Junge Kitten und 1.000 Fragen

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Mamavondekatz

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Hallo,

ich bin ganz neu hier und möchte mal kurz meine Situation vorstellen:
Ich habe im Sommer letzten Jahres eine Mutterkatze mit drei Kitten bei uns hintenrum in den Schuppen/Scheunen gehabt. Nachdem ich meine Nachbarn auf die vier angesprochen habe, war klar, dass die Mutter wohl niemanden (mehr) gehört (oder niemand mehr damit zu tun haben will) und auf sich allein gestellt ist.
Da ich nicht mitansehen konnte, wie die Mutter versucht, sich und die Kinder durchzubringen, habe ich die Mutter angefüttert. Ich dachte, wenn die Mutter schonmal zahm war und nur verwildert ist, kriege ich sie vielleicht wieder so zahm, dass ich sie und die Kinder fangen kann.
Nun war die Mutter aber schlau und vorsichtig und die Kinder super scheu. Trotzdem kamen sie ca. 2 Wochen lang jeden Tag mehrfach zum Fressen. Die Mutter machte einen ungepflegten Eindruck. Dann kamen die Kitten nur noch alleine, waren ab da aber noch scheuer. Meine Freundin meinte, die Mutter wäre wohl tot, denn die Kinder wären eigentlich noch zu klein um entwöhnt zu sein. Oder die Mutter wäre gefangen/vergiftet worden:cry:


Jedenfalls habe ich die Kitten nun weiter gefüttert und auch regelmäßig entwurmt, aber zahm wurden sie nicht. Auch in die Lebendfalle gingen sie nicht. Ich hatte mir zweimal eine ausgeliehen aber die musste ich dann auch nach spätestens einer Woche wieder zurückgeben und dann war das ein Hantier, die überhaupt nochmal zu bekommen weil es immer hieß, alle Lebendfallen sind momentan ausgeliehen. Selbst die Tierärztin hat nie eine Lebendfalle da, weil immer verliehen. Wir hatten dann mal was provisorisch selbst gebaut, aber in "geschlossene Räume" gehen so wilde Katzen wohl nur sehr ungern.

Als es dann im Januar so kalt wurde und Schnee lag, kamen die Katzen freiwillig ins Haus. Es dauerte noch ein paar Wochen und Ende Januar durfte ich
eine anfassen und sie kamen nachts zum Schlafen rein. Dann hatte ich Ende Februar einen Kastrationstermin. Aufgrund des Körperbaus dachten wir, es wären zwei Kater und eine Kätzin. Das Fangen war echt nicht ohne aber niemand wurde verletzt. Beim Tierarzt wurde festgestellt, dass es drei Mädchen sind und alle drei schwanger, schätzungsweise jede mit drei Kitten. :sad: Sie waren wohl noch am Anfang, aber die Tierärztin lehnte eine Kastration unter diesen Umständen verständlicherweise ab.
Da ich nicht glaubte, dass die Katzen nach der Fangaktion nochmal reinkommen würden und ich nicht wollte, dass diese Babies auch verwildern, fragte ich beim Tierheim an, ob sie dort bis zum Abgabetermin untergebracht werden können und wir die Mütter danach wieder nachhause holen. Unser zuständiges Tierheim lehnte dies ab. Erstens seien sie überfüllt, zweitens wäre es quälerei, die drei wilden Mütter über eine so lange Zeit in Boxen zu sperren. Ich sollte sie einfach im Garten laufen lassen und die Mütter wüssten schon, was zu tun ist. Wenn die Kinder dann groß genug wären, sollte ich mir Lebendfallen leihen (jaja die Lebendfallen die nie zu leihen sind...) und die Kinder dann zur Vermittlung bringen. Ich habe gesagt, dass ich ja schon über ein halbes Jahr gebraucht habe, um die drei Mütter so weit zu kriegen, dass ich sie fangen konnte (und die auch nie in die scheiß Lebendfallen gegangen sind). Wie soll ich denn dann bitte die drei Mütter und die neun Babies einfangen?Und wenn ich dann da auch nicht drankomme dann haben wir nächstes Jahr vierzig Katzen? Neeeeeeeee, also ich bin keine Katzenfachfrau aber dieser Vorschlag war echt hirnverbrannt.
Wir haben dann einen Raum komplett demöbliert (ein großes Dankeschön an meinen toleranten Mann) und Kratzbaum, Höhlen und Toilette reingestellt. Da die drei Kätzinnen ein sehr inniges Verhältnis haben, gab es keinen Streit untereinander. Und es hatte den Vorteil, dass die Katzen nun auch mir gegenüber sehr viel zutraulicher sind.

