Ältere Katze zieht sich vor Neuer zurück

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Schnuffigste

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Hallo liebe Katzenmütter- und Väter,

ich habe viel über die Zusammenführung von Katzen vor - und nach dem Holen unserer Zweitkatze gelesen, auch hier im Forum, möchte aber gerne speziell auf unseren Fall gesehen ein paar Fragen nach euren Erfahrungen stellen. Folgendes ist passiert:

Als Mitte März Fienchen eingeschläfert werden musste, blieb uns Mucki. Beide Katzen sind/waren 10 Jahre alt, wir haben sie damals als 3-monatige Kätzchen von einer Pflegestelle des Tierheims zu uns genommen. Sie waren gesund wurden kastriert und sollen angeblich Geschwister gewesen sein.
Mit der Zeit lebten sie sich ausenander. Mucki, die schwarze Katze, wurde dann zum Leittier und hatte die Hosen an. Fienchen stellte sich hinten an und überlies Mucki das Feld.
Mucki ist sehr agil und spielt sehr gerne, wenn man nicht wüsste, dass sie 10 Jahre alt ist, könnte man sie für eine 4-5jährige Katze halten. Da sie Fienchen gegenüber sehr tonangebend war, haben wir uns entschieden, dass die Katze nach Fienchen nicht zu unterwürfig sein sollte, sondern Mucki vom Charakter her ähnlich ist. In den 3 Wochen zwischen Fienchens Tod und der neuen Katze hat Mucki sehr viel gemaunzt, hat viel Aufmerksamkeit gefordert und wir haben uns viel mit ihr beschäftigt und mit ihr gespielt. An sich waren wir bereit erst abzuwarten, wie es sich mit ihr entwickelt. Wir hatten dann aber das Gefühl, dass sie anfängt zu "vermenschlichen". Also entschieden wir, dass sie wieder einen Artgenossen bekommen sollte. Das war natürlich nicht der einzige Grund, es ist genug Platz bei uns da, es sind genug Tiere im Heim, wir lieben Katzen - warum also nicht wieder einem Tierchen ein Zuhause geben.
Im Tierheim haben wir uns ausgiebig mit den Mitarbeiterinnen unterhalten und Muckis Wesen erläutert. Auf Grund dessen haben wir Paulinchen mitgenommen, die 1 Jahr alt ist, und laut Tierheim eher ruhig für das Alter ist. Unser Anliegen war es, dass die neue Katze nicht unter Mucki "leidet" und sich ggf. zur Wehr setzen kann, was Fienchen damals nicht tat.

Paulinchen hat sich wortwörtlich vom ersten Moment an bei uns wohlgefühlt, ich glaube, sie mag ihr neues Zuhause. Mucki war, glaube ich, nicht abgeneigt, sie lief sofort neugierig zu ihr, als wir sie zusammenführten. Paulinchen hingegen war es, die sie wegjagte.
Nun haben sich die Rollen gedreht, Paulinchen ist die Tonangebende und Mucki hält sich bedeckt. Es verwundert mich im Grunde nicht, denn Paulinchen ist jünger und kräftig.
Inzwischen geht es wesentlich besser, Mucki rennt nicht mehr vor ihr dauernd weg, sie fressen von Anfang an zusammen und liegen auch mal so, dass etwas 2-3 m zwischen ihnen sind.
Was ich sehr schade finde ist, dass Mucki nicht mehr so augiebig spielen möchte. Auch in den 3 Wochen nach Fienchens Tod wetzte sie durch die Bude, wenn man mit ihr spielte, war ein totaler Wildfang. Jetzt überlässt sie Paulinchen das Feld, sitzt zwar dabei, aber schaut nur zu. Ich beschäftige mich dann mit ihr, wenn Paulinchen ausgepowert ist und pooft. Aber es ist anders, sie spielt nur auf einem kleinen Raum, um Paulinchens Aufmerksamkeit nicht zu erregen. Das fordernde Maunzen hat aufgehört.
Meine Frage ist nun, muss ich mich damit abfinden, dass sie nun quasi die Rolle des verstorbenen Fienchens angenommen hat und sich als "zweiter Rang" unter den beiden befindet? Oder gibt es Möglichkeiten, das Spielen irgendwie so zu gestalten, dass Paulinchen sie nicht gleich wegjagt?

Ich habe gelesen, dass Heimtiere erst einmal um alles kämpfen und alles für sich vereinnahmen möchten, weil sie sich im Tierheim behaupten mussten. Mir scheint es auch oft, dass sie Mucki aus Spiel durch die Wohnung jagt, Mucki das aber von früher nicht kennt (weil sie die Jagende war).

Es würde mich interessieren, wie andere Katzenhalter solche Situationen erlebt haben und wie es sich entwickelte. Paulinchen ist jetzt 2 Wochen bei uns und wir möchten sie nicht mehr missen. Sie ist sehr lieb und verschmust, sehr verspielt. Nur schade halt, dass Mucki sich zurückgezogen hat. Für das Holen einer dritten Katze besteht leider keine Möglichkeit ;-)
 
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Zwei Wochen sind eine kurze Zeit bei einer Zusammenführung. Ich denke, Mucki braucht ihre Zeit, um sich an die neue Mitbewohnerin zu gewöhnen. Und der Altersunterschied zwischen ihr und Paulinchen ist schon beträchtlich.

Bekommt Mucki genügend Aufmerksamkeit? Die alte Katze sollte die Nr.1 sein, wenn eine neue Miez einzieht. Zuerst begrüßen, Leckerchen, Futter. Könnt Ihr mit Mucki getrennt von Paulinchen spielen? Im Zweifelsfall mal die Zimmertüre zumachen für die Spielorgie?

Und Mucki Zeit geben. Sie muß sich erst an die neue Situation gewöhnen.

Lieben Gruß,
Sisja
 
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