Hallo,
ich wollte euch gerne berichten, wie es weiter ging...
Luzzy hat ja einige Zeit Baytril bekommen, aber nach ca. 1 Monat fing das ganze wieder an

Also hat sie wieder AB bekommen. 14 Tage lang... morgens und abends.
Nachdem sie das AB auf hatte ging es ihr SPITZE! Es war Wahnsinn wie sie aufblühte. Sie spielte wieder und begrüßte mich morgens mit einem lautem MIAU, wie es vorher auch war.
Dann sind wir umgezogen und nach ein paar Wochen ging das Ganze wieder von vorne los *seufz* Aber etwas anders... mit Durchfall und sehr viel Schlafen und Rückzug ihrerseits.
Also ab zum
Tierarzt und Blut untersuchen lassen.
Erst wurde nochmal der Urin untersucht. Es waren richtige Eiterbrocken drin *heul* Das hat man so gar nicht gesehen, erst als es da so auf dem dunklen Untergrund des Behandlungstisches war.
Dann wurde Blut abgenommen und ich sollte 15 Minuten im Wartezimmer Platz nehmen.
Habe Luzzy dann noch ganz lieb gestreichelt und war in den Gedanken schon dabei, dass ich gleich auf der Couch sitze und sie in aller Seelenruhe beschmusen kann, wie sie es gerne hat (absolutes Schmusemonster war sie).
Aber als ich dann wieder das Behandlungszimmer betrat hatte ich sofort ein komisches Gefühl und einen Kloß im Hals.
Luzzy hatte wohl Vereiterungen in den Nieren, die sehr heftig und auch nicht behandelbar waren. Die Nieren hatten ihre Funktion schon vollständig eingestellt, so dass alles was sie zu sich nahm gar nicht verarbeitet wurde, sondern direkt "durchlief"
Letzendlich wäre sie ein paar Tage später an Nierenversagen gestorben. Aber das wollte ich ihr natürlich nicht antun, diese Qualen.
Also entschied ich mich dazu, sie einschläfern zu lassen. Ich hätte sie noch eine Nacht mit nach Hause nehmen können, aber der Gedanke daran, dass es ihr schlecht ging und, dass sie es bestimmt merken würde hat mich dazu gedrängt sie sofort einschlafen zu lassen.
Ich glaube ich hätte es am nächsten Tag gar nicht gepackt da nochmal hinzufahren mit dem Wissen, dass dies nun Luzzy's letze Reise sein soll. Klar, ich hätte jemanden schicken können mit ihr zusammen...
Aber was bringt eine letzte Nacht zusammen, wenn man sein Tier nicht auf dem schlimmsten Weg begleitet?
Es war irre schlimm - und ist es immer noch - aber ich wollte sie im Arm halten, wenn es soweit ist und das habe ich auch gemacht.
Ich habe sie am nächsten Tag bei meinem Vater im Garten begraben.
Ich tröste mich momentan mit den Gedanken, dass sie es sehr gut hatte in ihren letzten Wochen. Sie hat viel auf dem Balkon gelegen und sich die Sonne ganz nach Katzenmanier auf den Pelz scheinen lassen. Das fand sie wohl ganz klasse, denn sie war seit 8 Jahren nicht mehr draussen in einem Garten oder auf einem Balkon (weil wir sowas nicht hatten i.d. Zeit).
Traurig stimmt mich dann die Tatsache, dass ich in letzter Zeit viel zu wenig Zeit für sie hatte
Nuja, so sieht es aus. Laut TÄ wäre es auch bei sehr früher Erkennung nicht heilbar gewesen.
Trotzdem macht man sich Vorwürfe....