Nun haben die drei Grazien ihre Babies bekommen. Die Babies sind quietschfiedel und machen einen gesunden Eindruck. Auch nehmen sie täglich zu. Die Mütter haben eine WG gegründet und ihre Babies alle in ein und diesselbe Wurfkiste gelegt (sie hatten 7 Kisten zur Auswahl :roll:). Dies führte zunächst zu leichter Überbevölkerung und ich musste eine Riesenbox bauen, in die drei Katzen und ihre 15 Babies passen. Ja, 15!!!!! 2x4 und 1x 7. Von wegen je drei Stück...
Die Katzen säugen auch alle Babies wild durcheinander wie es gerade kommt und verstehen sich sehr gut. Wir haben keinen Kümmerling, alle sind ziemlich mopsig :wink:


Nun meine Fragen:
-Wann kann ich die Mütter nun kastrieren lassen? ich kann sie ja erst wieder raus lassen, wenn sie kastriert sind, sonst kommen sie mir in ein paar Wochen mit der nächsten Ladung Babies.

- Dann meine nächste Frage: Ab wann dürfen Besucher die Babies anschauen? Mein Mann und ich haben da leicht unterschiedliche Meinungen. Ich bin der Meinung, dass da die Mütter halbwild sind, erst Besucher kommen dürfen, wenn ich die Babies kurzzeitig in einem anderen Raum zeigen kann (also so ab 6. Woche). Damit die Mamas keinen STress haben. Außerdem können Besucher doch auch Keime einschleppen, oder? Ich desinfiziere mir jedes Mal die Hände, bevor ich zu den Katzen gehe. Dabei fasse ich die Babies nicht mal an.
Mein Mann meint, ruhig allen zeigen, da würde nix passieren und je mehr die Babies sehen desto eher finden wir ein zuhause für die Bande. Was meint ihr?

- Ich habe ein wenig Bedenken, wenn es um die Vermittlung geht. Sollte ich versuchen, die Tiere über ein Tierheim zu vermitteln? Also ich sorge weiterhin für die Kitten und sie bleiben auch bei mir bis zur Vermittlung aber das Tierheim schließt den Schutzvertrag ab und erhebt auch die Schutzgebühr? Würde so etwas gehen? Wir leben hier mehr ländlich und leider scheint hier kaum einer seine Katzen zu kastrieren, was dazu führt, dass man hier ohne Probleme Katzen geschenkt bekommt. Aber dann denke ich immer, wer die 80-100 Euro für eine Schutzgebühr beim Tierheim nicht hat, dem fehlt auch nachher das Geld für den Tierarzt. Und daher würde ich die Katzen ungern verschenken. Mein Mann meint, gegen Schutzgebühr nimmt niemand eine Katze von privat (also eine Nichtrassekatze zumindest). Und die prüfen doch auch das Zuhause und machen eine Nachkontrolle, oder? Und daher dachte ich, da das Tierheim ja dann auch die Gebühr behalten dürfte, würden die das evtl. machen??? Aber mein Mann meint, da die uns damals diesen blöden Vorschlag gemacht haben, die Katzen einfach wieder im Garten laufen zu lassen, würden die wohl auch jetzt keine große Hilfe sein.
Wenn ihr meint, privat Vermitteln wäre besser, wie hoch sollte die Schutzgebühr sein um unseriöse Interessenten fernzuhalten? Was darf man im Schutzvertrag festlegen bzw. wonach sollte ich fragen? Macht es Sinn, Jungkatzen nur zusammen bzw. zu einer vorhandenen Katze zu vermitteln?

