Katze einer Altenheimbewohnerin :(

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Hallo Katzenfreunde :)

ich arbeite in einem Seniorenheim. Heute war ich in meiner Pause kurz im Innenhof der Einrichtung und habe gesehen das im ersten Obergeschoss ein Kätzchen aus dem Fenster runter in den Hof geschaut hat. Bin nicht lange in der Einrichtung
daher wusste ich auch nichts von der Katze und war ein wenig überrascht.

Ich habe direkt meine Kollegin gefragt ob es eine Katze von der Station ist -da wir auf der Station auch eine Katze haben, die sich aber auf der Station frei bewegen kann. Meine Kollegin erzählte mir dann, dass die Katze einer Bewohnerin gehört und nur in ihrem Zimmer ist. Die Zimmer in der Einrichtung sind wirklich sehr klein höchstens 10m² und das arme Tier lebt schon seit Monaten dort. Die Katze darf das Zimmer nicht verlassen und auch im Zimmer hat sie keine Spiel oder Bewegungsmöglichkeiten.

Die Katze tut mir einfach unendlich leid.. das ist meiner Meinung nach Tierquälerei aber ich weiss nicht was ich dagegen tun könnte. Habt ihr vllt einen Rat oder einige Tipps?
 
21.03.2013
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Schau mal hier: Katze einer Altenheimbewohnerin :( . Dort wird jeder fündig!
Neryz

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Patin
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Geh doch mal zu der Katze hin und guck nach, wie es ihr dort wirklich geht. Vielleicht ist es ein altes Tier, das nicht mehr so viel rumrennt und mit seinem Menschen schmust und schläft?
 
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Nein ich habe das Kätzchen ja vom Innenhof aus gesehen -er saß vor dem Fenster und sah ganz traurig aus dem Fenster raus. Ich denke nicht das er alt ist -er sieht ganz jung aus. Ich werde die nächsten Tage mal auf die Station gehen und mir den kleinen mal ansehen. Was kann ich denn tun, wenn ich merke das es dem kleinen dort nicht gut geht?
 
Mistbaer

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Nein ich habe das Kätzchen ja vom Innenhof aus gesehen -er saß vor dem Fenster und sah ganz traurig aus dem Fenster raus. Ich denke nicht das er alt ist -er sieht ganz jung aus. Ich werde die nächsten Tage mal auf die Station gehen und mir den kleinen mal ansehen. Was kann ich denn tun, wenn ich merke das es dem kleinen dort nicht gut geht?

DAS solltest du, wenn du in einem Altenheim arbeitest, aber wohl zuallererst selbst wissen!
Wie wäre es, wenn du in dem Fall zuallererst mal in die Akte schaust?
Dir einen Überblick über evtl Krankheiten (der Bewohnerin), psych Faktoren etcetc verschaffst? Du solltest wissen, dass z.B. bei einer Demenz Grad 1 (nach Feil) JEDE Intervention ausschließlich sehr vorsichtig erfolgen muss... Validation ist da ein Stichwort.

UND du solltest wissen, dass das zuallererst dann eine Sache der Bezugspflegepersonen und der PDL ist.....
und DANN schaun mer mal, wie wir -falls deine Beobachtungen stimmen- dem Tier helfen!

Finde das alles erst mal raus... ich les hier nämlich NIX Konkretes, um den Fall einschätzen zu können.
 
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DAS solltest du, wenn du in einem Altenheim arbeitest, aber wohl zuallererst selbst wissen!
Wie wäre es, wenn du in dem Fall zuallererst mal in die Akte schaust?
Dir einen Überblick über evtl Krankheiten (der Bewohnerin), psych Faktoren etcetc verschaffst? Du solltest wissen, dass z.B. bei einer Demenz Grad 1 (nach Feil) JEDE Intervention ausschließlich sehr vorsichtig erfolgen muss... Validation ist da ein Stichwort.

UND du solltest wissen, dass das zuallererst dann eine Sache der Bezugspflegepersonen und der PDL ist.....
und DANN schaun mer mal, wie wir -falls deine Beobachtungen stimmen- dem Tier helfen!

