Wie richtig Verhalten

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Nanilein

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Hallo,
wie manche von euch bestimmt wissen, hab ich ich einen hyperaktiven Kater "Möhrchen" und eine kleine Schmusekatze "Krümel".
Krümel kam mit ihrem Bruder zu uns, der leider verstarb. Kurz nach seinem Tod haben wir für sie Möhrchen dazu geholt. Sie war damals frisch zwei Jahre alt und er 10 Monate.
Heute ist sie drei und er zwei. Möhrchen war im Tierheim ein absoluter Schmusekater: lieb, ruhig, sabbernd, nett.
Krümel gibt jedem und allem Köpfchen, plaudert und ist ein richtiges Mädchen.

Nun zu meinem "Problem":
Möhrchen entpuppte
sich als hyperaktiven Tobekater, was Krümel natürlich gar nicht passt, sie spielt lieber verstecken. Gut hätte ich wissen können - Kater und Katze sind nun mal unterschiedlich. Wir können damit alle auch recht gut leben, öfters schlafen die beiden ineinander verknotet, manchmal spielen sie miteinander und selten putzen sie sich gegenseitig. Es geht also auch harmonisch!!!!! Doch dann gibt es diese Phasen
Es wird gehauen, gefaucht, gekratzt, gebissen. Oft fliegt Fell, wird geschrien oder endet mit einem Kratzer. Meistens bekommt Krümel es ab.
Ich weiß auch nicht wann und wieso diese Phasen anfangen und auch nicht warum sie enden...

Ich habe es bisher so gehändelt, dass ich erst beim Schreien dazwischen gegangen bin. Dann bin ich auf die beiden klatschend und schimpfend zugelaufen und habe sie auseinander gescheucht. Ich habe es versucht zu vermeiden sie zu separieren, außer Krümel geriet in blanke Panik.

Desweiteren habe ich ihre 5-Einzelminuten eingeführt: Ich separiere beide und beschäftige mich mit jedem individuell. Mit Möhrchen tobe ich, power ihn richtig aus, jage ihn aufs Bett und unter das Bett, lass ihn seine Maus jagen usw
Mit Krümel spiele ich entweder oder meistens clicker ich. Wenn sie auf beides keine Lust hat, dann kämme ich sie oder schmus sie zu Tode ;)
Beiden macht das sehr viel Spaß und sie fordern es auch täglich ein!

Mach ich das richtig so? Mir zerbricht es jedes mal das Herz, wenn ich bei Krümelise eine Macke finde oder einer wieder in die Ecke gejagt wird...
 
28.01.2013
#1
A

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Smurf

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Hi!
Na,da ist ja Stimmung bei euch ;-).
Kannst du nicht mal versuchen,statt beim Schreien erst dazwischen zu gehen,den Kater vorher abzulenken.Also,wenn du da bist und das beobachten kannst.Spielangel raus,Leckerchen werfen oder eben die 5-Einzelminuten dann einsetzen?Oder was fallen lassen?
Selber die Katzen 'erschrecken' ist ja immer so eine Sache.
 
Nanilein

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Meinst du nicht, dass er es eher als loben verstehen würde?
Er ist nicht der hellste :roll:

Ich habe am Wochenende meine Fernbedienung verlegt und habe auf Sixx ca. 4 Folgen "Der Hundeflüsterer" gucken müssen. Er hat den beißenden Hund per Hand einfach runtergehoben...
Weiß nicht ob man das auf Katzen übertragen kann, also dass ich ihn runterpicke und irgendwo anders hinsetze oÔ
 
Smurf

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Wenn er nicht der Hellste ist,versteht er es vielleicht garnicht :mrgreen:.
Würde aber eher denken,dass du damit seinen 'Frust'/Bewegungsdrang/Rauflust oder was auch immer eher umlenkst.Und Katze hätte dann schnell Ruhe und stärkt damit vielleicht auch ihr Selbstbewußtsein.Is ja blöd,wenn sie immer dran glauben muß und die Unterlegene ist.
Selber direkt eingreifen würde ich bei Katzen eher nicht.
 
K

Kira Filou

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Ich habe es bisher so gehändelt, dass ich erst beim Schreien dazwischen gegangen bin. Dann bin ich auf die beiden klatschend und schimpfend zugelaufen und habe sie auseinander gescheucht. Ich habe es versucht zu vermeiden sie zu separieren, außer Krümel geriet in blanke Panik.