Was meint ihr? Für Hinweise bin ich euch sehr dankbar. Auch wenn euch noch etwas einfällt, auf das ich achten sollte, beliebte Anfängerfehler usw. dann sagt mir das bitte. Ich habe zwar einen Ratgeber gelesen aber mir fehlt echt die Praxis. Von Hunden und Pferden kenne ich definitiv mehr. Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist, aber ich quassel und babbel einfach wie ein Wasserfall.

P.S.: Die drei Mamas bleiben natürlich bei mir. Eigentlich wollte ich ja nie Katzen, aber gegen das Schicksal kommt man ja nicht an :wink:

P.P.S.S.: Wer Interesse hat, kann sich gerne per PM melden.
 
16.04.2013
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Shaheena

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Wow, ich bin sehr beeindruckt. Toll, dass Du Dich um diese riesige Familie so fantastisch kümmerst.
Ich denke, kastrieren kann man die Mütter sobald die Kleinen entwöhnt sind und eigenständig fressen. Dann sollten sie natürlich trotzdem bis Woche 12 bei ihren Babies bleiben. Wäre eh gut, wenn sie nach der OP noch ein bisschen bei Dir im Haus bleiben, falls es postoperative Komplikationen gibt.

Die Idee, die Kätzchen erst mit 6 Wochen Interessenten zusammen zu lassen, finde ich gut. Du könntest aber schon anfangen, mit Photos oder kurzen Videoclips die Zwerge zu bewerben und Interessenten anzulocken. Das funktioniert sehr gut - Baby-bonus hoch 10. Richte doch eine Facebook seite für sie ein und lass alle Deine Feunde diese Seiten teilen, die wiederum die Seite mit ihren Freunden teilen usw..Dann reicht die Aufmerksamkeit leicht über Eure Gegen hinaus. Wer zusehen kann, wie sie aufwachsen, wird sich leicht verlieben und kaum vor einer Gebühr zurückschrecken, auch weil man sieht, wie viel Mühe und Liebe in der Aufzucht steckt.

Ich würde sagen, es ist für Kitten besser in einem Haushalt aufzuwachsen, als in einem Heim. Sie werden besser sozialisiert, also lernen viele Haushaltsgeräusche kennen und haben rund um die Uhr Kontakt zu den Pflegeeltern. Das kann ihnen sehr helfen, ein Zuhause zu finden. Spricht etwas dagegen, zweigleisig zu fahren, als dass das TH sie ausschreibt und Du Dich privat ebenfalls um Vermittlung kümmerst?
 
WeirdStray

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Hallo!

Au je, da hast du dir ganz schön was aufgehalst^^

Ich hab wenig Ahnung von Aufzucht, aber ich versuch mal mein Bestes ;)

-Wann kann ich die Mütter nun kastrieren lassen? ich kann sie ja erst wieder raus lassen, wenn sie kastriert sind, sonst kommen sie mir in ein paar Wochen mit der nächsten Ladung Babies.
Ich würde mal sagen, sobald die Babies abgestillt sind... denke mal mit einer frischen Kastrationsnarbe am Bauch säugt es sich nicht so gut.

- Dann meine nächste Frage: Ab wann dürfen Besucher die Babies anschauen? Mein Mann und ich haben da leicht unterschiedliche Meinungen. Ich bin der Meinung, dass da die Mütter halbwild sind, erst Besucher kommen dürfen, wenn ich die Babies kurzzeitig in einem anderen Raum zeigen kann (also so ab 6. Woche). Damit die Mamas keinen STress haben. Außerdem können Besucher doch auch Keime einschleppen, oder? Ich desinfiziere mir jedes Mal die Hände, bevor ich zu den Katzen gehe. Dabei fasse ich die Babies nicht mal an.
Mein Mann meint, ruhig allen zeigen, da würde nix passieren und je mehr die Babies sehen desto eher finden wir ein zuhause für die Bande. Was meint ihr?
Das mit den Keimen ist schon richtig, allerdings nehmen Kitten Antikörper der Mütter mit der Muttermilch auf, "normale" Menschenkeime sollten da eigentlich nichts machen.
Du solltest den Nachwuchs jetzt schon an die Menschenhand gewöhnen, damit du dir keine Scheu-Schisser heranzüchtest. Ich mag falsch liegen (wenn ja, wird mich sicher bald einer berichtigen^^), aber in ich glaube den ersten 6 Wochen entscheidet sich, ob Kitten sich an den Menschen gewöhnen oder ihr Leben lang scheu bleiben. Streichel die Würmchen ruhig, kuschel sie und sobald sie soweit sind animier sie zum Spielen. Ich denke Besucher würde ich erst kommen lassen, sobald die Kleinen richtig laufen können.