Finde das alles erst mal raus... ich les hier nämlich NIX Konkretes, um den Fall einschätzen zu können.

Mal ganz langsam..

Was genau sollte ich denn, wenn ich in einem Altenheim arbeite zuallererst selbst wissen?

ich habe gesagt das ich erst seit kurzer Zeit in der Einrichtung bin und heute erst von der Katze erfahren habe. Also ist es wohl normal das ich noch nicht so viel WEIß.

Auch habe ich geschrieben das die Katze auf einer anderen Station ist -ich habe wie vorhin auch schon geschrieben das ich die Katze zufälligerweise vom Innenhof aus gesehen habe.

Außerdem kann ich nun mal nicht als Schülerin ganz einfach auf ne andere Station gehen und in den Akten der Bewohner rumwühlen.

Ich kann nur das schreiben was ich gesehen habe und was mir heute von der Kollegin erzählt wurde. Die Katze ist im Zimmer eingesperrt und darf das Zimmer auch nicht verlassen -da es auf der Station katzenfeindliche Bewohner gibt. Sie ist seit Monaten in dem Zimmer und auch das Maunzen würde ihr nicht helfen.
 
Evimat

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Bitte, seid nicht wieder so schnell... Da macht sich jemand Sorgen um ein Tier. Das ist gut, dass du dir Gedanken machst. Die Hinweise von Mistbear sind richtig, vorauszusetzen, dass du das alles wissen sollst, einfach zuviel verlangt. Ich finde es sehr lieb, dass du dich kümmern willst. Der Hinweis, sehr langsam und vorsichtig nachzufragen, ist sicher hilfreich. Schau in Ruhe, warum das Tier dort ist, schau, wie es dem Tier geht. Und dann berichte mal. Vielleicht gibt es eine Erklärung. Also: jeder, der sich sorgt, der Mitgefühl hat für Mensch und Tier, ist ein Mensch, der die Welt ein wenig heller und wärmer macht.
 
Sunny083

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DAS solltest du, wenn du in einem Altenheim arbeitest, aber wohl zuallererst selbst wissen!
Wie wäre es, wenn du in dem Fall zuallererst mal in die Akte schaust?
Dir einen Überblick über evtl Krankheiten (der Bewohnerin), psych Faktoren etcetc verschaffst? Du solltest wissen, dass z.B. bei einer Demenz Grad 1 (nach Feil) JEDE Intervention ausschließlich sehr vorsichtig erfolgen muss... Validation ist da ein Stichwort.

UND du solltest wissen, dass das zuallererst dann eine Sache der Bezugspflegepersonen und der PDL ist.....
und DANN schaun mer mal, wie wir -falls deine Beobachtungen stimmen- dem Tier helfen!

Finde das alles erst mal raus... ich les hier nämlich NIX Konkretes, um den Fall einschätzen zu können.
ich verstehe das du besorgt um das wohl des alten menschen bist ALLERDINGS kann man das auch etwas freundlicher ausdrücken...
gerade du bist doch derjenige der sich sonst immer über den ton etc aufregt...
und ich bin der meinung, dass eine evtl. tierquälerei auch zum wohl des menschen nicht sein darf
an die TE: extrem schwierige situation.... sprich doch mal in deiner pause eine oberpflegerin oder sowas der anderen station an, frage die genauen hintergründe ab und teile deine sorgen erstmal vorsichtig mit und dann berichte uns doch was du erfahren hast!
ich finde es schwierig, einerseits ist es für die katze nicht ok, wenn es wirklich schlechte bedingungen sind andererseits einem alten menschen das geliebte tier wegnehmen auch nicht sooo toll...abgesehen davon dass du wahrsch. keine handhabe hast...
vielleicht wäre es ja möglich, dass die person auf eine tierliebe station kommt!?!? bin gespannt!!
 
