Auf Wiedersehen mein liebes Fienchen

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Schnuffigste

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Hallo zusammen,

wie das wohl oft so ist, beschäftigt man sich mit einem Thema erst dann, wenn etwas passiert ist, das sehr schmerzt. Es tut mir leid, dass mein erster Beitrag hier im Forum einer der sehr traurigen ist. Ich habe viele eurer Beiträge hier in den letzten 2 Tagen gelesen und trauere mit jedem, der sein geliebtes Familienmitglied verloren hat. Nun reihe ich mich bei euch ein, denn meine kleine Minka ist am Montag von uns gegangen. Mein Mann und ich sind Eltern von 2 Katzen, Mucki (schwarz) und Minka (Tigerchen). Wir haben Minka ab etwa ihrem 2 Lebensjahr Schnuffine oder Fienchen genannt, Minka auch noch zwischendurch, aber Fienchen war ihr Kosename. Beide sind fast 10 Jahre alt und wir haben sie im Oktober 2003 zu uns genommen, nachdem wir uns dazu entschieden haben, dass unsere Familie nicht nur aus uns beiden bestehen bleiben soll. Sie wurden von einer Frau beherbergt, die Kätzchen und Hunde für das Tierheim betreute. Fienchen war damals diejenige, die uns quasi zusammengebracht hat. Wir standen dort auf dem Dachboden, in einem extra für Kätzchen eingerichteten Zimmer, und nur Minka kam hervor, strich erst meinem Mann und dann mir um die Beine. Als wollte sie uns kennenlernen. Dann legte sie sie zu Mucki, die etwas abseits gemütlich ratzte. Da war es entschieden, sowohl für uns, als auch die Betreuerin, dass die beiden zu uns müssen.
Unser Fienchen baute in letzter Zeit
ab, sie wurde schmaler und fraß die letzten Tage wenig, war aber immer in meiner Nähe, lag oft auf meinem Bauch. Am letzten Sonntag, als so dicke Schneeflocken fielen, nahm ich sie von ihrem in letzter Zeit bevorzugten Liegeplatz, dem Küchentisch, und nahm sie mit auf den Balkon, um ihr die Schneeflöckchen zu zeigen. Das war das letze mal, dass ich sie im Arm gehalten hab. Sie leckte eifrig den Schnee weg und sprang dann vom Liegebrett herunter, dabei stürzte sie regelrecht. Sie schleppte sich dann zu meinem Computertisch, wo sie auch oft gelegen hat, dabei wackelten ihre Beinchen bedenklich, und sprang mit letzter Mühe hoch. Ich rief in der Tierklinik an und wir fuhren mit ihr hin. Dort erst sahen wir bei dem grellen Licht, dass sie ganz gelbe Ohren und Schleimhäute hatte. Der Arzt stellte fest, dass sie nur noch sehr wenig rote Blutkörperchen hatte, seltsamerweise die Leber aber in Ordnung war. Er beielt sie dort, sie kam an den Tropf und bekam Spritzen. Mein Mäuschen war sehr scheu und ängstlich, es brac mir das Herz sie dort lassen zu müssen. Wir weinten den ganzen Tag. Am nächsten Montag meldete ich mich auf meiner neuen Arbeit ab und verlor den Job. Ich wurde gefragt, ob ich das tatsächlich wegen einer Katze aufgeben würde. Das Telefonat wurde beendet und ich habe nicht vor mich zu ärgern oder dem Job nachzuweinen. Mein Mann und ich fragten öfter in der Klinik nach, aber die Visite lief noch. Gegen Mittag erfuhren wir, dass nichts geholfen hatte und sie inzwischen sogar Krämpfe bekam. Da war uns klar, dass sie uns verlassen wird. Wir fuhren hin und sie wurde gebracht, hatte ganz riesige Pupillen von einem Mittel, mit dem sie ruhiggestellt wurde, um die Kräpfe besser verkraften zu können. Mein kleines Lämmchen sah so abgekämpft aus, sie heulte ein paar mal voller Angst auf und mir war klar, dass das arme Geschöpf in der letzten Nacht seines Lebens fürchterliche Angst gehabt haben muss. Der Arzt versuchte uns zu erklären, dass man nicht mit bestimmtheit sagen konnte, woran sie erkrankte, vielleicht eine Autoimmunkrankheit. Er sagte es nicht direkt, aber ich verstand es, als er uns nahelegte sie zu erlösen. Ich nickte dann und sagte ja. Wir haben geweint wie die Verrückten. Es ging so schnell. Sie hat meinem Mann noch das Köpfchen in die Hand gedrückt, als sie sie roch. Es tut mir im Nachhinein so leid, dass ich sie nicht noch einmal hochgenommen und an mich gedrückt hatte. Sie lag dort auf dem Tisch, in eine braune Decke gehüllt, völlig verängstigt, unsere Hände auf ihr liegend und sie streichelnd. Dann war sie sehr schnell weg und die riesigen Äuglein wurden starr. Oh mein Gott, ich kann diesen Anblick nicht vergessen. Mein Mann sagte dann, jetzt ist sie über uns und guckt auf uns runter. Ich schaute nach oben.
Heute holen wir unser Herzblatt vom Krematorium ab. Sie bekommt ein schönes Plätzchen auf einer Kommode, neben ihrem Bild. Wir haben die letzten Tage sehr viel geweint und viel über sie gesprochen. Ich habe oft das starke Gefühl, dass sie noch hier ist und frage mich, ob sie wohl versteht, warum ich sie nicht mehr körperlich wahrnehme.
Unsere kleine Mucki war am Sonntag und Montag recht "normal", ist in den letzten Tagen aber wurde sie sehr anhänglich und sucht dauernd meine Nähe. Zum Glück bin ich jetzt zu Hause und muss nicht arbeiten. Ich weiß nicht, wie es sich mit Muckilein weiter entwickeln wird. Dazu werde ich euren Rat benötigen, aber dafür mache ich später einen anderen Thread auf.
Sorry, dass ich so einen Roman geschrieben hab, es ist seit Montag das erste Mal, dass ich das Geschehene in geschriebenen Worten zusammengefasst hab. Wahrscheinlich ist das eine Form der Aufarbeitung. Mein kleines Lämmchen fehlt mir so sehr, ihr kennt das ja alle, man hat zu manchen Tieren ein liebevolles Verhältnis, aber mit manchen ist es etwas ganz, ganz Besonderes, sehr Inniges. Sie war meine verwandte Seele, wie man so sagt. Ich liebte sie abgöttisch und tue es immer noch. Mein Trost ist, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden und ich wünsche es mir und freue mich darauf, dann von ihr empfangen zu werden. Auf Wiedersehen, mein kleiner Schatz
 