- Ich habe ein wenig Bedenken, wenn es um die Vermittlung geht. Sollte ich versuchen, die Tiere über ein Tierheim zu vermitteln? Also ich sorge weiterhin für die Kitten und sie bleiben auch bei mir bis zur Vermittlung aber das Tierheim schließt den Schutzvertrag ab und erhebt auch die Schutzgebühr? Würde so etwas gehen? Wir leben hier mehr ländlich und leider scheint hier kaum einer seine Katzen zu kastrieren, was dazu führt, dass man hier ohne Probleme Katzen geschenkt bekommt. Aber dann denke ich immer, wer die 80-100 Euro für eine Schutzgebühr beim Tierheim nicht hat, dem fehlt auch nachher das Geld für den Tierarzt. Und daher würde ich die Katzen ungern verschenken. Mein Mann meint, gegen Schutzgebühr nimmt niemand eine Katze von privat (also eine Nichtrassekatze zumindest). Und die prüfen doch auch das Zuhause und machen eine Nachkontrolle, oder? Und daher dachte ich, da das Tierheim ja dann auch die Gebühr behalten dürfte, würden die das evtl. machen??? Aber mein Mann meint, da die uns damals diesen blöden Vorschlag gemacht haben, die Katzen einfach wieder im Garten laufen zu lassen, würden die wohl auch jetzt keine große Hilfe sein.
Wenn ihr meint, privat Vermitteln wäre besser, wie hoch sollte die Schutzgebühr sein um unseriöse Interessenten fernzuhalten? Was darf man im Schutzvertrag festlegen bzw. wonach sollte ich fragen? Macht es Sinn, Jungkatzen nur zusammen bzw. zu einer vorhandenen Katze zu vermitteln?
Wenn das Tierheim da mitspielt, wäre es natürlich super, die als "Vermittlungspaten" ins Boot zu holen. Ansonsten gibt es Standard-Schutzverträge im Internet zu finden. Bei der Schutzgebühr solltest du gucken, dass du zumindest die Grundversorgung (also 2x impfen und Entwurmen = ~60-80€) abgedeckt bekommst. Wenn du die Kleinen kastriert abgibst (was das beste wäre! Frühkastrationen sind schon ab 3 Monaten möglich), entsprechend mehr.

Wo kommst du denn her, wenn ich fragen darf?

EDIT: haha, Shaheena war schneller :D
 
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Mamavondekatz

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen Antworten.
Das die Mütter erst nach dem Abstillen/Entwöhnen kastriert werden dürfen hätte mir echt auch einleuchten können :idea: Macht ja Sinn ;-)

Das mit der Facebook-Seite ist auch ein guter Hinweis.

Spricht etwas dagegen, zweigleisig zu fahren, als dass das TH sie ausschreibt und Du Dich privat ebenfalls um Vermittlung kümmerst?
Das war auch mein Plan. Selbst suchen im Bekanntenkreis und fremde, die ich nicht kenne, über das Tierheim generieren.

Bei der Schutzgebühr solltest du gucken, dass du zumindest die Grundversorgung (also 2x impfen und Entwurmen = ~60-80€) abgedeckt bekommst. Wenn du die Kleinen kastriert abgibst (was das beste wäre! Frühkastrationen sind schon ab 3 Monaten möglich), entsprechend mehr.
Ja, das ist genau mein Problem. Wenn ich in Vorleistung trete, dann wären dass schonmal 900-1200 Euro nur für Impfungen und Wurmkuren. Wenn ich dann auch noch die Kastrationen vorstrecke (Mädchen 100 Euro, Jungs 50 Euro), nochmal mehr. Und es kann ja sein, dass ich die Kitten dann trotzdem nicht vermittelt bekomme und dann zusätzlich die ganzen Unkosten habe. Bei 3-4 Kitten ist das noch überschaubar, aber bei 15?