Hi Nanilein,

Du solltest auf keinen Fall weder schreiend noch klatschend oder gar schimpfend dazwischen gehen. Was Deine beiden da tun ist völlig normales Katzenverhalten... Das ewige dazwischen gehen unterbindet dieses. Auch wenn es noch so,ja ungerecht für uns Menschen aussieht für Deine Katzen ist es ganz normales Raufverhalten. Dies findet zwischen meine beiden (Luca,1 Jahr auch sehr lebhaft und Luna 2 Jahre alt) auch statt. Je mehr man da zwischen geht desto mehr fördert man dieses auch weil das unbefriedigende zurück bleibt...Mein Luca ärgert Luna z.B unheimlich gerne wenn sie sich gerade zum schlafen hingelegt hat... Kriege ich dieses mit lenke ich ich Luca einfach mit dem Laiserpointer ab und schon entspannt sich die Situation ohne schimpfen oder klatschen...Luca spielt und Luna kann schlafen. Sind beide allerdings in Spielstimmung mache ich gar nichts und lasse sie... Die können sich ganz gut selber Grenzen setzen und das ist ganz wichtig für ein soziales zusammenleben... Gefauche und geknurre gehört da genauso mit zu wie zusammen kuscheln oder schlafen...Das gibt es in jeden Mehrkatzenhaushalt...


LG Melli
 
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Nanilein

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Du hast wahrscheinlich recht!
Das Problem ist bloß, dass Möhrchen sie von hinten angreift und sich derart festkrallt, dass sie nicht weg kommt. Ich denke für ihn ist nur Spiel, aber Krümel kommt halt nicht raus!
Ich werde das mit dem Ablenken mal versuchen....
Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf :smile:
 
SaMaAnNi

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So ähnlich läuft es bei uns auch ab. Wenn Bonny miese Laune hat darf es Lexie ausbaden. Schlechtes Wetter, das falsche Futter,...
Bonny pirscht sich dann meistens auch von hinten an und hüpft auf Lexie drauf, krallt sich fest und/oder beisst irgendwo rein. Lexie schreit dann immer gleich fürchterlich, als würde sie abgeschlachtet werden.
Anfangs hab ichs auch "so laufen lassen" nur Bonny lässt dann garnicht mehr ab und spätestens wenn das Fell Seitens Lexie fliegt denk ich mir, dass das doch auch nicht so gut ist?

Ich klatsch dann meistens 1x in die Hände oder auf meinen Oberschenkel und wenn dann noch keine Ruhe ist kommt noch ein "Sssccchhht". Bonny kuckt dann immer mit großen Augen in meine Richtung und lässt dann von Lexie ab. Die ersten male ist mir immer ein lautes, scharfes "Bonny" rausgerutscht, das war nicht so fein. :-/

Sollte man da also doch nicht "eingreifen", auch wenn Fell fliegt und die Leidtragende schlachtreif aufschreit?


Oh man, die Katzenpopos....
 
Nanilein

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Ja genau so!!!
Das falsche Futter, schlechtes Wetter, Ohren gucken, oder Verbannung von der Arbeitsplatte... :c020:
Arme Krümelmaus, sie ist doch so eine Liebe...

Dieses Festbeißen werde ich nicht tolerieren, jedes Gekloppe meinetwegen...
Ich werde versuchen nicht mehr zu schimpfen, keine Namen mehr in den Mund zu nehmen, sondern mit irgendeinem Spielzeug zu wedeln.
*seufz*
 
mariha

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Bitte ignoriere es! es tut zwar in der seele weh, wenn sich die Katzen verbeißen und schreien, aber solange kein blut fließt, tu bitte nix! bei uns war monatelang theater und NUN sind sie ein herz und eine seele!!
 