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22.03.2013
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Schau mal hier: Auf Wiedersehen mein liebes Fienchen . Dort wird jeder fündig!
Seniora

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Hallo schnuffigste,
fühl dich ganz doll umarmt.
Es geht ihr im Regenbogenland gut, sie hat keine schmerzen mehr.
Wir werden unsere Sternchen irgenwann wiedersehen, da glaube ich ganz fest dran.

Es ist sehr traurig, was ihr erlebt habt und ich wünsche euch ganz viel Kraft.

Minka komm gut an, du bleibst für immer im Herzen, kleine.

Liebe Grüße von Seniora, Jerry und Suzy
 
Basije

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Es tut mir unendlich leid dass du deine liebe minka verloren hast. Laß dich mal ganz lieb in den Arm nehmen. Ich weiß wie weh es tut und du hast mein tiefstes Mitgefühl. Deine kleine Maus ist jetzt für immer in deinem Herzen und irgendwann werden wir alle unsere kleinen Lieblinge wiedersehen. Ich wünsche dir viel, viel Kraft.

Lebe wohl liebe kleine Minka, jetzt hast du keine Schmerzen mehr. Im Katzenhimmel kannst du mit all unseren Sternenkätzchen spielen uund wieder glücklich sein.
Grüß bitte meine vier Lieblinge von mir.

Ganz traurige Grüße Kathi.
 
lovely cat

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Liebe Schnuffigste,

Du musst Dich nicht für Deinen "Roman" entschuldigen - es kann nur gut tun, sich diese traurige Geschichte einmal von der Seele zu schreiben. Es tut mir so Leid für Euch, mir kamen bei Deinem Bericht selbst die Tränen. Die arme Minka.

