" Jahre und immer noch so ängstlich..

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sepo

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Hallo zusammen,

ich bin Sebastian (29 Jahre) und habe seit 2 Jahren ein Problem mit meiner Katze. Bzw. weniger ein Problem aber es belastet mich etwas.

Mal zur Vorgeschichte.
Ich bin eigentlich mit Katzen aufgewachsen in unserem Elternhaus und bin generell total der tierliebe Mensch. Seit ich mich erinnern kann hatte ich Tiere um mich. Vor etwa fünf Jahren bin ich nach Kassel gezogen, aus beruflichen gründen und habe dort alleine gelebt. Mein damaliger Chef wusste von meiner "Katzenliebe" und hat mir zum Geburtstag einen 12 Wochen alten Kater (Towlie) geschenkt damit ich abends nicht mehr so alleine auf dem Sofa rumhänge

Ich arbeitete auf dem Bau und fand es jedoch nicht so toll das der gute tagsüber alleine zuhause rum sitzt. Also nahm ich Kontakt zu der Vermittlerin auf wo der kater her stammte. Die Dame war stark im Tierschutz angagiert und hatte die Katzen von einem Bauernhof gerettet wo
die Kätzchen hingerichtet werden sollten. Ich fuhr also zu der Dame und schaute mich um. Da viel mir eine Katze auf die Total das geniale Fell hatte und es mir direkt angetan hatte. Vermutlich kommt Sie sogar aus dem selben Wurf wie mein Kater. Auf jeden Fall nahm ich sie mit nach Hause und mein Kater freute sich auch total und die beiden haben wirklich super harmonisiert.

Mein Kater brauchte etwa 2-3 Wochen bis er sich eingelebt und mich akzeptiert hat. Seitdem sind wir ein Herz und eine Seele. Mit etwa einem Jahr habe ich ihn Kastrieren lassen. Er ist total liebesbedürftig und verschmust.

Mit meiner Katze sah das anders aus.. sie hat sich nie anfassen lassen oder der gleichen, man konnte sich nicht auf 2 meter nähern da ist sie schon abgehauen. Als sie knapp ein Jahr bei mir wahr zog ich zu meiner Lebensgefährtin und Ihrer Tochter zurück in meine Heimat.

Und vor gut 4 Monaten ließ ich sie dann auch kastrieren. Direkt nach der Kastration passiert etwas merkwürdiges. Die Katze kam abends aufs Bett gesprungen als wir schlafen gehen wollten, legte sich auf meinen Schoß, ließ sich Streicheln und Schnurrte wie eine bekloppte.

Seit dem kommt sie fast jeden abend ins Bett, lässt sich mal ganz kurz kraulen und verschwindet dann wieder. Wenn sie sich dann so kraulen lässt muss man nur aufpassen das man ihr nicht in die Augen sieht, dann zuckt sie zusammen und springt weg. Sie merkt selbst das ihr das total gefällt und sie das braucht aber hat tierisch ängst sich "hingehen zu lassen".

Außerhalb des schlafzimmers schafft man es nicht sie anzufassen, genauso scheu wie vor 2 jahren. Außer sie liegt auf dem Kratzbaum, da liegt sie auf augenhöhe, da lässt sie sich auch noch kraulen wenn man ganz behutsam und sanft auf sie zu geht, und am besten nicht in die augen sehen.

Hatte mich zwar damit abgefunden eine scheue Katze zu haben aber irgendwie bedrückt mich das doch das sie solche angst vor uns hat. Vor allem sieht sie ja eigentlich am Kater das ihr keine gefahr droht, der kommt ständig zum schmusen und auch abends aufs bett und schnurrt wie ein bekloppter. Dachte immer das sie es dann schon von ihm sehen wird das dass alles ok ist.

Sie ist auch total abhängig von unserem kater, wenn er in einem anderen zimmer ist miaut sie wie eine bekloppter, als würde sie ihre kitten rufen und sucht ihm im ganzen haus.

Auf jaden Fall suche ich einen weg Ihr beibringen zu können das sie vor niemanden Angst haben muss und ruhig "Katze" sein darf.
Auf diesem weg hoffe ich das jemand solche Erfahrungen schon machen konnte oder ganz einfach "erzieherisch" einen rat für mich hat.