Und daher kam mir der Gedanke, Impfungen und Kastration etc. über das Tierheim laufen zu lassen, die können für die Unkosten die Schutzgebühr nehmen (bei uns im Tierheim ca. 100 Euro glaube ich). Futterkosten und Arbeit übernehme ich.

Wo kommst du denn her, wenn ich fragen darf?
Ich komme aus Heinsberg (NRW).
 
Roccira

Roccira

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wow, alle achtung, 15 kitten auf einmal, das ist ne menge.

das erste was mir auffällt und mich erhlich gesagt tierisch aufregt, ist, dass die tierärztin die mutterkatzen nicht kastriert hat. wenn sie noch am anfang waren, wäre das echt das beste gewesen, dann hätten sie den geburtsstress nicht und hätten eher wieder nach draußen können. außerdem hättest du ganz schön zu kämpfen bekommen, wenn komplilationen aufgetreten wären, kaiserschnitt oder handaufzucht nötig geworden wären. finde ich ehrlich gesagt ne ziemliche sauerei.

umso besser, dass alles gut gegangen ist und du dich so toll kümmerst.
die mütter solltest du kastrieren lassen, sobald die kleinen entwöhnt sind und selbst fressen.
besuchstermine würde ich ebenfalls erst ab der 6. woche vereinbaren, so machen es auch seriöse züchter. fotos und video kann man natürlich vorher schon bereitstellen.

ganz wichtig fände ich es, dass du den kleinen nen optimalen start ins leben ermöglichst, dazu gehört natürlich tierärztliche versorgung, sprich entwurmen und die grundimmunisierung. bestenfalls lässt du die kleinen vor der abgabe kastrieren, grade wenn du selbst schon sagst, dass das in eurer gegend leider oft nicht getan wird.
gib die kleinen auf jeden fall im doppel oder zu einem vorhandenen kitten ab, kitten brauchen unbedingt gleichalte spielkameraden.

wenn das tierheim bei der vermittlung hilft, wäre das natürlich toll, aber so wie es sich anhört bist du ziemlich auf dich gestellt, ich beneide dich echt nicht drum.
schutzvertrag und gebühr gehört dazu und ein verantwortungsvoller katzenhalter wird dir danken, wenn die kitten grundversorgt sind und eine entsprechende gebühr zahlen. leider trifft das nicht auf jeden, der gerne ein kätzchen hätte zu -.-

wünsche dir auf jeden fall viel spaß bei der aufzucht und alles glück der welt bei der vermittlung.

lg
 
M

Mamavondekatz

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Guten Morgen,

Danke für eure Antworten.
das erste was mir auffällt und mich erhlich gesagt tierisch aufregt, ist, dass die tierärztin die mutterkatzen nicht kastriert hat. wenn sie noch am anfang waren, wäre das echt das beste gewesen, dann hätten sie den geburtsstress nicht und hätten eher wieder nach draußen können. außerdem hättest du ganz schön zu kämpfen bekommen, wenn komplilationen aufgetreten wären, kaiserschnitt oder handaufzucht nötig geworden wären. finde ich ehrlich gesagt ne ziemliche sauerei.
Hm, wir haben damals rumtelefoniert und eine Tierärztin eines weiter entfernten Tierheims hätte die Kastration auch vorgenommen. Aber wir haben uns nach langer Diskussion dagegen entschieden. Natürlich wäre mir lieber gewesen, die Katzen wären gar nicht erst schwanger geworden. Aber ich hätte große Schwierigkeiten gehabt, mit der Entscheidung "Abtreibung durch Kastration" klarzukommen. Ich kann auch Leute aus dem Tierschutz verstehen, die sagen, dass jede Katze mehr, die verhindert werden kann, verhindert werden soll. Die Leute aus dem Tierschutz kämpfen tagtäglich mit dem ganzen Leid der Tiere. Auch davor habe ich Respekt. Aber ich musste ja nun die Entscheidung für mich und meine Mädchen treffen und konnte es nicht.
Ich habe aber auch kein Verständnis für Leute, die meinen, Kastration wäre gegen die Natur und lassen sich die Katzen munter vermehren. Wenn ich die Chance gehabt hätte, die Katzen eher fangen zu können, wären sie früher kastriert worden und ich hätte das Problem nicht.