Wir haben unseren Kater auf ähnliche Weise vor Weihnachten verloren. Deine Schilderungen aus der Klinik sind total identisch mit dem, was wir bei unserem Tino wahr genommen haben. Wir ließen ihn zwei Nächte in der Klinik, weil man uns einredete, es würde ihm helfen. Leider war es nicht der Fall und Tino starb sofort, sobald wir am dritten Tag bei ihm waren. Als wenn er nur noch auf uns gewartet hätte. Auch ihm war anzusehen, wieviel Angst er ausgestanden hatte. Ich fürchte, das werde ich mir nie ganz verzeihen. Aber wir hatten den Ärzten vertraut und eigentlich alles für uns machbare für Tino getan.

Ich habe eben eine Gänsehaut bekommen, als ich las, dass Du wegen Deiner Krankmeldung Deinen Job verloren hast. Für Deinen Arbeitgeber fallen mir viele hübsche Schimpfwörter ein - wie ätzend können Menschen doch sein. Ich hätte es an Deiner Stelle übrigens genauso gemacht.

Ich drücke Dich unbekannterweise ganz fest und wünsche Euch viel Kraft für die traurige Zeit, die Ihr bewältigen müsst. Und auch Mucki braucht bestimmt Kraft - die hübsche Minka fehlt nun an allen Ecken und Enden.

Ach übrigens - ich bin hier auch erst mit meinem Trauer-Thread eingestiegen. Und bin so froh, hier immer offene Ohren vorzufinden!

Viele liebe Grüße,
Sandra
 
scharly

scharly

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Hallo,lasse dich ganzlieb drücken,hier versteht jeder dein Schmerz und was du gerade durchmachst!
Ich selber habe erst am 18.12.2012 unseren Randy gehen lasen müssen!

Hier mal was ich von Alina zu dem Anlaß bekommen habe!





Testament einer Katze ( Margaret Trowton)

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.
Ich würde auch solch`ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."
Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse ist alles, was ich geben kann.

Gruß Udo
 
Schnuffigste

Schnuffigste

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Hallo ihr Lieben,

ganz ganz lieben Dank für eure tröstlichen Zeilen :cry: Ich finde es sehr lieb, dass ihr in den Trauerbeiträgen den Tierchen einen Segen mit auf den Weg gebt. Auch dass sie Sternchen genannt werden, ist eine liebevolle Geste und Vorstellung. Es hat gut getan es sich von der Seele zu schreiben und auch, sie wieder nach Hause zu holen. Die kleine Urne steht nun auf ihrem Platz, darauf ist ein Motiv einer auf einem Baum-Ast stehenden Katze, dahinter eine rote Sonne, weil sie unser Sonnenscheinchen war.

Seniora und Kathi, ganz ganz lieben Dank euch!

Sandra, wie schlimm, das tut mir so leid, dass du ganz Ähnliches mit deinem Tino erleben musstest. Das war sehr lieb und tapfer von ihm auf dich zu warten. Ich drücke dich ebenfalls ganz herzlich.

Udo, auch dir ganz lieben Dank und auch von mir allerherzlichstes Beileid zu Randy :sad: Gestern habe ich noch Fotos sortiert und das, welches jetzt neben der Urne steht, habe ich am 18 Dezember gemacht. Es ist so traurig, dass du und Sandra genau da so schwere Zeiten durchgemacht habt. Das Testament ist ein schöner Text und so wahr. Man sollte sein Herz nicht vor der Liebe zu neuen Freunden verschließen, aus Angst vor dem Schmerz, der damit einher kommt. Es gibt so viele wartende Tierchen, die sich ein liebevolles Zuhause wünschen, da ist es eigentlich schon eine Herzenspflicht, den Platz wieder neu zu vergeben. Und ich glaube, das Tiere liebende Herz kann sich unendlich weiten, es ist Platz für so viele da, wie ein Menschenleben fassen kann.

