Ich muss mir jetzt mal was von der Seele schreiben.
Ich habe hier meinen Johnny, 3 Jahre alt. Er ist bei mir seit er 7 Wochen alt war.
Völlig verwahrlost, unterernährt, übersät mit offenen Wunden und Flöhen hatte er sein Leben
in einem Küchenschrank gefristet bis er zu mir kam. Ich hab echt um ihn kämpfen müssen da er es fast nicht geschafft hätte.
Er liebt mich sehr, schläft mit auf meinem Kopfkissen und ruft Mama wenn er mich nicht findet.
Ein absolut friedlicher und sehr verschmuster Schatten auf meinen Wegen.
Dann kommt Tinkabell, 4 Jahre alt. Sie hat einen Hüftschaden und ist sehr scheu und zurückhaltend.
Ein sehr zierliches Mädel das am liebsten auf meinen Beinen liegt sobald ich mal sitze.
Sie lernt jetzt wieder zu spielen und Vertrauen zu fassen. Sie ist sehr intelligent.
Egal was ihr passiert ist, es war wohl schlimm für sie.
Und nun noch Benny, 5 Jahre alt. Ein Goldschatz. Er schläft viel, kommt auch zum schmusen und schläft nachts mit unter meiner Bettdecke. Er liebt die Sonne und Fliegen zu jagen. Er maunzt immer wenn er Aufmerksamkeit will und rast wie ein verrückter ran wenn ich den Federwedel hole. Der Chef in der Runde.
Benny ist positiv auf Leukose getestet worden.
Diese drei Katzen bereichern mein Leben und sind gut für mein Seelenheil, denn auch ich habe schon viel schlechtes im Leben erfahren müssen.
Nun werde ich dafür verurteilt, weil ich eine kranke Katze mit zwei gesunden zusammen leben lasse.
Aber für wenn sollte ich mich entscheiden wenn ich sie trennen würde?
Wer würde Benny aufnehmen? Oder die anderen beiden wo sie doch mit einer kranken Katze zusammen waren? Soll ich noch mehr heimatlose Tiere schaffen oder ihnen bei mir ein schönes Zuhause und meine Liebe und Fürsorge bis zum Ende bieten?
Ich habe mir diese Fragen selbst beantwortet.
Alle bleiben bei mir und ich stehe zu meiner Entscheidung.
Gerne würde ich noch einem Kätzchen ein Zuhause bieten was sich aber als sehr schwer herausgestellt hat, eben weil meine Gruppe gemischt ist.
Klar ist es nicht grad ideal so, aber besser wie im Tierheim oder sonstwo wo keiner Zeit hat für die Tiere. All die vielen Katzen die keiner will und ich darf keine mehr aufnehmen?
Das geht mir nicht in den Kopf.
Sollte ich jemals an einer ansteckenden Krankheit leiden, hoffe ich, dass sich nicht alle gesunden Menschen von mir abwenden.
Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion auslösen sondern nur einmal loswerden was in mir vorgeht, weil es mich beschäftigt.
Ich danke allen Lesern