Ob Du ein Freigänger zu einer Wohnungskatze werden kann, kann man pauschal nicht beantworten. Ich war letztes Jahr in einer Klinik, dort lebte ein Streuner und ließ sich von den Patienten füttern. Er wollte nie rein und bekam Panik, wenn irgendwo eine Tür zufiel. Da die Klinikleitung den Kater ins Tierheim bringen wollte, hat eine Patientin ihn mit zu sich genommen. Bauernhof, großes Gelände, also ideal für eine Katze. Sie wollte ihn kurze Zeit im Haus behalten, damit er sich eingewöhnt. Nun ist er inzwischen 1 Jahr dort und ist der totale Stubentiger geworden. Auch wenn die Türen auf sind, läuft er höchstens einmal ums Haus und ist dann wieder drin. Es könnte klappen, aber darauf würde ich mich nicht verlassen.
Wenn die Katze sehr an Dir hängt, wird sie die Trennung nicht so einfach verkraften, denke ich. Sie wird Dich suchen.
Zum eigentlichen Eigentümer wird sie, glaube ich, nicht zurückgehen. Es wird schon seinen Grund gehabt haben, dass sie nicht dort geblieben ist.
Du bist jetzt 48 J. Wenn Du Glück hast, wirst Du die Katze ( jetzt 6-8 Jahre ) noch die nächsten 10 Jahre haben. Mit 58 kann man sich immer noch nach einer altersgerechten Wohnung umsehen. Ich bin 59 und schippe meinen Schnee auch selbst und fege die Strasse, das ist bei einem Eckgrundstück nicht gerade wenig.
Das Argument - 100 Euro weniger -, ist natürlich auf die Zeit gesehen eine Menge Geld. Das Gegenargument wäre, weißt Du, ob die Differenz die nächsten Jahre so bleibt.
Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Doch wie Patentante schon schrieb, wie verkaftest DU die Trennung?