Danke euch allen nochmal, ich drücke euch ebenfalls und mögen unsere Sonnenscheinchen nun die glücklichsten Wesen der Welt sein

Herzliche Grüße
Monika
 
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Barbi

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Liebe Monika,

auch von mir mein tiefstes Mitgefühl. Es tut mir sehr leid für euch und auch ich weiß leider nur zu gut, was ihr gerade durchmacht ... Und genau wie du habe auch ich erst nach dem schrecklichen Tot meines geliebten Katers, der fast 19 Jahre bei mir war, hier ins Forum gefunden - Details findest du in meinem eigenen Thread. Ich war damals so sehr verzweifelt und habe dann hier so unendlich viel Trost und Begleitung gefunden. Du wirst hier also nicht allein sein, wenn du uns brauchst ... Uns alle verbindet hier leider dieses schreckliche Gefühl von Verlust, Schmerz und Leere. Und kein "Roman" kann da lang genug sein, um sich alles von der Seele zu schreiben ...

Schön, dass du deine Minka wieder Zuhause hast. Auch für mich war es tröstlich, als ich Gassi's Urne wieder hier hatte - ich habe sein Bild aufmalen lassen und sie steht genau wie deine mit Bildern da.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit, auch dem kleinen Mucki.

Liebe kleine Minka, hab eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und grüße mir meinen Stern Gassi ganz lieb ...

Seid umarmt,
Bärbel
 
Schnuffigste

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Hallo liebe Bärbel,

danke dir ganz herzlich für die lieben Worte, ich habe deinen traurigen Beitrag gelesen, wo euer Gassi von euch gegangen ist :sad: Das tut mir sehr leid, dass alles so gekommen war und ich drücke dich ebenfalls ganz fest!

Herzliche Grüße
Monika
 
Barbi

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Danke dir sehr für dein Mitgefühl, Monika ...

Es ist für uns alle nicht leicht und wenn du gerne hier reden möchtest - dann lass es mich ruhig wissen, ich werde gern zuhören.

Kennst du die Regenbogenbrücke? Die Geschichte bzw. das Gedicht? Es spendet oft Trost hier, wenn auch nicht immer ... Vielleicht aber heute auch dir ... Und wenn du es noch nicht kanntest, dann verstehst du wenigstens meine Grußworte für deine kleine Minka besser ...

Ganz liebe Grüße,
Bärbel



Die Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet.
Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke.
Auf der jenseitigen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land
mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern.
Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muß,
gelangt es zu diesem wundervollen Ort.
Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken,
und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling.
Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund.
Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.

Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander,
bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht.
Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß.

Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras.
Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!

Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen,
gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen.
Dein Gesicht wird wieder und wieder von ihm geküßt,
deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell,
und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes,
der so lange aus Deinem Leben verschwunden war,

aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke
und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein...

(Autor des Originals Paul C. Dahm, Übersetzung aus dem Amerikanischen von Carmen Stäbler)
 
Schnuffigste

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Hallo liebe Bärbel,

danke dir vielmals für die Regenbogengeschichte, ich kannte sie schon aber lese sie immer wieder gern (und heule dabei). Die Mitarbeiter der Tierklinik haben uns, neben einer handgeschriebenen Beileidskarte, auch einen Ausdruck der Regenbogengeschichte mitgegeben, als wir unser Fienchen dalassen mussten (es wurde vom Tierbestatter dort abgeholt).
Das ist auch sehr lieb, dass du dich als Zuhörerin anbietest, vielleicht können wir uns gegenseitig stützen. Ich habe vor ein Buch zu lesen, das heisst "Wenn sich Wege trennen...". Vielleicht ergibt sich auch daraus noch Gesprächsbedarf.

Ganz liebe Grüße
Monika
 
Barbi

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Ja, Monika ... vielleicht können wir uns gegenseitig stützen ... Ich werde deinen Thread verfolgen und du findest mich sicherlich auch immer in meinem, wenn du mich brauchst ...

Ich werde sicher mal online nach dem Buch schauen - vielleicht könnte ich es mir auch besorgen, vielleicht wäre es auch für mich hilfreich ... Danke also an dich zurück für die Anregung.

Liebe Grüße
 
lovely cat

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Liebe Monika,

ich bin gerade ganz platt - wo gibt es so eine tolle Tierklinik?