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ich verstehe das du besorgt um das wohl des alten menschen bist ALLERDINGS kann man das auch etwas freundlicher ausdrücken...
gerade du bist doch derjenige der sich sonst immer über den ton etc aufregt...
und ich bin der meinung, dass eine evtl. tierquälerei auch zum wohl des menschen nicht sein darf
an die TE: extrem schwierige situation.... sprich doch mal in deiner pause eine oberpflegerin oder sowas der anderen station an, frage die genauen hintergründe ab und teile deine sorgen erstmal vorsichtig mit und dann berichte uns doch was du erfahren hast!
ich finde es schwierig, einerseits ist es für die katze nicht ok, wenn es wirklich schlechte bedingungen sind andererseits einem alten menschen das geliebte tier wegnehmen auch nicht sooo toll...abgesehen davon dass du wahrsch. keine handhabe hast...
vielleicht wäre es ja möglich, dass die person auf eine tierliebe station kommt!?!? bin gespannt!!
Ich glaube nicht das es machbar ist die Bewohnerin auf eine andere Station zu verlegen. In der Einrichtung haben wir 3 Stationen. Ich arbeite in der geschlossenen Abteilung für demenziell erkrankte Menschen -die Bewohnerin mit der Katze ist auf einer normalen pflegerischen Station und die dritte Station ist nur ein betreutes Wohnen.

Ich möchte natürlich nicht, dass man der armen Frau das Kätzchen einfach wegnimmt. Mir liegt sehr viel am Wohl der Bewohner aber trotzdem -ganz egal wie gerne ich die Bewohner habe -kann ich nicht zusehen wie ein Tier leidet.

Habe vorhin mit der Arbeitskollegin geschrieben und ihr einige Fragen gestellt. Also die Katze wäre -laut Bewohnerin 5 Jahre alt und die Kollegin hätte im Nachtdienst sehr oft mitbekommen wie die Katze im Zimmer heult. Auch soll es im Zimmer sehr stark stinken -da die Toilette wohl nicht täglich gesäubert wird und auch sollen die Näpfchen sehr stark riechen weil diese auch nicht täglich gesäubert werden und die Futterreste vergammeln.

Natürlich könnte ich die PDL drauf ansprechen aber ich denke nicht das weder die PDL noch die Heimleitung etwas zum Wohl des Tieres unternehmen würden. Den Leitern geht es eher um den Heimplatz und um den Wohl des Bewohners. Möchte die Bewohnerin ihre Katze nicht abgeben so wird es auch so hingenommen -sonst könnte sich die Bewohnerin ja einen neuen Heimplatz suchen.
 
Neryz

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Wenn du irgendwie schaffen könntest, eine "catsitterin" zu organisieren, die täglich das klo säubert und die näpfe etc, dann wär das schon ein guter anfang. Vielleicht gibt es bei euch jemanden, der das tun könnte?
 
russian

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Wenn du irgendwie schaffen könntest, eine "catsitterin" zu organisieren, die täglich das klo säubert und die näpfe etc, dann wär das schon ein guter anfang. Vielleicht gibt es bei euch jemanden, der das tun könnte?


Vielleicht die TE selber, wenn sie genug Zeit dafür hat.
Es gibt doch sicher die Möglichkeit mit der Bewohnerin dort Kontakt aufzunehmen, um evtl. anzubieten bei der Betreuung des Kätzchens zu helfen
 
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Eine Catsitterin wäre natürlich toll -wobei das meiner Meinung nach auch keine Lösung ist. Wäre ich auf der Station würde ich natürlich immer wieder mal nach der Katze schauen aber das geheule der Katze könnte ich auf dauer nicht ertragen. Das würde mir einfach viel zu leid tun. Da ich Schülerin bin, bin ich nicht oft auf der Arbeit - An meinem Dienstwochenende Samstag bis Dienstag und an meinem freien Wochenende meistens nur Dienstags. Leider kenne ich noch niemanden auf der Station mit dem ich reden könnte damit sie die Katzentoilette säubern -aber würden die Pfleger auf der Station Wert auf die Katze legen, so würden sie selbst auf die Idee kommen dies zu tun.

