Dann wirkt er wieder traurig.
Warum dieses so ist können sich die Katzenbesitzerin und die Hundebesitzerin nicht erklären. Ich auch nicht! (vieleicht doch, wer weiß was es so alles gibt?)
Trotzdem lege ich auch jetzt noch vor beiden Türen das Leckerlie hin. Wer weiß wer das vor der Katzentür frisst. Denn das ist morgens wenn die Katzenbesitzerin die Zeitung rein holt nicht mehr da!
Gruß Helmut
 
08.01.2013
#1
A

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Gast

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Tschikitta

Tschikitta

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Hallo Leute,
wie ich heute erfahren habe ist inzwischen auch die Dogge verstorben. :cry:
Sie hat neben dem Grab ihrer freundin gelegen, ist nochmal aufgestanden und hat seine runde durch den garten gemacht. Danach legte er sich wieder neben das Grab und ist nicht mehr aufgestanden. Der Name der Dogge war Pedro und der der Katze, passender weise, Mausi. Pedro wurde neben Mausi begraben.
Zwei Dinge regen zum Überlegen an:
1. Auch die Dogge verstarb an einem Donnerstag.
2. Die Leckerlies die ich jeden Tag für Katze und Hund hinterlege sind immer noch jeden morgen nicht mehr da.
Gruß Helmut
 
G

Gast18078

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Diese Geschichte ist wahnsinnig schön und traurig zugleich. Schön dass beide jetzt wieder zusammen sein können.
 
DjangosMAMA

DjangosMAMA

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Eine Geschichte zum heulen.
 
Krabbentier

Krabbentier

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Die Geschichte ist zu schön und zu traurig. Da kann man nicht viel zu sagen man muss es fühlen!
 

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