Die, bei der wir mit Tino waren, war das Letzte (zumindest der behandelnde Arzt). Er hat uns zwei Tage mit Hoffnungsbröckchen hingehalten und als er uns unseren sterbenden Kater überreichte, sogar noch teure Medikamente verkauft. Als wir dann Tinos Zustand sahen - und Tino ja auch sofort starb - stellten wir fest, dass der Arzt uns angelogen hat. Am Telefon behauptete er, Tino wäre stabilisiert. Und er würde prima beim Inhalieren mitmachen (weil er VIELLEICHT Asthma hatte). Tino war alles andere als stabil. Der Kater war am Ende, da ging es ihm noch besser, als wir ihn eingeliefert haben. Ich habe einen solchen Hass auf diesen Arzt :x. Gerade habe ich mich wieder in Wut geschrieben...

Nach dem von Dir genannten Buch werde ich auch einmal schauen. Auch, wenn Tinos Tod nun ein Vierteljahr her ist und es mir längst nicht mehr so schlecht geht wie am Anfang. Wenn ich noch an unser schreckliches Weihnachten denke...

Jetzt schreibe ich schon meinen zweiten Mini-Roman, dabei ist es doch Dein Thread. Und wenn Du jemanden zum Reden (bzw. eher zum Schreiben) brauchst - ich bin genau wie Bärbel für Dich da.

Viele liebe Grüße,
Sandra
 
Schnuffigste

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Hallo liebe Sandra und liebe Bärbel,
also was das Buch angeht, ich habe gestern schon einige Kapitel gelesen und fand es jetzt schon sehr hilfreich. Leider muss ich mir eingestehen, dass ich es besser schon früher hätte lesen sollen, um auf das Unvermeidliche entsprechend vorbereitet zu sein. Es ist schön darin beschrieben, wie ein Tier den Tod empfindet und ich weiß jetzt schon, dass ich, wenn es auch bei Mucki mal soweit ist, alles Mögliche tun werde, damit das Tierchen zu Hause erlöst wird. Wie ich in vielen Beiträgen hier gelesen habe, machen wohl viele Tierärzte auch Hausbesuche zu diesem Zweck. Das wusste ich vorher nicht. Aber lest euch bitte vor dem Bestellen des Buches die Rezensionen durch; auch wenn die durchweg positiv sind, muss man, um daraus etwas für sich zu gewinnen, an gewisse Dinge glauben, oder ihnen positiv gegenüberstehen. Menschen, für die das Dasein mit dem Ableben absolut endet, werden mit dem Buch nicht viel anfangen können, glaube ich. Mich regte es zur Retrospektive an und auch wenn man sich eigenen Fehlern stellen muss, oder sich bewusst mit dem Geschehenen noch einmal auseinandersetzt, dann doch mit einem klareren Blick.

Bärbel, vielen lieben Dank für deine Worte! Wie ich sah, gibt es in deinem Thread auch wieder Neues zu Lesen, ich werde gleich mal “vorbeischauen“ ;-)