Ich wünschte mir ich hätte die Katze erst gar nicht gesehen.. ich befürchte schon nichts dagegen machen zu können. Eine 5 Jahre alte Katze die noch richtig fit ist -eingesperrt in einem 10m² Zimmer -ohne Kratz -und Spielmöglichkeiten.
 
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-aber würden die Pfleger auf der Station Wert auf die Katze legen, so würden sie selbst auf die Idee kommen dies zu tun.
die Pfleger haben sicher kaum Zeit sich um die Katze zu kümmern, Pflegepersonal ist überall zu knapp besetzt.
Mach doch einfach einen Versuch, gehe auf die Station und frage die Pfleger dort ob Du der Bewohnerin helfen darfst ihre Katze zu versorgen.
 
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Shaheena

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Das ist ein wirklich guter Vorschlag, dem ich mich anschließen möchte. Die alte Dame freut sich sicherlich auch über netten Besuch.
 
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Die Pfleger auf der Station hätten sicher nichts dagegen -dafur aber die Pfleger und die Wohnbereichsleitung auf meiner Station. Wäre ich auf der Station tätig so könnte ich sicherlich zwischendurch mal reinschauen aber meine Station zwischendurch verlassen um die Katzentoilette auf der anderen Station sauber zu machen könnte ich nicht -da würde ich wirklich ärger bekommen. Natürlich ist die Besetzung in altenpfllegeheimen nicht so toll aber trotzdem könnte man sich ja mal ein paar Minuten Zeit nehmen. Wie gesagt haben wir auf unserer Station auch eine Katze und wenn ich sehe die Katzentoilette ist dreckig so finde ich auch die Zeit umbdie zu säubern -warum soll es auch nicht auf der anderen Station gehen? Hätte ich die Möglichkeit würde ich wirklich immer helfen gehen aber erstens würde dies meine Cheffin ärgern und zweitens weiss ich nicht wie die Mitarbeiter auf der anderen Station reagieren würden -wie gesagt bin noch neu in der Einrichtung und kenne niemanden von der Station. Außerdem finde ich das dies auch keine dauerhafte Lösung ist.. wie vorhin auch erwähnt wurde die Katze immer heulen weil sie raus möchte... ne saubere Toilette würde der Katze natürlich gut tun aber gefangen in 10m2 ist sie trotzdem. Die Bewohnerin wäre leider nicht mehr mobil und könnte sich deshalb auch nicht richtig um das Tier kümmern. Naja schade einfach
 
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Shaheena

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Verstehe. Ja, ist eine schwierige Situation. Hmm.

Du sagtest, Du wolltest bei Gelegenheit mal rübergehen und Dir die Katze ansehen. Schreib' doch noch mal, wenn Du dort gewesen warst, und welchen Eindruck Du von dem Tier und der Gesamtsituation hast. - Vielleicht ist uns bis dahin ja auch noch 'was besseres eingefallen.

Ich finde toll, dass Ihr eine Stationskatze habt! Tiere haben einen sehr guten Einfluss auf Leute, die im Heim wohnen müssen.
 
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Wäre ich auf der Station tätig so könnte ich sicherlich zwischendurch mal reinschauen aber meine Station zwischendurch verlassen um die Katzentoilette auf der anderen Station sauber zu machen könnte ich nicht -da würde ich wirklich ärger bekommen.
Hätte ich die Möglichkeit würde ich wirklich immer helfen gehen aber erstens würde dies meine Cheffin ärgern und zweitens weiss ich nicht wie die Mitarbeiter auf der anderen Station reagieren würden -wie gesagt bin noch neu in der Einrichtung und kenne niemanden von der Station.
Außerhalb Deiner Arbeitszeit würde Deine Chefin bestimmt nicht sauer, und was die Mitarbeiter auf der anderen Station betrifft, man kann jeden kennenlernen.
Es ist halt so, wenn Du etwas ändern willst, musst Du es auch versuchen, und einmal den Anfang gemacht, kannst Du vielleicht mehr für die Katze erreichen.
Oder besprich doch mal die Sache mit Deiner Chefin, vielleicht weiss sie sogar eine bessere Lösung
 