Soweit liebe grüße
Sebastian
 
11.05.2013
#1
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Kira Filou

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Das ist doch schon super das sie zu euch auf das Bett kommt,ein Riesen Fortschritt für euch. Ganz,ganz viel Geduld und ruhiges zureden werden den Rest machen. Eventuell versuchen nie von oben,also im Stand, auf die Katze beim Versuch sie zu streicheln,zugehen sondern in die Hocke gehen... Auf ängstliche Katzen wirkt das von oben bedrohlich....


LG Melli
 
russian

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Auf diesem weg hoffe ich das jemand solche Erfahrungen schon machen konnte oder ganz einfach "erzieherisch" einen rat für mich hat.
Keinen erzieherischen Rat, ausser dem es mit Geduld so weiter zu machen wie bisher.
Sie kommt zum schmusen ins Bett und lässt sich auch am Kratzbaum streicheln, wenn Ihr behutsam auf sie zugeht, das ist sehr viel für eine scheue Katze.
Es wir sicher auch mehr werden, aber sie muss die Freiheit haben selbst zu entscheiden wieviel mehr sie haben will, nur so baut sich mehr Vertrauen auf.
Ich würde mich in ihrer Gegenwart möglichst langsam und ruhig bewegen und ganz viel mit leiser Stimme mit ihr reden.
 
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DougiesMum

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Hallo lieber Sebastian,

wir hatten hier auch so ein kleines Scheuchen - keiner wusste wo sie herkommt und was sie schon durchgemacht hat. Zu Beginn durften wir sie auch nicht einmal ansehen, dass zuckte sie schon zusammen.
Mit sehr viel Geduld und einem normalen Tagesablauf wurde es mit der Zeit bei uns besser. Aber auch heute muss man sehr behutsam mit ihr umgehen und darauf achten, wie man sich in ihrer Nähe gibt, damit sie keine Angst bekommt.
Ich schätze, ihr wisst auch nicht, was Eure Süße schon alles mitmachen musste, bevor sie zu Euch kommen durfte.
Wie Du sagst - sie soll Katze sein dürfen. Und dafür lasst Ihr ihr guten Spielraum.
Manche Katzen möchten nicht viel schmusen, oder wie unsere Kleine - eben nur wenn sie das wirklich möchte!
Wenn man sie hoch nimmt und sie das nicht möchte, dann kriegt man nen ordentlichen Kratzer ab! Also machen wir das natürlich nicht...
Ich bin eigentlich sehr dankbar für ihre zurückhaltende Art, denn wenn ich noch so einen riesen Schmuser hätte, dann würde ich garnicht mehr nachkommen ;-)
Ich wünsche Euch viel Spaß mit Euren beiden und viel Geduld!
Liebe Grüße
 
S

sepo

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Danke erstmal für Eure Worte und Ratschläge.
Ich wahr jetzt ja wirklich 2 Jahre lang geduldig mit Ihr hab sie auch nie zu etwas gedrängt oder dergleichen. immer ruhig mit Ihr geredet etc. Mich wundert das eben nur dass Sie sich nichts vom Kater abschaut. Der wird seit ich sie habe tag täglich verwöhnt, gekrault und der gleichen und sie sieht tag für tag das da nichts passiert was ihr angst bereiten müsste oder der gleichen.

Naja, ich hätte sie natürlich auch noch gerne wenn sie niemals zutraulich werden würde, aber seit sie ins Bett kommt am abend merke ich eben das sie es wirklich so gerne hätte sich einfach auf den brustkorb zu legen und durch gekrault zu werden. Aber sie hat einfach zuviel angst davor sich hinzugeben. Und das macht mich dann irgendwo traurig das sie soviel angst mir gegenüber bzw. dem menschen gegenüber hat. Wie gesagt... sie ist nun über 2 Jahre bei mir..

Denke das es auch ein fehler war sie so spät kastrieren zu lassen, im kratzbaum hat sie sich ja schon länger "mal" streicheln lassen.. aber ins bett kommt sie erst seit der kastration. Genau genommen schon direkt am abend des kastrationstages..