Vielleicht gewährt die Tierärztin dir ja Mengenrabatt, wenn du gleich die ganze Meute zum Impfen und Entwurmen bringst Oo soll es ja durchaus auch geben.
Ja, Mengenrabatt schön und gut aber teuer bleibt es. Selbst wenn mir ein Arzt anbieten würde, jedes Tier für 100,- Euro zu impfen und zu kastrieren, wäre ich inkl. Muttertieren bei knapp 2000 Euro. Und bislang habe ich niemanden gefunden, der es so günstig anbietet.

Ich werde auf jeden Fall bei mehreren Tierheimen anfragen, ob die Vermittlung inkl. medizinischer Versorgung über ein Tierheim laufen kann.

gib die kleinen auf jeden fall im doppel oder zu einem vorhandenen kitten ab, kitten brauchen unbedingt gleichalte spielkameraden.
Auch das wäre leichter über das Tierheim zu realisieren. Ich habe z. B. eine Anfrage für ein Kätzchen, die würde eins nehmen. In Wohnungshaltung aber nicht zu einer anderen Katze. Beim Tierheim würden die das erst gar nicht machen. Aber finde mal selbst Privatleute, die sich dann von mir "zwingen" lassen, zwei zu nehmen. Wer aber zum Tierheim geht, weiß in der Regel vorher, dass er bestimmte Auflagen einhalten muss. Die, die die nicht erfüllen, gehen nicht zum Tierheim sondern suchen privat. Denke ich zumindest.
Wenn die Vermittlung über das Tierheim läuft, kann ich immer noch selbst suchen und wer eins haben möchte, wendet sich an das Tierheim, bezahlt die Gebühr und bekommt dafür ein intuto kompletto registriertes, kastriertes, geimpftes Tier.
Ich rufe heute nachmittag mal mehrere Tierheime an. Ich poste hier, wenn sich was tut.
 
pkvp

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Hey, ich komme aus Hückelhoven! :mrgreen: Du kannst doch bestimmt Kitten-Futter brauchen, oder? Habe ich nämlich von meinen zwei Lottis noch übrig - von Real Nature, ein paar 400 g Dosen.
Ich bin gerade ganz gerührt, wie Du das alles geschafft hast und was Du für die Mietzen tust. Wahnsinn!
Ich kenne nur das Tierheim in Heinsberg neben der JVA - da warst Du bestimmt?
Bei welchem Tierarzt bist Du? Ich kenne zwei sehr nette in Erkelenz und Wassenberg aus beruflichen Gründen, könnte - wenn Du möchtest - Deine Geschichte dort verbreiten und auf großen Mengenrabatt pochen?
Nur schade, daß ich niemand weiß, der gerne zwei Kitten aufnehmen würde...
 
Stulle

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Die Kätzinnen kannst du kastrieren lassen, wenn die Zwerge auch (!) Nassfutter und/oder rohes Fleisch fressen. Das ist in etwa mit 4 Wochen.

Wenn du wartest, bis die Kleinen nicht mehr an die Tanke gehen, kann das mitunter sehr lange dauern!

Hut ab vor der Leistung.
 
Westpark-Nic

Westpark-Nic

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Also: auch von meiner Seite erst einmal Respekt!!

Und ja - du hast dir da eine Mega-Aufgabe aufgehalst ... Hättest du nicht eingegriffen, hätten die Mütter dieses Jahr noch ein bis zwei Würfe und die neuen Töchter mindestens ebenfalls jede noch einen zusätzlichen Wurf gehabt ... Am Ende des Jahres wärst du so fix bei weit über 50 Katzen gewesen - und das alles nur, weil eine Katze nicht kastriert wurde ...