Mistbaer

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@ 2ce:
Du bist also Schülerin und ganz neu...
mit recht großer Sicherheit siehst du deshalb eine Situation, die im Moment so IST, aber nicht immer so war. Dein Engagement für die Katze ist toll... und es ist gut möglich, dass sich wirklich noch niemand Gedanken drum gemacht hat... Pflegealltag: Die Frau zog mit Katze ein, Katze da, Zustand Frau verschlechtert sich, Frau wird weiter versorgt, Katze tut zwar "iiiirgendwie" allen leid, aber keiner hat Zeit, sich wirklich zu kümmern. Sch***Situation!

Hab ich vor wenigen Wochen in einem betreuten Wohnen auch gehabt, nur war es dort ein Jack-Russel, ein Hund also, dessen Herrchen letzten Sommer noch jeden Tag mit ihm stundenlang im Garten war; nun wird der Mann immobil und der Hund liebt zwar Herrchen, bettelt aber jeden Hereinkommenden um Aufmerksamkeit an und möchte mit raus.

Wir gehen hier grad folgenden Weg:
Der Besitzer des Tieres wurde ganz vorsichtig angesprochen und hat nun zugestimmt, dass jemand vom Tierschutzverein "einmal am Tag vorbeikommt und den Hund ne Stunde nimmt"; Gassigehen also. Das richten wir grad ein. Als nächstes werden wir den Hund ein Wochenende zu einer Pflegestelle geben, der alte Herr hat auch dem schon fast zugestimmt, "um mal ganz ausschlafen zu können". Und wenn DAS geschehen ist, versuchen wir den Mann zu überzeugen, dass es für den Hund doch vielleicht das Beste wäre, wenn er bei ner lieben Familie wohnen würde und er die Verantwortung nicht mehr tragen muss... und wenn der Mann zugestimmt hat, werden wir versuchen, den Hund zu vermitteln. Wenns ideal läuft SO, dass der jetzige Besitzer ab und an mal von Mensch und Tier besucht wird.
Das klingt vielleicht zuerst nach einer "nicht ausreichenden SOFORThilfe" für das Tier... ist aber der Weg, auf dem wir auch rechtlich keine Probleme kriegen, (Ein Tier GEHÖRT immerhin seinem "Besitzer" und solang es "angemessen (WAS für ein Wort... wir alle wissen, wie dehnbar der Begriff ist) versorgt ist", kannst du rechtlich nicht einfach einen Menschen enteignen.) und menschlich so vorgehen, dass niemandem geschadet wird.

Ist ein ÄHNLICHES Konstrukt vielleicht auch in eurem Haus möglich?
Du müsstest dazu zuerst einen Tierschutzverein informieren und (am besten, du machst es selbst, dann sieht es nicht aus, als habest du "gepetzt", sondern wirklich, als wolltest du nur helfen!) mit der WBL bzw PDL sprechen, damit die erlauben und am besten unterstützen, dass die alte Dame von einem Mitarbeiter des TSV besucht wird. Ich denke, dass die sich freuen, wenn du auf diese Weise hilfst, denn die sehen auch, dass es so nicht gut ist und auch die Pflege wird natürlich durch ein Tier, das falsch gehalten wird, erschwert.
Natürlich könnte ich die PDL drauf ansprechen aber ich denke nicht das weder die PDL noch die Heimleitung etwas zum Wohl des Tieres unternehmen würden. Den Leitern geht es eher um den Heimplatz und um den Wohl des Bewohners. Möchte die Bewohnerin ihre Katze nicht abgeben so wird es auch so hingenommen -sonst könnte sich die Bewohnerin ja einen neuen Heimplatz suchen.
Ich denke, du irrst ein Stück weit... allein schon aus Gründen der Infektionsgefahr und Hygiene sind die sehr wohl daran interessiert, den Zustand sinnvoll zu gestalten. Die wissen nur möglcherweise zur Zeit selbst keinen sinnvollen Rat: Einfach wegnehmen geht GAR nicht... und Zeit, dass das Personal mit der Katze spielt, ist definitiv auch nicht. Da kommt normalerweise jeder hilfreiche Vorschlag gelegen. Und DU erfährst in einem solchen Gespräch mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Stück Hintergrund. Den braucht ihr ja, um zu beurteilen, wie ihr am besten vorgeht.