Bin gerade mal mit ein paar leckerlies ins schlafzimmer hoch, da lag sie unter dem wäscheständer und hat gedösst. Hab mich auf den bauch gelegt und immer ein leckerli auf die ausgestreckte hand gelegt.. sie kam dann immer mal, hat an der hand geschnüffelt und das leckerli mit der pfote von der hand gezogen, dann aber direkt 10cm neben meiner hand gefressen. Nachdem unser kater mich überfallen hat und sich das leckerli aus der hand schnappte und all meine finger ableckte, frass sie auch direkt aus der hand. nunja.. wird schon noch werden mit der guten :)

Das verblüffende finde ich ja, das sie einen abends direkt dazu bewegen will ins bett zu gehen. Unter der Woche legen wir uns für gewöhnlich so um 22 uhr hin. Am wochenende streift sie dann sobald es später wird durch die wohnung setzt sich 2 meter vor einen und miaut einen an. Sobald wir dann die lichter ausmachen und richtung treppe gehen, flitzt sie an einem vorbei, die treppe hoch, ins schlafzimmer und legt sich unter das bett, sobald wir dann liegen springt sich hoch und lässt sich mal eben streicheln, wenn auch nicht besonderst lange.

Dachte eine Zeit lang schon meine Katze wäre schizophren oder so ^^
Weil das immer so ein schlagartiger persönlichkeitswechsel von ihr ist.
Sie liegt auf meinem Brustkorb lässt sich kraulen und schaut mir verträumt in die augen und auf einmal nimmt sie wirklich wahr was gerade passiert, reißt die puppillen auf und springt schnell weg...
 
DougiesMum

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Klar, zwei Jahre sind eine lange Zeit.. aber manche Katzen mögen eben nicht immer schmusen und nicht immer jemanden um sich. Dann habt Ihr eben ein solche Exemplar und ein Anderes ;)

Dass sie direkt nach der Kastra zu Euch kam, zeigt doch schon, dass sie Euch vertraut.
Und wenn sie eben nur abends kuscheln möchte, finde ich das völlig ok.
Unsere Kleine holt sich übrigens immer morgens um 6 ihre tägliche Ration :roll:;-)
 
Z

zamax

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Hallo!

Geduld, Geduld und nochmals Geduld! Ich hatte mal eine Katze die mehrere Jahre gebraucht hat um relativ entspannt zu sein. Ich habe darunter gelitten, dass ich den Eindruck hatte sie braucht eigentlich ganz viel Schmuserei und traut sich nicht. Ihr Verhalten ähnelt deiner Katze. Sie war auch bis zum Schluss nicht die klassisch schmusende Katze, aber es wurde über die Jahre immer besser und ich rede hier von einem 15-jährigen Katzenleben. Stück für Stück, bei uns gab es auch immer mal wieder Rückschläge (warum auch immer), aber es ging voran, langsam.

LG zamax
 
Niteowl

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Ich kann meine Vorredner nur bestätigen... gaaanz viel Geduld!
Meine Mutter hat eine Katze,die auch mit 12 Wochen aus dem Tierschutz zu ihr kam... sie war von Anfang an scheu und hat irgendwie keinen an sich ran gelassen.... erst jetzt in den letzten 3 Jahren kommt sie zum schmusen,schnurrt und lässt sich genüsslich streicheln.... allerdings,sobald ein plötzliches Geräusch kommt oder irgendwas hinter ihrem Rücken ist,springt sie auch auf und rennt weg. Und wir reden hier jetzt von einer mittlerweile 15 Jahre alten Dame....

Du siehst,manche Katzen sind eben so,da hilft halt nur ganz viel Geduld..... ;-)
 
Saiyurij

Saiyurij

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Huhu,
also dass du Geduld haben musst haben ja jetzt schon einige gesagt.

