Hallo zusammen,
ich möchte mir gerne einmal meinen ungeheuren Schmerz von der Seele schreiben.
Vor 7 Jahren haben mein Mann und ich 2 Katzen aus dem Tierheim zu uns geholt. Wir haben sie Bert und Ernie getauft. Ernie war damals ein Jahr alt und Bert 2. Als wir im Tierheim in das Gehege gegangen sind hat mir eine der Mitarbeiterinnen eine Tube Malzpaste gegeben und Ernie kam sofort zu mir, obwohl er vorher nie was von anderen Menschen wissen wollte und somit war klar, dass er mit seinem Freund Bert zu uns gehört. Bei uns zu Hause hat sich Ernie schnell eingelebt, er hat sofort immer sein Köpfchen an mir gerieben und ganz viel meinen Kontakt gesucht. Fremde Menschen mochte er lange nicht, das ist erst in den letzten Jahren besser geworden. Ernie und ich waren so eng miteinander verwoben, ich weiss nicht wie ich das erklären kann. Manchmal hat er mich mit einem Katzenlächeln im Gesicht angeschaut und ist ganz schnellen Schrittes auf michzugetrabt gekommen. Er hat jeden morgen mit mir auf dem Bett Kaffee getrunken, neben mir im Bett geschlafen, wenn ich gelesen habe, mich durch eine ganz schwere Schwangerschaft begleitet und dabei jeden Tag bei mir im Bett gesessen und auf mich aufgepasst, war für mich da als ich ohne meine Tochter zunächst aus dem Krankenhaus kam, hat meine tochter in sein Herz geschlossen,hauptsache wir als seine familie waren immer da. Jeden Abend lag er mit mir auf dem Sofa, hat sich kraulen lassen, an meinen Wimpen geschnuppert, seinen Kopf gegen meinen gedrückt. Ich könnte unendlich viele solcher inniger momente beschreiben. gestern sind meine kleine tochter (sie ist zwei) und ich zum tierarzt, weil ernie am ohr eine blutende stelle hatte.er hatte manchmal probleme mit dem futter und ich wollte "nur" mit dem arzt besprechen, was wir eventuell umstellen können. auf einmal gibt er einen ganz herzzerreissenden laut von sich, schmeisst den kopf in den nacken, drückt die vorderbeine in den boden und kippt um. unser arzt hat noch versucht ihn wiederzuholen, aber mein kleiner liebling ist tot! Ich weiss nicht wie ich schildern kann, was ich selber unfassbar finde und wofür ich keine worte finde. eine heutige autopsie hat ergeben, dass mein kleiner liebling hcm hatte, in einer nicht aufhaltbaren variante mit einem generell nicht leistungsstarken herz. wenn er nicht mein tierarzt gestorben wäre, wäre er wohl innerhalb der nächsten stunden oder tage zu hause umgekippt. ich kann und kann und will nicht begreifen, wie mein so gesund wirkender liebling von einen auf den anderen moment aus dem leben gerissen worden ist. ich finde keine worte für dieses unglück,er ist doch gerade erst acht jahre alt geworden. ich liebe diesen kleinen schwarz-weißen frechdachs mit jeder faser meines herzens. ich bin so wahnsinnig verzweifelt, will einfach nicht begreifen, dass er gleich nicht wie sonst zu mir aufssofa springt. ich habe eine so enge bindung zu ihm,fühle mich, als hätte man mir ein bein amputiert. wenn ich sage, dass er mein engster freund war, ist das nicht übertrieben. morgen lassen wir ihn einäschern und dann kommt wieder zu uns nach hause, zu seiner familie, zu seinem innig geliebten freund bert, katzenpapa ivo, katzenschwester fili und katzenmama meike - für immer in meinem herzen, kleiner ernie, muckel, mausezahn, schnurre brinck