Einen schönen guten Morgen,
nach einem recht ruhigen Kastrationstag ist Koschka heute ein Wibbel ohne Ende. Sie ist seit ca 6 Uhr wach, erfreut sich besten Appetits und nöchte natürlich in den Freigang. Kommt aber gar nicht in die Tüte. Ich bin mit zwar nicht sicher, ob ich sie bis einschließlich Montag wirklich in der Wohnung halten kann, denn sie kratzt an der Tür und auf dem Parkett rum. Habe jetzt eine Kindermatraze vor die Tür gelegt und ne Dekce drauf. Bis wann würdet ihr sie drin halten?
Eigentlich hat mir die TAin wirklich alles gut erklärt. Wir brauchten keinen Trichter und ich musste auch nicht für eine hygienisch saubere Unterlage sorgen. Es sind keine Fäden zu sehen und die Wunde sieht sehr gut aus. Unter der Naht ist es etwas "erhoben", aber ich denke mal, dass das die verschiedenen Schichten sind, die da zusammengenäht sind, oder? Es ist nur unter der wirklichen Naht. Davor und dahinter ist nichts.
Koschka geht nicht bewusst an die Narbe. Sie putzt sich halt normal und ich versuche sie davon abzuhalten, dass sie genau da putzt. Wirklich verboten hat es die TAin aber nicht. Ist normales Putzen am Bauch ok? Sie kann an keinen Fäden ziehen. Es sind da wirklich keine. Silberspray ist auch drauf.
Gestern sollte sie ja auch nicht auf Tische und so springen. Das flache Sofa, was wir haben, sagte die TAin, sei ok. Da Koschka eigentlich schon wieder sehr sicher auf den Beinen war, stellte dies auch kein Problem dar. Sie hat es nur 2 Mal gemacht. Den Rest hat sie mit uns gekuschelt und gedöst. Wir waren mindestens genauso erschöpft!

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Bis heute früh haben wir sie im WZ bei uns gehalten. Hier haben wir auch geschlafen, damit wir sie im Auge hatten. Die Nacht war unproblematisch. Da wir im WZ nur eine Terassentür zum Balkon haben und eine Zimmertür in den Flur, welcher direkt einen Treppenaufgang in SZ hat, haben wir alle Türen seit gestern zu. Die Luft hier drin wurde aber immer schlimmer und Koschka drehte hier drin durch. Zum Lüften durfte sie dann in den Flur und mein Freund versperrte ihr den Weg zur Treppe. Ich habe dann schnell gelüftet.
Meine Frage ist jetzt: Gestern sollte sie noch keine Treppen laufen. Heute ist sie hochgelaufen, problemlos, aber ich frage mich, ob sie das sollte. Wir können sie nicht tragen. Sie lässt uns mit der Wunde nicht ran und oben möchte sie lediglich schlafen. Sie liegt da jetzt oben im SZ und schlummert wieder. Mir ist eine schlafende Katze nach so einem Eingriff lieber als eine durchgeknallte Mietz, die mir vor allen Türen die Wände hochgeht und sich ständig auf die Seite schmeißt. Im Internet habe ich verschiedene Ratschläge gelesen. Von nur in den ersten 24 Stunden nach OP keine Treppen nicht bis hin zu mehrern Tagen nicht.
Die TAin sagte, ich solle ihr die Bewegung lassen, die sie möchte. Nur eben keine hohen Sprünge.
Wie sollen wir das mit der Treppe handhaben? Mein Freund liegt jetzt mit oben und achtet darauf, wenn sie aufsteht, dass sie nicht gleich die Treppe ansteuert. Vielleicht kann er sie zuvor nehmen. Aber auch da haben wir etwas skrupel. Kann man sie jetzt einfach so tragen?
Sie hat schon einen etwas längeren Schnitt, da sie sowohl die Eierstöcke als auch die Gebärmutter ganz raus hat. Ebenso wurde der Nabelbruch behoben. Also es werden schon so 4 cm +/- sein.
Ich bin soooo froh, wenn das alles verheilt ist und die Katze wieder in den Freigang kann. Das ist für Mensch und Tier echt eine Tortour.