Ich finds schon einen guten Fortschritt dass sie Leckerli aus deiner Hand nimmt! Mag sie denn Vitaminpaste oder Leberwurst oder sowas? Das würd ich vllt als nächste Stufe versuchen. Da ein bisschen auf deine Finger schmieren und es ihr anbieten. Evtl. wieder deinen Kater wieder vormachen lassen dass mans essen kann und dass deine Hand nicht böse ist. Vielleicht hat sie ja mal schlechte Erfahrung gemacht, wurde böse gepackt oder so, das merken Tiere sich.
Du musst ihr zeigen dass von deiner Hand keine Gefahr ausgeht und dass sie deine Berührung - auch außerhalb des Bettes oder des Kratzbaumes - mit was positivem (Leckerli) verbindet.
Nur halt eben sehr langsam vorgehen, also wenn sie dann deine Finger ableckt nicht gleich versuchen sie anzufassen. Ich würds so machen dass ich ihr auf der einen Hand eben die Paste anbiete und dann die andere so weit vorschiebe bis sie sich anspannt, dann die freie Hand einfach liegen lassen bis die Katze sich wieder entspannt. So sollte sie recht schnell merken dass du nix böses willst.

Klingt jetzt vllt doof, aber es scheint mir auch so als ob die Katze allgemein wenig Selbstbewusstsein hat. Clickerst du mit ihr oder sowas?
Könnte vllt auch helfen noch mehr vertrauen aufzubauen. Wenn sie da Lust drauf hat, muss sie sich ja intensiv mit dir beschäftigen.

Liebe Grüße
 
Lady of Camster

Lady of Camster

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Du darfst ihr nicht direkt in die Augen schauen. Sie also nicht "anstarren".
Wenn du sie anschaust, dann mach ganz langsam die Augen auf und zu. Wenn dein Kater so zutraulich ist, teste mal bei ihm an wie er darauf reagiert. :razz: Meine "blinzeln" immer schnurrend zurück und relaxen total. Einige Katzen schlafen dabei sogar ein.
Für Katzen/Kater ist das ein Zeichen von Entspanntheit und Vertrauen.

Versuche sie nicht ins Bett oder sonstwohin zu locken mit Leckerlies.
Gib ihr Leckerlies wenn sie von sich aus kommt.

Wenn sie entspannt bei dir liegt, kraule sie einfach beiläufig. Oder leg nur deine Hand auf ihr Fell, wenn du merkst, dass sie das kraulen nicht mag.
Tu so, als sei es ganz selbstverständlich wenn sie da ist. Beachte sie also nicht sonderlich.

Wenn sie freiwillig zu dir kommt, tu nicht so als wäre es super-genial-toll. Dieses "übertriebene" Verhalten von dir schreckt sie mitunter wieder ab.

Auch ich bin mit Katzen aufgewachsen. Aber seit ich von zu Hause ausgezogen bin und nur reine Wohnungskatzen habe, musste ich von Grund auf neu lernen. ;-)
 
Cavewoman

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Unser Oskar kam zu uns, als er ca. 4 Monate alt war und war von Anfang an sehr ängstlich und traute Menschen nicht über den Weg.
Er ist eine Wohnungskatze und brauchte 5 Jahre, das wir ihn überhaupt anfassen durften und gefressen, Klogang und spielen wurde erledigt, wenn wir alle schlafen waren.
Tagsüber lag er unter ner Bank in der Ecke und hatte den starren Blick nach vorn und wenn man ihn zuredete und mit allen Mitteln versucht hat, ihn aus seinem tiefen Tal herauszuholen, nutzte er die erstbeste Gelegenheit zu flüchten. Das endete dann am Katzenklo, wo er sich reinsetzte, wieder starr geradeaus blickte und dies über mehrere Stunden. Meistens kam er erst wieder raus, als wir schliefen.
Kein einreden, Mittelchen, Anreiz oder sonstwas half und unser TA meinte, das er irgendwann, vielleicht doch noch auf uns zukommen wird, aber das ist von ihm abhängig und er bestimmt das Tempo!

Wir dachten, das es wohl so bleiben wird und akzeptierten, das er das Tempo angibt. Nach 5 Jahren kam er wirklich von ganz allein auf uns zu, es sind zwar Babyschritte, als wenn ein Baby das erste mal eine Rassel von allein hält, aber es tat sich was und wir machten bei neuen Fortschritten, gleich rituale draus.