Sandra, die Tierklinik sitzt in Schloß Holte in der Lange Str.5. Ich weiß nicht wie das hier mit den Verlinkungen gesehen wird (wegen Werbung), daher google bitte mal nach denen, es gibt auch eine Homepage. Das ist wirklich sehr schlimm und traurig, dass der TA dich auch noch in dieser schlimmen Situation “melken“ wollte. Diese Geldgier ist einfach nur perfide. Es tut mir sehr leid, dass das Leiden eures Tinos unnötig vergrößert und verlängert wurde :sad: Das arme Geschöpfchen. Es ist traurig, dass solche sozialen Berufe manchmal von Menschen ergriffen werden, die nicht die richtige Dosis Empathie und Berufung mitbringen. Das kann ich mir gut vorstellen, dass das sehr bedrückende Weihnachten waren, uns stehen nun solche Ostern bevor. Und dieser ständige Schnee trägt auch noch dazu bei, dass man sich wie in einen Kokkon aus Traurigkeit und Tristesse gehüllt fühlt, sowohl von innen, als auch von außen.
Bitte sei dennoch nicht wütend, so ticken die Menschen leider oft. Ich glaube, unsere Sternchen erlangen nach ihrem Ableben jene Weisheit, die alles versteht und verzeiht. Es wäre ihnen nicht recht zu sehen, dass ihre sie liebenden und sie vermissenden Menschen sich dem Ärger und der Verzweiflung hingeben. Verzeihen ist schwer, aber der einzige Weg zum eigenen, inneren Frieden, finde ich zumindest. Und mach dir keine Gedanken wegen des Romans, das kann ich gut verstehen und schreib hier gerne jederzeit so viel rein, wie du möchtest :d038:
Wir haben die Klinik nur durch Zufall aufgesucht, weil sie in der Nähe liegt und sie einen 24h Notdienst haben (es war ja Sonntag). Aber die waren wirklich sehr einfühlsam und der anwesende, junge Arzt legte eine gute Dosis Feingefühl in das was er sagte. Ich glaube heute, dass er schon an jenem Sonntag nicht viele Chancen für Minka sah, wollte es aber dennoch versuchen. Und das rechne ich ihm hoch an.
Ich habe auf jeden Fall aus Fienchens Tod gelernt, dass es besser gewesen wäre, sich schon eher, präventiv auf das Thema vorzubereiten. Und dass man sich noch mehr “bemühen“ muss, nach dem carpe diem Motto zu leben. Auch wenn ich darauf achte den wirklich wichtigen Dingen des Lebens das Augenmerk zu geben; wenn es einem gut geht und alles supi läuft, nimmt man Vieles schnell zwar dankbar, aber als Selbstverständlich hin :cry:

Herzliche Grüße
Monika
 
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Barbi

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Hallo ihr Lieben,

ich hatte gestern auch schon mal kurz nach dem Buch gegoogelt, es aber noch nicht bestellt. Ich bin irgend wie zu beschäftigt gewesen, andere Dinge im Internet zu finden ...

Mit der Tierklinik, in der ich mit Gassi war, war ich eigentlich auch zufrieden - ich fand es nur so schrecklich, dass auch von denen nachts keiner trotz Notdienst zu uns nach Hause kam - wir hätten hinfahren müssen und das ging ja nicht, wie ihr wisst ...
Als ich dann mit meinem schon toten Gassi dort ankam, hat man uns aber auch in einem extra Raum genug Zeit zum Abschiednehmen gegeben, sie haben gleich den Bestatter angerufen und Gassi wurde direkt dort abgeholt - es hat gar nicht so lange gedauert, ich glaube eine halbe Stunde nur ...

So, jetzt schau ich schnell "bei mir" vorbei und dann gehts mit Philipp weiter ...

Ganz liebe Grüße an euch.
 
lovely cat

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Liebe Monika,

ich weiß, dass Du mit dem Verzeihen recht hast. Aber ich bin diesbezüglich eher wie ein Elefant und vergesse nie. (wobei vergessen und verzeihen vielleicht auch nicht dasselbe ist)

Aber mich tröstet, dass Dein Erlebnis und auch Bärbels positiv waren. Denn eine Kollegin hatte in einer Klinik um die Ecke ähnliches erlebt wie ich. Ich hatte schon befürchtet, dass man nirgendwo vertrauensvoll mit seinem Tier hingehen kann. Allerdings bewegt mich ohnehin die Frage "Hätte ich Tino einen friedlicheren Abschied gewähren können, wenn ich ihn nicht noch x-mal zum Arzt geschleppt hätte?" Aber er war ja erst 7 und ich glaubte fest an seine Rettung. Hieß doch die erste Diagnose "Atemwegsinfekt". Wer denkt da schon an einen tödlichen Ausgang.

Ich glaube, es ist vor allem wichtig, mir selbst zu verzeihen. Und daran arbeite ich auch.

Das Wetter erleichtert es einem wirklich nicht, trübe Stimmung beiseite zu drängen. Ich hoffe für uns alle, dass der Frühling sich langsam durchsetzt. Euer Osterfest wird wohl auch so tatsächlich traurig genug. Vielleicht hilft Dir bis dahin das Buch ein bisschen.