ich verstehe das du besorgt um das wohl des alten menschen bist ALLERDINGS kann man das auch etwas freundlicher ausdrücken...
gerade du bist doch derjenige der sich sonst immer über den ton etc aufregt...
und ich bin der meinung, dass eine evtl. tierquälerei auch zum wohl des menschen nicht sein darf
Du hast völlig Recht! :)
Vielleicht erinnerst du dich, dass ich genau SO Szenarien schon öfter angesprochen hab, ich hab tatsächlich genau DEN beruflichen Hintergrund, daher kommt das. Und ich sorg mich in einem solchen Fall hier im Katzenforum darum, dass man ausschließlich das Tier in den Mittelpunkt rückt. Das hier ist einer der schwierigen Fälle, in denen man unendlich fein abwägen muss: Gesundheit und Wohl des Menschen/Gesundheit und Wohl des Tieres... BEIDEN muss gedient werden, das ist richtig schwer!
Diese Sorge hat mich formulieren lassen, wie ich formuliert hab; Schnellschüsse können in einem solchen Fall SO viel kaputt machen!
 
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Fundkatze

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Ich sehe hier auch das Wohl beider - also von Mensch und Katz.

Momentan wissen wir ja nur, dass die Katze der Frau gehört und im Zimmer lebt. Wir wissen das Alter nicht und auch nicht, ob die Katz wirklich unglücklich ist.

Ich vermute aber auch, dass die Katz und die Frau eine enge Bindung haben und auch wenn die Außenbedingungen nicht optimal sind.
Vielleicht wäre es wirklich gut, wenn Du sie außerhalb deiner Arbeitszeit besuchst, dich um Mensch und Katze a bisserl kümmerst und DANN weiterschaust.

Wegnehmen würde ich das Tier nicht wollen.
Ich seh an meiner Omi wie wichtig ihr Kater für sie ist. Alles dreht sich um den Kater. Ja, meine Oma hat Haus mit Garten. Noch.
Aber egal was kommt - sie von dem Kater zu trennen wäre sicher unvorstellbar schmerzhaft.

Vielleicht könnt ihr ja eine Regelung finden, dass dem Kater IM Zimmer das Leben verschönert wird und du ihr wirklich privat ein bisschen hilfst Katzenklo sauber zu machen etc. :)
 
Mistbaer

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@ Fundkatze:
Je nach dem, wie Katz so "drauf ist", kann man die sogar in den Pflegealltag (Beschäftigung) integrieren... das geschieht ja augenscheinlich auf der Demenzstation bereits. Wenn das Haus so groß ist, wie ich es mir vorstelle, haben die Betreuungskräfte (NEBEN den Pflegekräften) und die sind normalerweise sogar dankbar, wenn sie mehr Möglichkeiten haben, die Menschen sinnvoll zu beschäftigen! DIE könnten dann parallel auch mal das Katzenklo und die Schüsselchen sauber machen; das dürfen sie nämlich.
 
Fundkatze

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Jap, so ist das bei uns im Hospiz.
Die Katze gehört allen, alle kümmern sich, die können.
Und ich hab nicht den Eindruck, dass es der Katz schlecht geht.

Nö, sie hat keinen Petfun und keine Näpfe mit Namen drauf und Nein, sie wird auch nicht gebarft.
Aber ihre Versorgung ist sicher gestellt, wir fahren zum Arzt, wenn was ist und sie wird von allen (Nonnen, Patienten, Ärzte) betüttelt.

Könnt schlechter laufen...:lol:
 

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katze pflegebedürftige mensvhen

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