Wenn deine Katze von allein abends ins Bett kommt, dann lasst ihr dieses Ritual, denn es kann sein, das sie es wieder einstellt, wenn sie mal nur einen Abend nicht mit rein darf, dann ist dieser Schritt futsch!

Mittlerweile ist Oskar 11 Jahre alt und fällt manchmal noch in sein altes Verhaltensmuster, aber wenn wir abends auf der Couch sitzen, dann kommt er an und lässt sich so lange kraulen, bis wir die Couch wieder verlassen. Manchmal nimmt er auch leckerlies, aber nur dann, wenn wir uns auf den Boden legen und wir bekommen dann sogar von ihm ein Stoß mit dem Köpfchen.
Er ist Kastriert und lebt mit 2 Katzen zusammen, kein Streß zwischen den Tieren und seine Püppi sorgt immer dafür, das die Luft rein ist, wenn sie durch die Wohnung Tigern. Er verlässt sich auf Püppi und wenn Oskar zum TA muss, gibt es riesenalarm, wenn Oskar in die Kiste muss und sie redet den ganzen Tag nicht mehr mit uns.
Oskar ist nicht der gesündeste und wir haben immer Angst um ihn, das er in seine Depression zurückfällt, denn dann ist er in Lebensgefahr, weil er vor Angst das Fressen und den Klogang einstellt.
Wir müssen bei ihm immer besonders drauf achten, was er am Tag macht und ob er auf Klo war und genug gefressen hat.
Wir lieben ihn trotzdem und er darf so sein wie er ist und jedes freche mauzen von ihm macht uns glücklich!
 
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sepo

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Wenn du sie anschaust, dann mach ganz langsam die Augen auf und zu. Wenn dein Kater so zutraulich ist, teste mal bei ihm an wie er darauf reagiert. :razz: Meine "blinzeln" immer schnurrend zurück und relaxen total. Einige Katzen schlafen dabei sogar ein.
Für Katzen/Kater ist das ein Zeichen von Entspanntheit und Vertrauen.
Das mache ich seit ich sie habe, wenn sie zum beispiel auf dem Aquarium liegt und ich auf dem Sofa (ca. 4 meter) und ich mich bewege, schreckt sie meißt schon etwas auf, bzw. bei jedem geräusch das sie wahrnimmt und schaut einen schreckhaft an, dann zwinker ich ihr auch immer langsam zu und man sieht wirklich wie sie sich dann wieder entspannt und zurück zwinkert.

Von dem "clickern" hab ich jetzt schon in ein paar beiträgen gelesen, weiß aber ehrlich gesagt nicht was das sein soll bzw. wie man es anwendet. Werde mich da aber mal reinlesen.

Danke nochmals für eure Ratschläge. Gedult habe ich ohne ende, daran soll es nicht scheitern. Was mich nur etwas besorgt ist der Gedanke das es für sie vielleicht auch nicht sehr angenehm ist bei uns zu sein. Wobei sie auf der anderen seite vor unserem Umzug (vor 4 Monaten) auch raus gegangen ist.
Nur hier im neuen Haus führt direkt eine sehr stark befahrene Hauptstraße vor dem Haus entlang, da wollten wir die zwei nicht unbedingt raus lassen wenn es sich vermeiden lässt. Klappt auch bestens, machen beide keine anstallten raus zu wollen.

liebe grüße und allen Müttern einen schönen Muttertag ;-)
 
Patentante

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Ich finds grad echt seltsam. Meine Kleine hab ich von Geburt an. Trotzdem ging anfassen gar nicht. Bis zum Tag der Kastra. Danach wich sie mir zwei Tage nicht mehr von der Seite!? Trotzdem hat es danach nochmal ca. 1,5 Jahre gedauert bis sie den größten Teil ihrer Ängste ablegen konnte.

Der wichtigste Tip den ich bekam: die Katze auf keinen Fall beachten wenn sie erschrickt/ängstlich ist. Man tut das nämlich unbewußt völlig automatisch hinzuschauen. womit man die Ängste immer weiter verstärkt.