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Kira Filou

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Du hast wahrscheinlich recht!
Das Problem ist bloß, dass Möhrchen sie von hinten angreift und sich derart festkrallt, dass sie nicht weg kommt. Ich denke für ihn ist nur Spiel, aber Krümel kommt halt nicht raus!
Ich werde das mit dem Ablenken mal versuchen....
Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf :smile:
Hi Nanilein,

Das von hinten angreifen ist kein ""Problem"". Katzen sind Raubtiere und "greifen" immer von hinten an und das spiegelt sich auch in ihrem Spiel-und Raufverhalten untereinander wieder. Verstecken,auflauern und anschleichen das ist völlig normal... Und wenn Du immer dazwischen gehst nimmst Du deiner Katze auch jedesmal die Chance sich zu wehren und förderst so die Unterwürfigkeit von ihr... Denn Du darfst auch nicht vergessen das Du nicht 24 Stunden am Stück parat stehst und dazwischen gehen kannst...Wenn sie alleine sind kommen sie auch klar... :razz:


LG Melli
 
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batidor

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Sorry, aber das sehe ich anders.
Zunächst einmal muss man selbst lernen, das Verhalten genau zu analysieren. Handelt es sich um Spiel? Wenn ja, fassen es beide als Spiel auf? Oder handelt es sich um Aggressionen? Leidet die unterlegene Katze darunter?

Läßt man die beiden einfach machen, riskiert man evtl eine Verletzung bzw dass das unterlegene Tier Schmerzen hat und diese dauerhaft mit dem anderen Tier verbindet.

Das unterlegene Tier kann in Panik geraten, unter sich machen, wird vielleicht traumatisiert und das Verhältnis der beiden wäre auf Dauer zerstört.

Ich habe auch zwei Katzen mit total unterschiedlichem Spielverhalten. Zoe ist ein Energiebündel, das ständig bespaßt werden muss, Kati dagegen ist eine ruhige Prinzessin, die gern gebürstet und gekuschelt wird und ab und an gern mal mit der Angel spielt.

Bei uns wurde auch regelmäßig gekloppt, gejagt, geschrien und es flog immer Fell.
Wenn wir wirklich versucht haben, Zoe auszulasten, liess sie Kati halbwegs in Ruhe. Sobald wir nachließen, wurde es wieder schlimmer. Letztendlich hat bei uns eine dritte Katze als Tobekumpel für Zoe geholfen. Da ist es aber enorm wichtig, das richtige Tier zu finden.

Wichtig ist eben, da genau zu unterscheiden zwischen einer ernstzunehmenden Situation und einer spielerischen.
Sollte es häufiger zu ernsteren Auseinandersetzungen kommen, würde ich auch immer versuchen, die Streithammel abzulenken, eine Decke dazwischen zu werfen etc.

Vielleicht hilft dir mein Thread ein wenig weiter: https://www.katzen-forum.de/neuankoemmlinge/56269-geht-uns-trend-drittkatze.html
 
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Finny

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Hallo Nanilein,

also ich finde es auch nicht so ganz einfach. Man kann nicht jedes Verhalten einfach nur mit "die spielen halt" abtun. Und es ist auch nicht so, dass richtige Aggression nur durch "es fließt Blut" definiert ist. Auch Katzen können sich psychisch ganz schön fertig machen und das ohne dass Blut fließt.

Auf der anderen Seite können auch spielerische Kämpfe durchaus für uns Menschen SEHR heftig aussehen.

Es ist jetzt deine Aufgabe das Verhalten deiner Katzen einzuordnen. Ich denke nicht, dass man das hier ohne die Katzen gesehen zu haben leisten kann. Denn die gleiche Beschreibung kann sowohl das eine wie auch das andere bedeuten, wenn man die Körpersprache der Katzen dabei nicht sieht.

Generell hilft es oft, wenn man das Gefühl hat, dass eine Katze unterlegen ist das Selbstbewußtsein dieser Katze etwas zu stärken. Clickern ist dabei eine tolle Möglichkeit, das machst du ja schon. Vielleicht kannst du das mit deiner Katze noch ein bisschen ausweiten. Dabei geht es darum, die Katze dazu zu bringen, dass sie sich selbst wehrt und keine unterlegene Position einnimmt, was den "Rumstänkerer" meist nur noch mehr dazu anstachelt weiterzuärgern. Wenn eine Katze ihre Grenzen deutlich klarmachen kann, dann respektiert ihr Gegenüber dies auch meistens.

Also nicht den "Übeltäter" bestrafen, sondern die unterlegene Katze bestärken.