Liebe Grüße,
Sandra
 
Schnuffigste

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Hallo liebe Sandra,

hier scheint heute glücklicherweise die Sonne, auch wenn der Wind sehr stark und sehr kalt ist. Trotzdem bin ich froh, dass es nicht schneit. Dann würde ich wohl wieder in das Loch fallen, weil wir Fienchen heute vor einer Woche um die Mittagszeit in die Klinik brachten. Hab gestern noch weiter im Buch gelesen, es greift einige Themen auf, die ich schon immer vermutete, oder besser gesagt - glaubte. Es hat mir sehr geholfen die Dinge neu zu betrachten und zuversichtlicher zu sein, auch dabei mein Lämmchen loszulassen. Ich schätze mal aber, dess es morgen nochmal schwer wird :-|

Das finde ich gut, dass du selbst schreibst, es sei wichtig dir selbst zu verzeihen. Da hast du Recht. Es hat ja nicht damit zu tun, dass man fröhlich frei Fehler im Leben machen soll, weil man sich eh selbst verzeiht, es bedeutet, dass wir schlichtweg Menschen sind und Fehlermachen eine unserer Eigenschaften ist. Ich glaube, das Problem liegt in der Konditionierung in unserer westlichen Kultur. Wir bekommen von klein auf beigebracht, dass wir effizient sein müssen, souverän auftreten sollen wenn wir uns Respekt verschaffen möchten, dass wir nach Sicherheit streben sollen, dass wir dieses können, wenn wir jenes machen, oder wir das wissen, wenn wir was anderes machen. Fehler zu machen wird nicht gern gesehen und nicht gern verziehen, weil die Gesellschaft so stark darauf gepolt ist, möglichst gut zu funktionieren. Wer Fehler macht, fällt durch´s Raster, gehört nicht mehr zu den Erfolgreichen, die ihr Leben mühelos meistern. Ich glaube, so einfach ist das nicht und dass wir uns mit solchen Konditionierungen selbst total überfordern. Allein dadurch, dass Tiere in unserer Kultur als Sachgegenstand betrachtet werden (rein aus der juristischen Sicht), haben viele Menschen es verlernt, auf die leisen Sprachen der Tiere zu achten, weil dieser Draht zu unseren Mitgeschöpfen am Profitmachen hinderlich ist. Es fängt ja schon damit dann an, dass viele sagen: "Es ist doch nur ein Tier". Sie haben nie beigebracht bekommen, oder nie selbst gelernt, wie wertvoll und bereichernd das Zusammensein mit Tieren ist.
Was ich damit sagen will, wir sind alle Rädchen in diesem Werk und können hier mehr, da weniger auf Geschehen einwirken, oftmals eben aus dem Grund, weil wir es nicht besser wissen, oder die Zeichen nicht erkennen.
Ich hätte auch früher schon Zeichen erkennen können. Mit dem Selbvstvorwurf werde ich mich abfinden müssen. Die Frage ist, hätte es etwas gebracht? Wir wissen nicht, wie die Chancen gestanden haben. Ich betrachte es als eine Art Bürde, mit der ich leben muss. Vielleicht hilft es dir, mit Tino in Gedanken darüber zu sprechen, aber ich schätze mal, dass du es schon getan hast ;-) Ich bin davon überzeugt, dass dein Tino dir nichts nachträgt :a066:

Herzliche Grüße
Monika
 
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lovely cat

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Liebe Monika,

der Verlauf bei Euch und Eurem Fienchen klingt ähnlich wie bei uns. Auch wir hätten vorab Anzeichen erkennen können. Allerdings habe ich mir das entsprechende Wissen erst durch Tinos Tod angeeignet :-|. Und wie Du sagst - wer weiß, ob es etwas genutzt hätte. Wir leben nur von und mit Vermutungen. Eine gesicherte Diagnose gab es bis zum Schluss nicht. Wir hätten Tino obduzieren lassen können. Aber während ich früher immer dachte "ist ja auch nur der Körper", denke ich nun doch anders. Die Vorstellung, dass an dem armen Geschöpf auch noch rumgeschnippelt wird, ist grässlich.