Ich kann verstehen, dass es Dich belastet. Aber dass sie jetzt aufs Bett kommt ist ein riesen Schritt! Habt weiter Geduld, ich denk es wird sich lohnen.
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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ich kann verstehen, dass dich das irritiert, aber du vergleichst deinen Kater mit der Kätzin. aber ich sehe da nicht wirklich einen Grund sich Gedanken zu machen. Jedes Tier ist unterschiedlich. Es gibt tatsächlich Katzen, die entscheiden wann sie Nähe zu lassen und wann nicht.

Einige Katzen haben Probleme, fühlen sich bedrängt und sind überfordert mit der körperlichen Nähe und sind als Schmusetiere nicht so geeignet, da ist weniger mehr. Auch wenn Katzen dazu einladen sie anfassen zu müssen.

lg
Verena
 
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sepo

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Sie liegt jetzt gerade wieder auf dem Kratzbaum in ihrer Hängematte (etwa Brusthöhe). Da fühlt sie sich wohl total geborgen. Hab sie langsam und behutsam mit der rechten Hand gestreichelt was ihr auch direkt gefiehl. Sie fängt dann direkt an zu Treten und zu Schnurren und dreht sich auf den Rücken um sich den Bauch kraulen zu lassen.
Hab dann immer ein leckerli in die linke Hand zwischen Daumen und Zeigefinger genommen und es ihr hin gehoben, und sie hat es sich auch direkt zwischen den fingern weg genommen. Nach 5-6 Leckerlies hatte ich keine mehr am man und streckte ihr die leere hand hin auf der noch etwas staub von den leckerlies wahr, und sie fing direkt an die Hand abzuschlecken..

Denke das wird schon noch mit uns beiden :)

ich kann verstehen, dass dich das irritiert, aber du vergleichst deinen Kater mit der Kätzin. aber ich sehe da nicht wirklich einen Grund sich Gedanken zu machen. Jedes Tier ist unterschiedlich. Es gibt tatsächlich Katzen, die entscheiden wann sie Nähe zu lassen und wann nicht.
Möchte ja nicht unbedingt das sie sich wie mein Kater verhält, aber muss ja nicht sein das sie während ihrem geschäft vom katzenklo springt wenn jemand daran vorbei läuft. Ist ja wirklich so das wenn sie irgendwo sitzt oder liegt und man auf 2 meter an ihr vorbei läuft sie direkt in panik flüchtet. Das ist es was ich eben gerne ablegen würde. Unser Kater braucht schon genug liebe.. der ist so anhänglich das er sogar mit mir auf toilette geht und ich ihn auf der waschmaschine den bauch kraulen muss während ich mein werk verrichte...

möchte ihr einfach nur die angespanntheit nehmen.. das sie ihr geschäfft auch mal verrichten kann ohne in angst leben zu müssen das jemand den raum betritt..
 
Neryz

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Patin
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Das hört sich doch schon prima an.

Ich hab hier einen kleinen Paranoiker, den hab ich (wild) mit 3-4 Monaten bekommen. Mit dem hab ich sozialisationsmäßig echt alles gemacht, was nur denkbar ist ... Erfolg: NULL... also jedenfalls hat überhaupt nichts "angeschlagen", Riri hat einfach vor Menschen eine riesige, unüberwindbare Angst. Mit anderen Katzen ist alles prima.

Er wird im Herbst 5 Jahre alt. Anfassen oder Streicheln ist nix mit (wenn ich das gern möchte). Aaaaaber ... Monsieur ist ja im Grunde ein ganz kuschliger und kuschelt und schmust wie nix Gutes mit den Katzenkumpeln. Und wenn er mitten mit denen am Kuscheln ist, dann darf ich auch :mrgreen: da lässt er sich dann so richtig durchknuddeln - aber WEHE man guckt ihn kurz an, dann ist er über alle Berge.

Ich mach einfach weiter so und denke, das kommt noch. Er macht nämlich immer weiter Fortschritte, er traut sich durch die Tür, wenn ich da stehe, er bleibt liegen, wenn ich an ihm vorbeigehe. Wenn ich meine Hand ganz langsam hinstrecke, springt er nicht mehr an die Decke, sondern faucht nur noch recht höflich (und bleibt liegen).