Was ich jetzt wichtig finde: Du musst die Babys anfassen!! Es ist ganz wichtig, dass du sie an Menschen gewöhnst - und auch an möglichst verschiedene. Du, dein Mann, Freunde ... keiner nimmt dir hinterher scheue, verängstige Katzenbabys ab!

Eine Schutzgebühr würde ich schon alleine deshalb nehmen, damit du einen Teil deiner Unkosten (und bei 100 Euro pro Kitten wäre es wirklich nur ein Teil) wieder reinbekommst. Es gibt keine Grenze, die wirklich sicherstellt, dass die Leute die Tiere anschließend ausreichend schätzen oder wirklich immer das Geld für den TA haben. Selbst bei 600 für Rassekatzen ist man da nicht 100% auf der sicheren Seite.

Natürlich könnte man Mama früher kastrieren ... aber letztendlich macht das jetzt nicht so einen Unterschied - denn sie sollten bei den Babys bleiben, bis sie ca. 12 Wochen alt sind. Wenn das gar nicht geht, weil sie dir die Bude zerlegen oder sonst was - gut - dann müssen die Mütter raus (natürlich kastriert) - aber die Babys sollten auf jeden Fall solange zusammenbleiben.

Die Frage mit dem Besuch. Natürlich schleppt dir jeder Besucher Keime rein - wichtig ist vor allem, dass sie möglichst die Schuhe ausziehen und sich die Hände waschen. Richtig gründlich waschen reicht - desinfizieren ist nicht nötig.

Wie jemand sagt: sie bekommen von den Müttern Antikörper über die Milch - aber dieser maternalen Abwehrstoffe reichen ca. bis zur 6 Wochen. Wenn du also genau dann Besucher reinlässt, triffst du genau die Lücke ...
Ganz sicher kann man da eben nie sein. Wichtig ist, da auf ein bischen Hygiene zu achten. Aber wichtig ist eben auch, dass du die Zwerge ein bischen zahm bekommst.

Die Nummer mit dem Mengenrabatt beim TA kannst du vermutlich vergessen - da Tierärzte das normalerweise nicht dürfen. Kannst du nicht mal sehen, ob es bei euch in der Gegend nicht einen TS-Verein gibt, der einen angestellten Tierarzt hat? Die dich quasi als Pflegestelle sehen ... und die Kosten übernehmen - oder sich daran beteiligen?

Grüße,
Nic
 
MamaKat

MamaKat

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Du hast meinen größten Respekt, dass du das so durchziehst. Die Kleinen haben wirklich Glück.

Ich würde sooooo gerne ein Foto von dem ganzen Haufen sehen :) :) :)
 
Mathilda

Mathilda

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Ich habe auch eine große Hochachtung vor Dir und bewundere Dein Engagement!
Auch im Tierheim haben die Schmusekatzen die größten Chancen, deshalb finde ich es auch so wichtig, wenn Du sie zähmst!
Mach in jedem Katzenforum einen Vermittlungsthread mit Fotos auf.
Und es lohnt sich, beim Tierarzt nach Mengenrabatt zu fragen. Meine Nachbarin hat nur 4, aber sie bekommt für jedes Impfen und auch fürs Scheren (die lassen Kämmen kaum zu) Mengenrabatt.
 
Schischa

Schischa

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18 katzen :razz:, daß sind viele auf einem haufen.:razz::razz::razz:

patenschaft von leuten, die die kitten mit schutzvertrag übernehmen, wäre vielleicht auch eine idee.

du brauchst sofort einen youtubekanal!!!
und einen livestream!!!
das sind die 65 millionen aufrufe!!! toi, toi, toi!!!!!!!!!!
( pro million aufrufe, so sagt man, gibt es 1000 € ^^)
fb haste schon?
 

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kitten zu ihrer frisch kastrierten mama lassen

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katze auf dem tierheim heinsberg holen kosten

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katzenbabys niemand

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