Ich habe zuhause ein Tagebuch geschrieben, in dem ich Tino ganz viel erzählt habe. Von seiner Ankunft als Baby bei uns bis zu seinen letzten schweren Tagen. Erst hatte ich Letzteres weggelassen "Methode Verdrängung". Dann habe ich aber festgestellt, dass ich mich dem stellen muss - und habe die furchtbaren Minuten aufgeschrieben und mich jedes Mal gefragt, ob ich es beim nächsten Mal anders machen würde und könnte. Es ist wirklich eine Bürde, sie wird fortan immer da sein. Aber ich weiß, dass ich mit ihr leben lernen kann.

Liebe Monika, ich hoffe ganz doll, dass Du es schaffst, das Loch zu umgehen. Es wird aber sicher nicht immer gelingen und sich noch einige Male vor Dir auftun :cry:. Aber das gehört wohl leider zum Trauerprozess dazu.

Ich wünsche Dir für den heutigen Tag ganz viel Kraft (die hast Du aber - so würde ich es zumindest Deinen Worten entnehmen. Natürlich tut es trotzdem unendlich weh...). Viele liebe Grüße,
Sandra
 
Barbi

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Hallo ihr Beiden,

ich bin vielleicht nicht so gut und geschickt im Schreiben, aber ich habe grade ein wenig das Bedürfnis euch an Gassi's Beispiel zu erinnern - und das meine ich nicht böse, sondern hoffe eigentlich, dass es euch eher ein Trost ist ...

Seht uns an - wir kannten Gassi's Diagnose. Die mit den Nieren schon 1 Jahr und wir haben reagiert. Die mit der HCM erst ein paar Monate - und auch hier haben wir reagiert. Ich habe wirklich alles mögliche getan, um gegen beide Diagnosen anzugehen - tägliche Infusionen, all die Tabletten, für die erblindeten Augen die Salben und Tropfen ... Und doch war ich am Ende gegen den Thrombus machtlos und davon völlig überrumpelt ...

Versteht ihr, was ich euch sagen will?

Und ich glaube, egal wie es gelaufen ist - am Ende wird immer ein wenig Schuld und die Frage nach dem, was man hätte besser machen können, bleiben ... Egal, ob man die Diagnose kannte und dagegen alles unternommen hat oder eben nicht ...

Wie gesagt - ich finde nicht so die richtigen Worte, aber ich hoffe, ihr versteht es nicht falsch, sonder eher als Trost ...

Ganz liebe Grüße
 
lovely cat

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Oh doch Bärbel, Du hast Deine Worte durchaus hilfreich gewählt. Du schilderst genau das Szenario, das mein Freund mir immer versucht, ans Herz zu legen. Nämlich, dass selbst, wenn wir alles anders gemacht hätten, Tino trotzdem keine Chance gehabt hätte. Oder er hätte eine gehabt, die sein Leben um eine ganz kurze Zeit verlängert hätte. Was mir durchaus klar ist: Tinos Tod hätte angesichts seiner Krankheit (welche im Enddefekt auch immer) wohl immer so unschön ausgesehen.

Ist jetzt auch unbeholfen ausgedrückt, aber Deine Worte helfen mir schon. Manchmal muss man dasselbe einfach noch mal von anderer Seite hören. Ich danke Dir sehr.

Drück Dich ganz fest,
Sandra
 
Barbi

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Gut, wenn ich dir die Sicht deines Freundes noch mal bestätigen konnte, Sandra.

Ich glaube, keiner von uns ist wirklich glücklich und zufrieden mit den letzten Stunden ... Es geht mir selbst doch ganz genauso - ich hätte Gassi auch gern anders geholfen, selbst wenn es nur darum gegangen wäre, ihn früher zu erlösen, damit er nicht hätte die ganze Nacht leiden müssen. Oder - denk daran, wie extrem fertig ich war, weil er in seinem Körbchen starb und nicht in meinem Arm - wie schuldig ich mich deswegen fühlte ... Und das sicher immer noch, wenn ich auch ein wenig besser mit dieser Nacht leben kann, als noch vor Wochen ... Denk dran, dass dein Tino sein Köpfchen in deiner Hand hatte und ganz nah bei euch war ... Ach Sandra, ich finde nicht die richtigen Worte, schon wieder ...

Lass mich dich einfach nur noch mal drücken und still sein, ich kann eh schlecht in Worte fassen, was ich genau meine ...
 

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