Abwarten und Teetrinken, das wird!
 
Cavewoman

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Die Angst, die auch beim Gang vom Katzenklo war, habe ich damit ein wenig gedämmt, das wir immer darauf geachtet haben, das wir leise mit ihm reden. Genauso, wenn man sich in der Wohnung begegnet.

Nach dem Motto: Ich sehe dich und nehm dich wahr, aber ich lass dich in Ruhe! Das dauert zwar seine Zeit, aber es stellen sich Erfolge ein, indem das Tier dann einfach auch mal liegen bleibt, wenn man auftaucht.
"Ich wurde gesehen, aber ich werde nicht gleich angefasst" - So sollte man es vermitteln, dann ist die Katze viel cooler, wenn jemand um die Ecke kommt.

Das Katzenklo haben wir ein wenig angenehmer gemacht, indem wir ins Streu Babypuder mit reingeben. Es gibt auch Streu, das schon nach Babypuder riecht. Unser Kater findet es total klasse und lässt sich mehr Zeit auf Klo, da die Neugier und der Duft des Puders dort größer ist, als die Angst.

Ich rede so viel mit unserem Kater, das man echt meinen könnte, ich sei so naiv und glaube, das er mich versteht. Aber eigentlich könnte man auch Gedichte runterrattern, hauptsache das Tier merkt, das es zwar wahrgenommen wird, aber auch seine Zeit haben darf, die es braucht!
 
Feuersturm

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Mein Kater Johnny ist seit seiner 7. Lebenswoche bei mir und bis heute
ein Schisser. Er ist einfach ängstlich aber er nimmt auch am Familienleben teil.

Mein Mädel ist da ein anderes Kaliber.
Da bin ich jetzt auch schon länger dran dass sie vertrauen fasst.
Am Anfang hat sie gebissen wenn man sie angefasst hat, dann nur noch wenn
man ihre Hüfte berührt hat (sie hat da ein kleines Problem).
Jetzt rennt sie nicht mehr davon, lässt sich anfassen und nimmt mir sogar die Leckerlies
aus der Hand oder frisst aus der Hand.
Nur auf den Arm nehmen darf man sie nicht.

Das wird. Und denk immer daran dass das Tier auch einen bestimmten Charakter hat.
Nicht jede Katze ist ein Schmuser
 
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Hier wohnen auch 2 solcher "Scheuchen". Minki und Möhrchen vom Katzenschutzbund Köln. Die beiden kommen ursprünglich von einem Schrottplatz, wo sie herumstreunten. Danach hockten sie über ein Jahr auf einer Pflegestelle, und niemand wollte sie, weil sie wirklich extrem unnahbar waren. Und dazu noch schwarz, das tat wohl sein übriges.

Als ich sie 2005 übernommen hatte, bekam ich sie mit den Worten: "die beiden werden sich wahrscheinlich nie im Leben anfassen lassen."

Ich hatte mich also darauf eingestellt. Aber trotzdem wollte ich es ja wissen....:cool:

Und tatsächlich, nach genau einem halben Jahr durfte ich die beiden das erste mal ganz vorsichtig am Bäckchen berühren. Da sind bei mir glatt ein paar Freudentränchen geflossen.

Tja, und so nach und nach haben sich die beiden nun zu richtigen "Schmusezicken" entwickelt, die ihre Streicheleinheiten genießen, bzw. sogar einfordern.

Allerdings lassen sich die beiden nicht hochnehmen und auf den Schoß kommen beide auch nicht. Wir haben unser "Teppichschmuseritual". Die beiden kugeln sich immer an meinen Füßen herum, wo ich sie dann beschmusen muss.:lol:

Beide haben aber letztes Jahr (also nach Jahren!) entdeckt, dass sich abends oder morgens kurz nachdem der Wecker geklingelt hat, herrlich mit der im Halbschlaf befindlichen Dosine im Bett schmusen lässt.:). Da ist unser neuestes "Ritual".

Weiterhin viel Freude mit Deinem kleinen Scheuling. Ich finde, Du machst das alles prima!:)
 

Schlagworte

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