Dabei bleibt aber das Problem, dass dein Kater sich wahrscheinlich (in dem Fall, dass du Erfolg haben wirst und deine Katze sich seine Attaken nicht mehr so gefallen lässt) ein anderes Ventil für sein unausgelastetes Verhalten suchen wird, wenn die Katze dazu nicht mehr zur Verfügung steht.
Ich weiß ja nicht, ob du an anderer Stelle schon mal was dazu geschrieben hast, aber hast du denn nicht die Möglichkeit deinem Kater einen Raufkumpel an die Seite zu stellen? Das wäre wahrscheinlich die beste Möglichkeit damit alle glücklich sind.

LG
Mara
 
Nanilein

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Ich denke über einen zweiten Kater schon die ganze Zeit nach,
es geht mir einfach nicht aus dem Kopf.
Da habe ich jedoch viel zu viel Angst vor und es spricht soviel dagegen :/
Wir haben nur eine kleine 60m² Wohnung, was ist wenn auf einmal beide gegen Krümelise wettern? Was ist wenn der neue Kater wieder ganz andere Charakterzüge hat?
Außerdem ist mein Mann dagegen, er hat ebenfalls Angst, dass beide gegen Krümel gehen.
Krümel hat mir Möhrchen schon echt übel genommen!

Mir ist aufgefallen, dass Möhrchen von Krümel ablässt wenn wir ihn richtig auspowern. Klar wenn man keine Kraft mehr hat, dann prügelt man sich auch nicht. Jedoch müsste ich ihn alle 2-3 Stunden für 20 Minuten auspowern und das kann ich zeitlich schon nicht.
*seufz* Ach ich weiß nicht, ich hätte es gern einfach schön.... :oops:
 
sunburst

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Also ich habe ganu die selbe Konstelation zuhause. Ronja litt genauso unter Filou und hat unter anderem seinen Frust abbekommen.

Bei mir hat ein zweiter Kater und der Freigang etwas geholfen. Der Kater ist eine richtige vermittlung zwischen beiden geworden. So hatten beide jemand zum spielen und toben und waren viel ausgelasteter.:-D

Filou war trotzdem noch viel zu aufgedreht und das merkte man einfach an allem. Ich war mit den Nerven dann soweit am ende das ich ihn trotz Straße raus gelassen habe. Nun er ist der geborene Freigänger und ich habe es nie bereut. Obwohl er gestern angefahren wurde:sad:
Er hatte großen glück und ich hoffe er hält sich jetzt von den Autos fern. Es ist aber leider die einzige Möglichkeit ihn wirklich abends Müde zu sehen.

Hoffe das du auch bald eine Lösung für dein Problem findest, ich kann es jedenfalls sehr gut nachempfinden und wenn die beiden sich Kappelt nicht dazwischen zu gehen ist für mich unmachbar gewesen. Ronja hatte richtig Angst, Filou hat sich daurch nurn nochmehr aufgepuscht. Und genau so beschreibst du es bei deinen Beiden ja auch:sad:
 
batidor

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Hast du dir (zumindest die ersten Seiten) den von mir verlinkten Thread mal angesehen? Ich stand genau vor dem gleichen Problem. Genau wie Punzel hier aus dem Forum ein paar Wochen zuvor.

Wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Sicher kann so etwas auch in die Hose gehen, aber: Wenn man das geeignete Tier findet, wird aller Wahrscheinlichkeit nach Ruhe einkehren. Bei uns hat es funktioniert und bei Punzel auch.
Wir haben aber beide nicht einfach irgendein Tier genommen, sondern eins, dessen Charakter von Pflegestelle bzw Züchter sehr genau beschrieben werden konnte und die Möglichkeit bestand, das Tier wieder zurückzugeben ohne zeitliche Befristung, wie ich das zB in TH schon erlebt habe. Sicher ist das nicht einfach, aber einen Versuch wert.
Auf einer Pflegestelle würdest du sicher das geeignete Tier finden und kannst es zurückgeben, wenn es nicht passen sollte. Das ist dann für das Tier auch nicht so schlimm als wenn es zurück ins Heim käme.

Vielleicht beratschlagst du nochmal mit deinem Mann. Ich konnte mir jedenfalls nicht vorstellen, die Ausgangssituation noch 10 Jahre oder länger ertragen zu müssen, wenn die beiden doch offensichtlich was anderes brauchen und man selber zeitlich nicht in der Lage ist, das Notwendige zu tun.
 

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